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26202 Sprüche gefunden
Das Belebende Nur an des Lebens Gipfel, der Blume, zündet sich Neues In der organischen Welt, in der empfindenden, an.
Aber im Gegenteile scheint mir derjenige erst zu leben und seines geistigen Daseins froh zu werden, der mit irgend einer Sache eifrig beschäftigt, durch eine treffliche Tat oder eine edle Kunst sich Ruf zu erwerben sucht.
Das Vöglein Vöglein, Vöglein mit den Schwingen, Mit den Äuglein schwarz und klein, Laß uns mit einander singen, Laß uns liebe Freunde sein! Vöglein hüpfte auf den Bäumen, Endlich es mit Sang begann: Du kannst nur von Freiheit träumen, Dich seh' ich als Fremdling an! Mensch, auch Du hast Deine Schwingen, Äuglein klar und hell und rein, Könntest Freiheit dir erringen, Dann erst laß uns Freunde sein!
Hälfte des Lebens Mit gelben Birnen hänget Und voll mit wilden Rosen Das Land in den See, Ihr holden Schwäne, Und trunken von Küssen Tunkt ihr das Haupt Ins heilignüchterne Wasser. Weh mir, wo nehm ich, wenn Es Winter ist, die Blumen, und wo Den Sonnenschein, Und Schatten der Erde? Die Mauern stehn Sprachlos und kalt, im Winde Klirren die Fahnen.
Rückkehr Zuckt nicht die Achseln, grüßt nicht so höhnisch Und wendet euch nicht spöttisch ab! Ich will kein Geld von euch entlehnen, Will nicht zurück, was ich euch gab. Nicht euern Liebsten mehr gefährlich Bin ich und nimmer eurem Ruhm; Der Kummer nahm mir meine Schönheit Und all mein Unglück macht mich dumm. Ich komm' zu euch, weil fortgetrieben Vom sichern Strand mein Lebensschiff; Ganz soll es scheitern, darum lenk' ich's Zurück zu euch –: ihr seid das Riff!
Lebensfahrt Ein Lachen und Singen! Es blitzen und gaukeln Die Sonnenlichter. Die Wellen schaukeln Den lustigen Kahn. Ich saß darin Mit lieben Freunden und leichtem Sinn. Der Kahn zerbrach in eitel Trümmer, Die Freunde waren schlechte Schwimmer, Sie gingen unter, im Vaterland; Mich warf der Sturm an den Seinestrand. Ich hab ein neues Schiff bestiegen, Mit neuen Genossen; es wogen und wiegen Die fremden Fluten mich hin und her – Wie fern die Heimat! mein Herz wie schwer! Und das ist wieder ein Singen und Lachen – Es pfeift der Wind, die Planken krachen – Am Himmel erlischt der letzte Stern – Wie schwer mein Herz! die Heimat wie fern!
Das ist der Weg, den alle gehen müssen: über die Seufzerbrücke hinein in die Ewigkeit.
Man verzichtet so spät auf die Illusion, daß das Leben nun bald anfangen soll und hält sich so lange bei der Vorbereitung auf, daß es solcher Meilensteine von 25 Jahren bedarf, um sich durch den Rückblick klar zu machen, wie lang die Strecke ist und wie viele gute und schlechte Stationen man passiert hat.
Es immer eine sonderbare Empfindung, wenn man so im Alter ein kleines Kind betracht', unwillkürlich kommt einem die Idee, wie schad' es is, daß man auf die Welt kommen is. Ich sag' immer, man richtet's viel leichter, wenn man gar nie dagewesen wär'.
Das Leben mäßigt uns immer, mäßigt uns so lange, bis wir als stille Leute mit idealen Leichengesichtern bedürfnislos in unsern Särgen liegen.
Es ist das Gefühl, dass in diesem Weltmechanismus etwas Ewiglebendes enthalten sein muss, was sich in allen das Ganze erfassenden Menschenseelen zu der Vorstellung „Gott“ gestaltet.
Seltsame Genossen Ist das ein seltsamliches Gewander: Ihr schrittet noch eben vergnügt miteinander durch Wälder und Wiesen und Sonnenschein, du siehst dich um – da gehst du allein. Er blieb zurück am Weggelände, das Wort auf den Lippen, er sprach's nicht zu Ende; ein wunderlich Gebaren, und doch scheint deins verwunderlicher noch. Ganz ruhig gehst des Weges du weiter, hast schnell einen andern vergnügten Begleiter, und fröhlich wieder zieht ihr drein durch Wälder und Wiesen und Sonnenschein. So geht's eine Weile, das seltsame Wandern: Dann kommt es an dich, dann hörst du die andern noch weiter lachen ins sonnige Land, und du bleibst einsam am Wegesrand.
Die kurze Spanne des Lebens verbietet uns, auf weite Sicht zu planen.
Wie könnten wir die große Selbstkorrektur des Lebens anders als ahnungsvoll verfolgen?
Jedes Land, jede Gesellschaft, jedes Lebensalter, jedes Verhältnis, jedes Portemonnaie fordert ein ganz bestimmtes Benehmen, und die entsprechende Haltung zu treffen, ist die recht eigentliche Lebensklugheit.
Denn der hat viel gewonnen, der das Leben verstehen kann, ohne zu trauern.
Sammle dir jeden Tag etwas Ewiges, das dir kein Tod raubt, das den Tod und das Leben dir lieblicher jeden Tag macht.
Es gibt eine Lebensart, die so tüchtig ist, daß sie jede Bahnstation in einen Knotenpunkt verwandelt.