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Wie oft werfen wir uns unlustig in eine Arbeit, die nach kurzem Verlauf zu unserem Vergnügen wird! So selten weiß der Mensch, wo das wahre Glück für ihn blüht, daß er es am ungeeignetsten Orte mit der größten Hartnäckigkeit sucht.

Frenzel, Lucifer. Ein Roman aus der Napoleonischen Zeit, 5 Bde., 1873

Nicht Glückes bar sind deine Lenze Nicht Glückes bar sind deine Lenze, Du forderst nur des Glücks zu viel; Gib deinem Wunsche Maß und Grenze, Und dir entgegen kommt das Ziel. Wie dumpfes Unkraut laß vermodern, Was in dir noch des Glaubens ist: Du hättest doppelt einzufodern Des Lebens Glück, weil du es bist. Das Glück, kein Reiter wird's erjagen, Es ist nicht dort, es ist nicht hier; Lern' überwinden, lern' entsagen, Und ungeahnt erblüht es dir.

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Ausgleich Was an Schmerzen du erfahren, Ist vergessen auch zur Stund', Küßt nach langen, öden Jahren Wieder dich ein schöner Mund. Was die Zeit an Ruhm dir raubte, Hast du doppelt reich und schnell, Wenn dein Kranz, der früh entlaubte, Wieder ausschlägt grün und hell. Darum sel'ge Tränen weine, Wird dir noch ein spätes Glück: Denn es bleibt nun auch das deine, Und kein Gott nimmt's mehr zurück!

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Zum Glück ists nicht zu spät.

Rollenhagen, Froschmäuseler, 1595. Originaltext

Glück und gwalt wert nit lange jor.

Brant, Das Narrenschiff (Daß Narrenschyff ad Narragoniam), 1494

Die Glückseligkeit der Geister ist der Hauptzweck Gottes, und daß er diesen Zweck verwirklicht, soweit es die allgemeine Harmonie zuläßt.

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Manchem Reichen, wann sie [Fortuna] kaum gefüllet Seinen Kasten, hoch bis an den Rand, Hat sie hinterher den Strick getrillet Und ihn aufgeknüpft durch eigne Hand.

Bürger, G. A., Gedichte. Aus: Fortunens Pranger

Ach, wie glücklich sind die Toten!

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Siegesfest, 1803

So sauer ringt die kargen Lose Der Mensch dem harten Himmel ab, Doch leicht erworben, aus dem Schoße Der Götter fällt das Glück herab.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Geheimnis, 1797

Ließen wir von dem Versuch ab, glücklich sein zu wollen, könnten wir eine recht schöne Zeit verbringen.

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Ein ganzes Unglück verdrießt uns nicht so sehr, wie ein nur zur Hälfte eingetroffenes Glück.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Das Glück Wohnt droben in dem Schoß des ewgen Vaters.

Schiller, Die Jungfrau von Orleans. Eine romantische Tragödie, 1801. 3. Akt, 4. Auftritt, Johanna

Nur in stiller Häuslichkeit wird des Lebens Glück, der wahre Stein der Weisen gefunden.

Kotzebue, Das arabische Pulver. Eine Posse in 2 Akten. Nach Holberg frei bearbeitet, 1810

O wo ist, wo ist das Glück zu Hause, Daß ich's endlich finden mag und greifen Und mit starker Fessel an mich binden! O wo ist, wo ist das Glück zu Hause? »Wo des Mondes Sichel schwimmt im Wasser, Wo das Echo schläft am hohlen Felsen, Wo der Fuß des bunten Regenbogens Auf dem Rasen steht, da geh es suchen!«

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter. Lieder aus alter und neuer Zeit, 17.

Im Labyrinth der eigenen Brust ist alles eingeschlossen, was das Leben beglückt oder betrübt; das Glück wächst wie jede andere Blume von innen heraus, sich vom Keim zur Pflanze, von der Knospe zur Blüte allmählich entfaltend.

Burow, Im Wellenrauschen, 2 Bde., 1869 (posthum)

Das ist halt das Schöne, wenn man einmal recht mitten drin sitzt im Glück, da gerät alles, da verliert's Malheur völlig die Courage gegen einen. Ich sage, wenn sich's Unglück über ein' Millionär trauen will, das kommt mir grad so vor, wie wenn ein Pintscherl auf ein' Elephanten bellt.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Zu den Schwachen nimmt das Glück den „Übermut“ zum Begleiter; zu den Mittelstarken die „Härte“ und zu den Starken „Ernst, Milde mit echtem, stählernem Weiterstreben für die Zukunft“.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Hüten wir uns, den stolzen Tempelbau unserer Glückseligkeit, anstatt ihn auf den Granitgrund der Ideen zu stützen, auf den Flugsand von Bijouterien und Nippsachen stellen zu wollen.

Lindner, Das Problem des Glücks. Psychologische Untersuchungen über die menschliche Glückseligkeit, 1868

Von Menschen kommt kein Glück. Da erwartet man es nur.

Varnhagen, R., Briefe

Das wahre Glück kennt wie das wahre Leid keine Worte.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Wer großes Glück kann tragen, Der hat ein starkes Herz Und mag es mutig wagen Mit jedem Spiel und Scherz; D'rum wird auf steilsten Höhen Des Ruhmes Kranz gereicht; Denn Unglück zu bestehen Macht Gott im Himmel leicht.

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