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Der Engel des Glücks pocht nur einmal an unsere Pforte; wehe dem Verblendeten, der nicht öffnet!
Aber freilich läßt sich Niemand gern zwingen, auch nicht einmal zwingen glücklich zu sein, und wie oft schon überwog die Idee den wirklichen Vortheil.
Es gibt Leute, die so sehr Feind ihrer selbst sind, daß sie lieber ein Unglück haben, das sie haben kommen sehen: weil sie es vorausgesehen haben, als den Genuß eines Glücks, auf das sie nicht gefaßt waren.
Ja Freund! oft trinket der Mensch die Lust in Strömen und dürstet, Der Glücklichste stirbt unter Wünschen; ein Tropfen Kummers verbittert Ihm ganze Meere von Freude. Die Einbildung spornt seine Triebe, Wie Rösse reißen sie aus, die Zwang und Zügel verachten, Und ziehn ihn mit sich zum Abgrund.
Man kann sehr glücklich sein, wenn man die Zustimmung der andern nicht fordert.
Seligkeit und Unseligkeit ruht in der Seele.
Das verläßlichste Glück dieses Lebens ist das nichtige Glück der Illusion.
Um das Glück zu ersetzen, braucht man zu viel Verstand und zu wenig Moral.
Wenn behauptet wird, daß die Menschen, die am wenigsten empfinden, die glücklichsten sind, so erinnere ich mich immer an das indische Sprichwort: Sitzen ist besser als stehen, liegen besser als stehen, aber das beste ist tot sein.
So ist das Glück, es nähert sich dir, es berührt deine Stirn, du aber bist so betroffen von seiner Gegenwart, so befangen, und machtlos, es zu ergreifen, daß du die Göttin erst erkennst, wenn sie entschwunden ist.
Der ist ein Glücklicher, der, wenn er sich zur Ruhe niederlegt, sich darauf freut, am Morgen wieder aufzuwachen.
Ach, nicht einmal das Leid bricht ein Menschenherz, wieviel weniger das Glück!
Als Gott wegen einer Masse Menschen, die aus sich selbst nichts machen können, in Verlegenheit war, da schuf er das Glück.
Denn glücklich ist, wer seine Wünsche in das rechte Verhältnis zu seinen Mitteln zu bringen vermag.
Das Fenster öffnen und eine Biene aus dem Zimmer lassen – ist das vielleicht nicht Glück?