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26202 Sprüche gefunden
Bis zum dreißigsten Lebensjahr eine schöne Frau, bis zum sechzigsten ein erfolgreicher General – und dann Kardinal.
Wie die Lieder wirbelnd erklingen! Wie sie fiedeln, zwitschern und singen! Wie aus den Blicken die Funken springen! Wie sich die Glücklichen liebend umschlingen! Jauchzend und schrankenlos, Sorglos, gedankenlos Dreht sich der Reigen, Der Lebensreigen. – Ich muß schweigen, Kann mich nicht freuen, Mir ist so angst ... Finster am Bergesrand Wandelt die Wolke, Hebt sich des Herren Hand Dräuend dem Volke: Und meine Augen, sie sehens alleine, Und meine Sorgen verstehens alleine ... Es fiel auf mich in der schweigenden Nacht, Und es läßt mich nicht los, Wie dumpfer hallender Glockenlaut, Es folgt mir durch die Frühlingspracht, Ich hör es durch der Wellen Getos: Ich habe den Frevel des Lebens geschaut! Ich sah den Todeskeim, der aus dem Leben sprießt, Das Meer von Schuld, das aus dem Leben fließt, Ich sah die Fluten der Sünden branden, Die wir ahnungslos begehen, Weil wir andere nicht verstanden, Weil uns andere nicht verstehen.
Der Lebenslauf der Menschen gleicht meist mittelmäßigen Gedichten: Genügt dir auch die Form vielleicht, auf Poesie mußt du verzichten.
Man muß sich nicht um jeden Preis selbst erhalten wollen, sondern sein Leben in etwas setzen, was nicht sterben kann.
Ist es möglich, daß man glaubte, nachholen zu müssen, was sich ereignet hat, ehe man geboren war? Ist es möglich, daß man jeden erinnern müßte, er sei ja aus allen Früheren entstanden, wüßte es also und sollte sich nichts einreden lassen von den anderen, die anderes wüßten?
»Erlaubt ist, was gefällt.« Ja – wem gefällt, um Gottes willen!
Das Leben ist der Güter höchstesnicht.Der Übel größtes aber ist dieSchuld.
Unstete Waage des Lebens immer schwankend, wie selten wagt ein geschicktes Gewicht anzusagen die immerfort andre Last gegenüber. Drüben, die ruhige Waage des Todes. Raum auf den beiden verschwisterten Schalen. Gleichviel Raum. Und daneben, ungebraucht, alle Gewichte des Gleichmuts, glänzen, geordnet.
Wer das Leben eines einzelnen Menschen betrachtet, findet darin die Entwicklung der ganzen Menschheit, die weder Wissen noch Erfahrung gutzumachen imstande waren.
Gebet Jahr um Jahr hab' ich gerungen Und erlitten Schmerz um Schmerz; Aber stark und unbezwungen Hielt sich mein gequältes Herz. Wie sich auch die Wolken ballten, Wie das Leben sich verschwor – Mit stets reinerem Entfalten Schwang sich still mein Geist empor. Treu erglühend für das Echte, Hab' ich fast das Ziel erreicht; Blickt mich an, ihr ew'gen Mächte: Dieser Scheitel ist gebleicht. Und die Flamme meines Lebens Neigt sich mählich zum Verglüh'n – Gönnt mir noch den Rest des Strebens, Gönnt mir noch ein letztes Müh'n. Laßt mich noch getrost vollenden, Was ich ernst und fest begann, Und auf sanften Götterhänden Traget mich von hinnen dann! – Also fleh' ich, von den Schwingen Der Erfüllung leis umweht – Und doch fürchtend, daß mein Ringen Im Verhängnis untergeht!
Die größte Torheit ist's, gebeugt ins Leben einzutreten. Das Leben ist dem Widerstreben geweiht. Wir sollen uns aufrichten, so hoch wir können, und so lange, bis wir anstoßen.
Lebensbetrachtung Die Jugend ist die Zeit zu lieben, Die Mannheit Liebe auszuüben, Das Alter Zeit zu ruhn. Wer will nicht gerne Jedes thun? Sonst nichts? Das will ich.
Jeder Herzschlag klopft dem Grabe zu. Weiter und weiter – unaufhaltsam. In mir wächst der Tod.
Unser Leben ist ein Erleben. Es ist so lang, als es Erlebnisse in sich schließt.
Die Lebensverächter, denen so wenig am Leben liegt, sind doch die ersten, die nach dem Doktor schreien, wenn sie Bauchweh haben.
Vor lauter Lauschen und Staunen sei still. Du mein tieftiefes Leben; Daß du weißt, was der Wind dir will. Eh noch die Birken beben. Und wenn dir einmal das Schweigen sprach, Laß deine Sinne besiegen. Jedem Hauche gib dich, gib nach, Er wird dich lieben und wiegen. Und dann, meine Seele, sei weit, sei weit. Daß dir das Leben gelinge, Breite dich wie ein Feierkleid Über die sinnenden Dinge.
Es ist eben die schwerste Lebensaufgabe, das Schwere auf sich zu nehmen, vor dem Schwersten nicht zu zagen und zittern. Das meiste Unglück der Menschen besteht eigentlich nur darin, daß sie sich mit Händen und Füßen gegen das Kreuz, das sie tragen sollen und tragen müssen, stemmen und wehren.