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26202 Sprüche gefunden

Man muß begreifen, daß man manchmal Taube und manchmal Denkmal ist.

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Das fühlen wir unwiderleglich, die Bestimmung des Menschen fällt nicht zusammen mit dem Zweck dieser Erde.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Leben Schaumgekrönter Überschwang, Roter Blütenrausch – Melancholischer Gesang, Welkes Blattgerausch. Silberheller Jubelchor, Jauchzen Berg zu Tal – Stilles Schluchzen, schwarzer Flor, Schütternder Choral. Mir ein süßer Herzenswahn, Dir ein bittrer Hohn – Heute winkt ein Kanaan, Morgen ist's entflohn ...

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Kleinigkeiten werden immer g'stohlen: Portemonnaies, Herzen, Silberlöffel, Couplets – es tut völlig wohl, wenn einmal etwas Großartiges passiert.

Nestroy, Frühere Verhältnisse, 1862

Keinem wird des Lebens Bittrer Zoll geschenkt.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter. Vermischte Gedichte. Zweites Buch. Aus: Lied

Schiebe alles übrige beiseite, halte nur an jenem wenigen fest. Bedenke unter anderem, daß wir nur die gegenwärtige Zeit leben, die ein unmerklicher Augenblick ist; die übrige Zeit ist entweder schon verlebt oder ungewiß. Unser Leben ist also etwas Unbedeutendes, unbedeutend auch der Erdenwinkel, wo wir leben, unbedeutend endlich der Nachruhm, selbst der dauerndste, er pflanzt sich fort durch eine Reihe schnell dahinsterbender Menschenkinder, die nicht einmal sich selbst kennen, geschweige denn jemanden, der längst vor ihnen gestorben ist, kennen sollten.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 3,10. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Hoffen und gewinnen, verlieren und resignieren, das ist die steigende und fallende Welle des Lebens!

Pauly, Aphorismen, 1905

Niemand kann wünschen, glücklich zu sein, gut zu handeln und gut zu leben, wenn er nicht zugleich wünscht, zu sein, zu handeln und zu leben.

Spinoza, Ethik, nach geometrischer Methode dargestellt (Ethica Ordine Geometrico Demonstrata), verfasst 1665, posthum veröffentlicht 1677

Volksweise Was ist es mit dem Leben Doch für 'ne arge Not, Muß leiden und muß sterben Zuletzt den bittern Tod. Kam ich doch auf die Erden Ganz ohne Wunsch und Will', Ich weiß es nicht von wannen Und kenn' nicht Zweck und Ziel. Es tritt die bunten Auen Nur einmal unser Fuß, Für kurze Zeit nur tauschen Wir Händedruck und Gruß. Und was uns auch von Freuden Und Leiden zugewandt, Das mehret und das mindert Sich unter Menschenhand. Drum lasset uns in Freundschaft Einander recht verstehn Die kurze Strecke Weges Die wir zusammen gehn!

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Bleib in den Stiefeln, Mensch! So lange als möglich. Zwackt dich das Podagra an dem einen Fuß, so umwickele die dumme Pfote; aber den Stiefel zieh fernerhin über das gesund gebliebene Glied und tritt fest auf.

Raabe, Altershausen (Fragment), entstanden 1899-1902, Erstdruck 1911 (posthum). II.

Ich habe mein Gepäck im Leben schon drei, vier Mal verloren; man muß sich gewöhnen, es hinter sich zu werfen; weil wir sterben müssen, sollen wir tapfer sein.

Arndt, Briefe an eine Freundin, 1878 (posthum). Anmerkung: Arndt zitiert hier eine mündliche Äußerung Steins

Ich und das Leben: Die Affäre wurde ritterlich ausgetragen. Die Gegner schieden unversöhnt.

Kraus, Pro domo et mundo, 1912. VII. Pro domo et mundo

Ich möchte nicht leben, wenn Ich nicht lebte.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1894

Vieles im menschlichen Leben ist dem Vergessen geweiht. Weniges nur ist unvergeßlich, aber nach diesem Wenigen bestimmt sich zuletzt der Wert des Daseins überhaupt.

Wesendonck, M., Briefe. An Richard Wagner

Lebe so, daß du allezeit zu sterben bereit bist.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Zum Teil leben wir, zum andern Teil werden wir gelebt von einem Verborgenen in uns. Strebe jeder nach Kräften, daß es das Beste seines Wesens sei, von dem er sich erleben läßt. Dann erst wird er in höherem Sinne frei leben.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Man muss, damit überhaupt geistiges Leben möglich ist, irgendeinem Ziele zustreben.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Wer das Leben nur in einem Licht sieht, wem der Wind immer nur aus derselben Richtung weht, soll nichts vom Leben erzählen, denn er kennt es nicht, sei er auch sonst ein Tausendsassa.

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Warum konzentrierst du dich nicht lieber mit deinem kurzen Leben auf wesentliche Dinge und lebst nicht mit dir und der Welt in Frieden?

Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Vom Zorn

Es gibt Menschen, die nicht leben, sondern gelebt werden.

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Es gibt Menschen, die ihr Leben nur als eine Benefizvorstellung für sich betrachten.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899