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26202 Sprüche gefunden

Das Leben beginnt erst mit 70 Jahren, dann erst wird es wirklich schön.

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Alle Lebewesen außer dem Menschen wissen, daß der Hauptzweck des Lebens darin besteht, es zu genießen.

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Das Leben läßt sich vergleichen mit der Bibliothek eines Schriftstellers. Einige Bücher hat er selbst verfaßt, die meisten aber wurden für ihn geschrieben.

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Dem unveränderlichen Lebenszuschauer sind Stern und Unstern gleich kurzweilig, und er zahlt seinen Platz unbesehen mit Tagen und Jahren, bis seine fliehende Münze zu Ende geht.

Keller, Der grüne Heinrich, erste Fassung 1854-55; zweite, endgültige Fassung 1879-80

Sind doch den Menschen nur wenige Tage beschieden.

Homer, Odyssee, Ende 8./Anfang 7. Jhdt. v. Chr. Originaltext der Übersetzung

Sich im Leben durchbringen, das kann jeder Schweinehund. Aber sich so durchbringen, daß man zugleich darinwird– hier liegt die Entscheidung.

Stammler, Im Herzschlag der Dinge. Deutsche Bekenntnisse, 1934

Das Leben ist ein Schiffbruch; rette sich wer kann!

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Im Zusammensein mit uns sollte jeder ein Liebender des Lebens werden.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Jetzt ist kein Hafen mehr in Sicht, Die Welle stürzt schon breiter, Die Segel brüsten sich im Licht: Jetzt, Jungs, wird's heiter! Seht die Sonne schweben, Seht die Wolken ziehn; Freier rauscht das Leben, Alle Ufer fliehn. Das Steuer prompt in wacher Hand, Bald fest die Hand, bald lose: So, Jungens, kreuzt man mit Verstand Durchs Weltgetose! Seht den Wimpel schweben, Seht die Möwen ziehn; Leicht rauscht alles Leben, Wenn die Ufer fliehn. Im Fluge naht die Stunde zwar, Da geht's zurück zum Hafen, Vielleicht zum allerletzten gar: Dann, Jungs, geht schlafen! Seht den Himmel schweben, Seht die Sterne ziehn; Weiter rauscht das Leben, Alle Ufer fliehn.

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Das Leben wird schließlich sogar mit dem Tode bestraft.

Busch, W., Briefe. An Nanda Keßler, 16. September 1907

Man kann den Wert eines Lebens nicht nach der Länge messen.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)

Jeder Zustand ist so gut, als man ihn sich macht.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Wohl mir, mein müder Geist Wird wieder Staub, Wird, wie der Weltlauf kreist, Wurzel und Laub; Wird sich des keimenden Daseins freuen, Frühlingstriebe still erneuen, Saftige Früchte zur Erde streuen; Freilich sein spreitendes Dach zu belauben, Wird er andern die Säfte rauben, Andern stehlen Leben und Lust: Wohl mir, er frevelt unbewußt!

Hofmannsthal, H., Gedichte. Sünde des Lebens

Das Leben ist Abwehr – wehre ab, was dich aus deinem Pfade drängen, aus deiner Gedankenwelt locken, was dir etwas von deinem Sein stehlen will.

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Das Leben, weiß ich, Behauptet ewig vor dem Tod sein Recht [...].

Geibel, Sophonisbe. Tragödie in fünf Aufzügen, 1856. Vierter Aufzug, 2. Auftritt, Scipio

Das Leben, das hat Erneuerung in sich.

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Um sein Blut aufs Spiel zu setzen, muß man welches haben.

Balzac, Gobseck, 1830 (dt. 1846)

O diese Art, begierig anderes Leben kennenzulernen, wenn man zu träge ist, das eigene zu bessern.

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Wir leben nur für den Augenblick, in dem wir die Pracht der Kirschblüten bewundern.

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Was ist des Menschen Denken? Ein Labyrinth voll Nacht! Was ist des Menschen Können? Ach, eines Kindes Macht! Was ist des Menschen Wissen? Von einem Meer ein Schaum! Was ist des Menschen Leben? Ein kurzer, bunter Traum.

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Unser Leben hängt so g[e]nau in der Mitte zwischen Vergnügen und Schmerz, daß uns schon zuweilen Dinge schädlich werden können, die uns zu unserm Unterhalt dienen, wie ganz natürlich veränderte Luft, da wir doch in die Luft geschaffen sind. Allein wer weiß ob nicht vieles von unserm Vergnügen von diesem Balancement abhängt, diese Empfindlichkeit ist vielleicht ein wichtiges Stück von dem was unsern Vorzug vor den Tieren ausmacht.

Lichtenberg, Sudelbuch A, 1765-1770. [A 64]