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26202 Sprüche gefunden

Ein alter Gesangbuchvers räth uns an, so zu leben, wie wir, wenn wir sterben, wünschen würden, gelebt zu haben. Man kann dem Spruch auch die Anwendung geben: Lebe mit jedem Menschen so, wie du, wenn er stirbt, wünschen würdest, mit ihm gelebt zu haben!

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Es fliegt der ruderschnelle Nachen Den Strom hinunter leicht und stet, Nur an der Ufer raschem Wechsel Bemerkst du, daß es vorwärts geht. So fliegt dein Leben leicht und munter Den glatten Strom der Zeit hinunter, Nur an dem Sterben der Genossen Bemerkst du, daß es vorwärts geht.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Willst du im Leben Kraft und Muth behalten, Schau über dich! Willst träumen du von irdischen Gewalten, Schau unter dich! Willst du am eig'nen Herd nicht mühsam schalten, Schau um dich! Und soll dein Herz nicht allzufrüh erkalten, Schau in dich!

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Ein geordnetes Leben läßt sich nur in geordneten Verhältnissen führen – der beste Vorsatz muß an den unüberwindlichen Hindernissen erlahmen, und mit der Entmutigung tritt dann wieder das haltlos gleichgültige Dahintreiben ein, das den Menschen zum willenlosen Spiele der Umstände macht.

Byr, Mit eherner Stirn. Roman, 4 Bde., 1868

Gäbst du dahin als Preis der ganzen Erde Reiche, Um einen Tag wird doch dein Sein vermehret nicht.

Saadi, Der Fruchtgarten, dt. auch: Lustgarten oder Duftgarten (Bustan, gelegentlich auch als Bostan oder Bastan übertragen), 1257. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1850

Des Daseins Kelch kredenzt bald süß, bald herb den Trank, Der herbe heilt oft den, der von dem süßen trank.

Grün, In der Veranda. Eine dichterische Nachlese, 1876

Glaubst du, das Dasein hänge von der Zeit ab? Das tut es freilich; – aber Handlungen sind unsere Epochen.

Byron, Manfred, Dramatisches Gedicht, Erstdruck als »The Prisoner of Chillon«, 1816

Mach' dich vertraut mit dem Gedanken, Daß doch das Letzte kommen muß, Und statt in Trübsinn hin zu kranken, Wird dir das Dasein zum Genuß.

Fontane, T., Gedichte. 1875

Daß wir geschaffen sind, das Unfaßbare zu fassen und das Unerträgliche zu ertragen – das ist es, was unser Leben so schmerzvoll und was es zugleich so unerschöpflich reich macht.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Todesblüte ist das Leben, Lebensblüte ist der Tod.

Raßmann (Hg.), Hesperische Nachklänge in deutschen Weisen. Eine neue Sammlung deutscher Glossen, Villancico’s, Cancionen, Sestinen, Canzonen, Balladen, Madrigale, Minneliedern etc. Aus gedruckten und ungedruckten Quellen, 1824

Das Leben ist das einz'ge Gut des Schlechten.

Schiller, Maria Stuart, 1800

Frisch auf! du mußt dich durch die Welt schlagen, ja hindurchschlagen, das ist's.

Auerbach, Sämtliche Schwarzwälder Dorfgeschichten, entstanden 1842-80 (diverse Einzeldrucke), 10 Bde., 1884. Vierter Band. Lucifer. Ein Blick in's Haus und in die Rathsstube

Unser Leben ist der aufzuckende Schmerz einer Wunde.

Hebbel, Genoveva, 1843

Diese kurze Erdpartie, wie du das Leben nennst, ist nur ein kurzer schwüler Dezembertag – unsere Freuden sind Torsos – unsere Erinnerungen Ruinen in einem Park – unsere Liebe ist eine ewige Sehnsucht und unsere Jugend nur ein süßerer Seufzer.

Jean Paul, Palingenesien, 2 Bde., 1798. Dritter Reise-Anzeiger. Sechstes Werk vor Nürnberg

Das Thier sucht seine Nahrung, gräbt sich eine Höhle oder baut sich ein Nest, wird von einem blinden Triebe zur Erhaltung seiner Gattung genöthigt, schläft und stirbt. Was thut der größte Theil der Menschen mehr?

Wieland, Geschichte des Agathon, 2 Bde., 1766-67; umgearbeitet 1773 und 1794

Das Leben ist wie ein Cirkus, die Hanswürste darin haben das meiste Glück beim Publikum.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Mancher bekommt einen Orden als Abendstern seines Lebens.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Was ist Leben? Die Nutznießung einer Anhäufung von Molekeln (Moleküle).

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Es ist doch alles in dieser Welt nur Übergang. Doch wir müssen durch. Sorgen wir nur dafür, daß wir mit jedem Tage reifer und besser werden!

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Scheinleben ist häufiger als scheintot.

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Und gerade auf das Zugeben Kommt's an im Leben.

Ringelnatz, J., Gedichte. Allerdings, 1928. Aus: An Peter Scher