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26202 Sprüche gefunden

Nicht aus des Herzens bloßem Wunsche keimt Des Glückes schöne Götterpflanze auf. Der Mensch soll mit der Mühe Pflugschar sich Des Schicksals harten Boden öffnen, soll Des Glückes Erntetag sich selbst bereiten Und Thaten in die off'nen Furchen streu'n, Er soll mit etwas den Genuß erkaufen, Wär's auch mit des Genusses Sehnsucht nur.

Kleist, H., Gedichte. An Wilhelmine

Glück verbreiten wir nur da, wo wir nicht an unser eigenes denken.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Dem Glücklichen naht sich auch der Tod als Glück, und dem Unglücklichen als Unglück.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Das kann man wohl sagen: Wenn alle Glückwünsche in Erfüllung gingen – es würden ihrer wohl tausendmal weniger dargebracht!

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Was sucht ihr Ruhm? Könnt ihr denn mehr gewinnen von der Welt, als dass euch aus dem Menschenwald ein Herz, das wie das eure fühlt, das Glück zurückwirft, das ihr ihm zugesandt!

Pauly, Aphorismen, 1905

Glücklich sind viele Menschen, aber sie finden niemand, der sie rechtzeitig darauf aufmerksam macht.

Engel, Herr Adam und Frau Eva, 1920

Soll ich das stolze, grausame, blinde Glück nicht hassen, das mit uns Menschen nach Willkür spielt?

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Der allgemeine Gegenstand des menschlichen Verlangens ist das Glück.

Helvetius, Vom Geist (De l'esprit), 1758, sein Hauptwerk, wurde als staats- und religionsgefährdend öffentlich verbrannt; neue Ausgabe 1843

Das Glück ist der echte Prüfstein des Wertes oder des Unwertes des Menschen.

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Es gehört Mut zu dem Bekenntnis, glücklich zu sein, die meisten sind nur aus Furcht bescheiden. Der alte Aberglaube an den Neid der Götter macht viele zu Heuchlern und Verleugnern ihres Frohsinns.

Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, 1928

Glücklichsein hängt nicht davon ab, daß wir bekommen, was wir nicht haben, sondern wie gut wir nutzen, was wir haben.

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Bleibe Herr des Augenblicks – Jeder Lenz bringt Rosen; Sei Erbauer Deines Glücks, Statt es zu erlosen!

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Das Glück ist das neue Tor, vor dem der Unglückliche als Kuh dasteht.

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In der trüben Einsamkeit Späh ich nach der Spur Jener kurzen, süßen Zeit, Da ich Glück erfuhr. Ja, die Wege weiß ich noch, Und die Spur ist nah. Aber Schnee liegt spannenhoch, Wo mein Glück geschah. Meine Tränen fallen drauf, Wärmen rings den Ort. Und der Schnee taut langsam auf, Und der Schnee schmilzt fort.

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Wahrhaftig ist doch nur das ein Glück, das sich mit andern teilen läßt.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Doch eh ein Mensch vermag zu sagen: schaut! Schlingt gierig ihn die Finsternis hinab: So schnell verdunkelt sich des Glückes Schein!

Shakespeare, Ein Sommernachtstraum (A Midsummer Night’s Dream), Erstdruck 1600

Eine junge Person sagte, wie ich dabei stand: Man ist nur glücklich, wenn man schläft oder wenn man tanzt.

Goncourt, Ideen und Impressionen (Idées et sensations), 1866 (dt. 1904)

Man ist nur glücklich durch das, was man fühlt, und nicht durch das, was man ist.

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Die Sehnsucht der Menschen geht immer aufs Wandern. Drüben, im andern Lande, über den Grenzen, die sie nicht überschreiten können, vermuten die Menschen Glück und Heil. Das alte Märchen vom König und Bauern wiederholt sich alle Tage: "Wo du nicht bist, da wohnt das Glück."

Keller, P., Gedichte und Gedanken, 1933

Unglück vereint, Glück trennt die Menschen.

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Lob- und Hilfsmittel des Frohsinns

Leichter ist's, im Unglück nie verzagen, Als bescheiden großes Glück zu tragen.

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