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Die Gunst der Zeit ist nicht zu bannen, Am schnellsten flieht das höchste Glück.
Ein Glück sich zu wünschen dem Edlen bangt, Weil ewig unlöslich des Lebens Pein. Der niedrig geartete Trieb allein, Weiß mit Bestimmtheit, was er verlangt.
Keine Insel ist von so vielen Klippen und Untiefen umgeben wie die des Glücks. Nur Ruhe steuert hindurch.
Es ist unmöglich, die Menschen glücklich zu machen. Ihre eigene Natur duldet es nicht. Alles, was man erreichen kann, ist eine allgemeine, mäßige Unzufriedenheit, bei möglichst großer Sicherheit des Daseins.
Der ist beglückt, der sein darf was er ist, Der Bahn und Ziel nach eignen Augen mißt, Nie sklavisch folgt, oft selbst die Wege weiset, Ununtersucht nichts tadelt und nichts preiset, Und, wenn sein Witz zum Dichter ihn bestimmt, Natur und Zeit zu seinen Führern nimmt.
Unter allen Mitteln, sein Glück zu machen, ist das kürzeste und beste das: die Leute klar erkennen zu lassen, daß es in ihrem Interesse liegt, euch Gutes zu erweisen.
Es ist leichter, Glückliche machen, als glücklich sein.
Die eigentliche Gußform des Glücks liegt für jeden Menschen in der eigenen Hand.
Glückspilz Geboren ward er ohne Wehen Bei Leuten, die mit Geld versehen. Er schwänzt die Schule, lernt nicht viel, Hat Glück bei Weibern und im Spiel, Nimmt eine Frau sich, eine schöne, Erzeugt mit ihr zwei kluge Söhne, Hat Appetit, kriegt einen Bauch, Und einen Orden kriegt er auch, Und stirbt, nachdem er aufgespeichert Ein paar Milliönchen, hochbetagt; Obgleich ein jeder weiß und sagt: Er war mit Dummerjahn geräuchert!
Ein Glück Daß ein Glück oft nicht beglückt, Seh ich allerwärts, Habe derb zurechtgerückt Mein begehrlich Herz.
Die kurzen Tage eines überschwenglichen Glückes sind nicht zu teuer mit Jahren des Leidens erkauft.
Das Lebensglück wird in der Regel weit weniger durch äußere Faktoren, als durch die herrschende Grundstimmung des Gemüts bedingt.
Was befängt denn aber so sehr wie Glück?! Es ist ja die geilste Nahrung für unsre Eitelkeit, und wir vermeinen am Ende alle, das zu verdienen, was uns geschenkt wird.
Es müssten starke Beine sein, die gute Tage ertragen können.
Seliger Ausgang Das höchste Glück hat keine Lieder, Der tiefste Schmerz hat keinen Laut, Sie spiegeln beide still sich wieder Im Tropfen, der vom Auge taut. So einen sich in stummen Zähren Das höchste Glück, das tiefste Leid, Bis sie in Liebe sich verklären, Anbetend in Gottseligkeit.
Lebensernst Nicht nur auf schönen, gold'nen Tagen Baut sich das wahre Lebensglück, Entbehren müssen wir, entsagen, Wir müssen lernen, zu ertragen Auch manches bitt're Mißgeschick. Doch nur getrost – indes wir weinen – Steht hinter Wolken schon bereit Die liebe Sonne, uns zu scheinen Aufs neu in voller Herrlichkeit!