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26202 Sprüche gefunden
Glücklich sein heißt, einen guten Genius haben oder gut sein.
Kannst du Glück nicht fassen und erringen, so lern' entbehren es.
Südliche Mondnacht Werden zu doppelter Lust nun doppelte Tage geboren? Ehe der eine versank, steigt schon der neue herauf! Herrlich in Salben und Glanz, gedächtnislos wie ein Halbgott, Deckt er mir Gärten und See zu mit erstarrendem Prunk. Und der vertrauliche Baum wird fremd, fremd funkelt der Springbrunn, Fremde und dunkle Gewalt drängt sich von außen in mich. Sind dies die Büsche, darin die bunten Gedanken genistet? Kaum mehr erkenn ich die Bank! Die ists? Die lauernde hier? Aber sie ists, denn im Netz der fleißigen, winzigen Spinne Hängt noch der schimmernde Punkt! Komm ich mir selber zurück? Als dein Brief heut kam – ich riß mit zu hastigen Fingern Ungeduldig ihn auf –, flogen die Teilchen hinweg Von dem zerrissenen Rand: sie sprühten wie Tropfen dem Trinker, Wenn er zum Springbrunn sich drängt, um den verdürsteten Mund! Ja, jetzt drängt sichs heran und kommt übers Wassers geschwommen, Hebt sich mit lieblichem Arm rings aus dem Dunkel zu mir: Wie ein Entzauberter atme ich nun, und erst recht nun verzaubert, Und in der starrenden Nacht halt ich den Schlüssel des Glücks!
Das Glück suchen wir, das Unglück sucht uns.
Kein Sterblicher ist glücklich, auf wen auch immer die Sonne herniederblickt, der ist unglücklich.
Man hat sein Glück nicht gemacht, vermag man nicht, es zu genießen.
Die beste Gabe des Geschicks Ist: Schmied zu sein des eig'nen Glücks.
Es kann nicht geleugnet werden, daß äußerliche Zufälle großen Einfluß auf das Glück haben: Gunst der Mächtigen, glücklicher Zufall, der Tod anderer, Gelegenheit sich auszuzeichnen. Allein zu guter Letzt muß jeder sein Glück mit seinen eigenen Händen prägen. Jeder ist seines Glückes Schmied, sagte der Dichter. Und die häufigste der äußerlichen Ursachen ist die, daß die Torheit des einen des andern Glück macht, da niemand so schnell vorwärts kommt als durch Fehler anderer.
Ruhe des Herzens Wie heimlich glüht ein Bild aus langer Dämm'rung: Ein Sommerabend war's Im Heimatdorfe; Noch lag ein Sonnenhauch Auf Dach und Giebeln, Und hell stand schon der Mond In leerer Straße. Der Nachbar sprach ein Wort Von Tau und Regen, Er sprach zu seinem Weib Drin in der Kammer; Er zog das Fenster an, Es klang der Riegel; Ein erstes Sternlein trat Aus lichtem Dunkel. Aus fernen Gärten klang Ein Mädchenlachen; Ein letzter Nachhall dann Und letzte Stille. Und all die Sommerwelt Ging wie ein Atem Geruhig ein und aus Durch meine Lippen. – Nun weiß ich's, da mein Haar Beginnt zu bleichen: Was damals ich geatmet, war Das Glück.
Glück ist gern für sich allein, Unglück will bei Andern sein.
Das Glück ist eine Sklavin des Fleißes.
Ich suchte die Unendlichkeit des Glücks. Vielleicht beginnt sie erst mit der Entsagung!
Das Glück, wie es sich die meisten denken, ist ein großer, vergoldeter, verzierter Rahmen um ein Bild von wenig Bedeutung, während es in Wirklichkeit dem Gemälde eines Raphael oder Correggio gleicht, in gar keinem oder einfachen Rahmen.
Wenn du ein bess'res Glück erwartest morgen, dann scheint dir heut' die hellste Sonne düster.
Glück ohne Weisheit ist wie ein Rucksack mit Löchern.
Halt' immer einen Wunsch zurück, Sonst bist du glücklos in deinem Glück.
Wahrlich, das Glück ist ein Weib, und im Sturm wird es errungen, sei's auf der Liebe Gebiet, sei's mit dem Schwert in der Hand.
Fehlgeschossen Fritz war ein kecker Junge Und sehr geläufig mit der Zunge. Einstmals ist er beim Ährenlesen Draußen im Felde gewesen, Wo die Weizengarben, je zu zehn, Wie Häuslein in der Reihe stehn. Ein Wetter zog herauf. Da heißt es: Lauf! Und flink wie ein Mäuslein Schlüpft er ins nächste Halmenhäuslein. Krach! - Potztausend nochmal! Dicht daneben zündet der Wetterstrahl. Ätsch, rief der Junge, der nicht bange, Und streckt die Zunge aus, die lange: Fehlgeschossen, Herr Blitz! Hier saß der Fritz!
Länder und Geschlechter verjüngen sich – aber der Frühling des menschlichen Glückes blüht nur einmal…. Der Rest ist Asche!
Nicht weit von dem Glücklichsein steht das Glücklichmachen.
Wie der Sonntag am schönsten ist nach einer Woche voll großer Arbeitslast, so ist Glück nach Leiden am erquickendsten und am wenigsten gefährlich.