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26202 Sprüche gefunden

Das Glück Es zog des Wegs eine lärmende Schaar, Die das Glück zu suchen gegangen war. – Ein Weib stand am Wege, verschleiert und stumm; Sie stürmten weiter und sah'n sich nicht um! – Das Weib schlug lächelnd den Schleier zurück; Sie waren vorbei schon. Es war das Glück.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1892

Der Hauptteil menschlicher Beschwerden ist selbstgeschaffene Pein! Verzichte keck, glücklich zu werden ... Du wirst dann – glücklich sein!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Der Mensch trennt sich schwerer von einem geträumten, als von einem wirklichen Glück.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Innre Schätze beglücken. Dir im Innern Lieget Edelgestein und Gold; da grabe In den Grüften. Von außen suchst du ewig Ruhe vergebens.

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Lebensregeln an einen Jüngling

Alles Glück ist gefährlich: es verfälscht leicht das Menschliche.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Um glücklich zu sein, bedarf es nur des einen: Wirf aus dein Netz nach allen Seiten, und wer in seine Maschen gerät, der ist dein Bruder.

Nötzel (Hg.), Östliche Weisheit, gesammelt und übersetzt von Karl Nötzel, 1954 (EA: 1946)

»Verdammlich ist's, nach Glück zu streben; Das Ziel des Menschen ist die Pflicht.« – Allein beglückt es euch denn nicht, Euch euren Pflichten hinzugeben?

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Nicht die Ereignisse, die uns das Leben bringt, entscheiden über unser Glück – der Geist, in dem wir sie erfassen, ist es, der uns glücklich oder unglücklich macht.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Jedes Glück hat einen kleinen Stich. Wir möchten so viel: Haben. Sein. Und gelten. Daß einer alles hat: das ist selten.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Aus: Das Ideal, in: Berliner Illustrirte Zeitung, 31.07.1927, Nr. 31 (Theobald Tiger)

Das äußere Glück ist nur Zufall, – Aber das innere Glück, das baut sich selber ein jeder!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Aber nicht bloß im Wellenreiche, Auf der wogenden Meeresflut, Auch auf der Erde, so fest sie ruht Auf den ewigen, alten Säulen, Wanket das Glück und will nicht weilen.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor, Dritter

Wer im eignen Herzen sein Glück sucht, wird es nicht fehlen, ewig quillet der Quell, dessen der Gute sich labt.

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Was Glück man nennt, begehre nicht! Laß nicht vom Unglück dich ermatten! Die farbigsten Blumen blühen im Licht, Die duftigsten im Schatten.

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Fortuna hat ihren Thron auf einem Felsen, aber die Braven fürchten nicht zu klimmen.

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Glück haben ist – Glück, aber glücklich sein ist eine Kunst.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Dein Glück ist heute gut gelaunet, Doch fürchte seinen Unbestand.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Der Ring des Polykrates, 1797

Ich achte den Menschen höher, der der göttlichen Hilfe im Glück bedarf, als denjenigen, der sich im Unglück von ihr trösten läßt.

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Nie kommt das Glück allein; Es folgt ihm stets; mit reicher Gaben Fülle Beladen die Begleitung nach.

Schiller, Turandot, Prinzessin von China. Ein tragicomisches Märchen nach Carlo Gozzi, 1801. 5. Aufzug, erster Auftritt, Altoum

Wer echten Glücks ist wert, Der strebt nicht erst nach Glück, Er hat ja schon davon Das allergrößte Stück.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Meine Erziehung hat mich gelehrt, dass Tugend und Geschicklichkeit das einzig wahre Glück, und Gutes tun, die einzig wahre Freude eines edlen Herzens sei; das Schicksal aber hat mir den Beweis davon in der Erfahrung gegeben.

La Roche, Geschichte des Fräuleins von Sternheim, anonym veröffentlicht von Christoph Martin Wieland 1771

Ist das Glück dir auch gewogen, Ob dir’s nützt, musst du erst zeigen; Hast du Fiedel auch und Bogen, Deshalb kannst du noch nicht geigen.

Roderich, In Gedanken. Vers-Aphorismen, 1907