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26202 Sprüche gefunden

Mein Glück ist groß, da es still ist.

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Man hat mich immer als einen vom Glück besonders Begünstigten gepriesen; auch will ich mich nicht beklagen und den Gang meines Lebens nicht schelten. Allein im Grunde ist es nichts als Mühe und Arbeit gewesen, und ich kann wohl sagen, daß ich in meinen fünfundsiebzig Jahren keine vier Wochen eigentliches Behagen gehabt.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 27. Januar 1824

Das Glück ist die Ausnahme von Regel und Gesetz und widerlegt darum keine und keins.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1861

Es ist oft dem einen (zu) gedacht und dem andern beschert.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Nichts ist wahrem Glück so sehr im Wege wie die Gewohnheit, etwas von der Zukunft zu erwarten.

Tolstoi, Tagebücher. 1853

Willst glücklich werden jederzeit, halt' ein in Lust, halt' aus in Leid.

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So schlecht es ist, jemand zu seinem Unglücke, so unweise ist es, einen Menschen zu seinem Glücke zwingen zu wollen.

Ebers, Eine ägyptische Königstochter, 3 Bde., 1864

Ein Löffel voll Glück ist besser als ein Scheffel voll Ratschläge.

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So ist es auch mit dem Menschen: durch seine Individualität ist das Maß seines möglichen Glückes zum voraus bestimmt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 1: Grundeinteilung

Da endlich zu im Glücke bist, Erscheint es dir so schwer gefunden, Erkämpft mit so viel tiefen Wunden, Daß es für dich kein Glück mehr ist.

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Es gibt keinen Menschen, der das Glück nicht liebte, und wer blickte nicht mit Sehnsucht auf die junge Geliebte eines andern?

Narájana, Hitopadêsha (Der freundliche Ratgeber), 9./10. Jhdt. n. Chr. Übersetzt von Max Müller, 1844

Endlos liegt die Welt vor deinen Blicken, Und die Schiffahrt selbst ermißt sie kaum, Doch auf ihrem unermeßnen Rücken Ist für zehen Glückliche nicht Raum.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Der Antritt des neuen Jahrhunderts, Erstdruck 1801 unter dem Titel »An ***«

Gläubige sind für andere Gläubige Teile eines Gebäudes, die einander unterstützen.

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Glückliche Menschen haben es nicht eilig.

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Das Glück ist göttliche Gemeinschaft, die Kraft dazu, der Mut, der Seele Klang.

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Mir ist's zu wohl ergangen, Drum ging's auch bald zu End', Jetzt bleichen meine Wangen, Das Blatt hat sich gewend't. Die Blumen sind erfroren, Erfroren Veil und Klee, Ich hab' mein Lieb' verloren, Muß wandern tief im Schnee. Das Glück läßt sich nicht jagen Von jedem Jägerlein, Mit Wagen und Entsagen Muß drum gestritten sein.

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854

Willst du Kleeblätter essen, mußt du auf den Mai warten.

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Das allergrößte Glück genießt: Wer mit sich selbst zufrieden ist. Dies Glück erreichst du jederzeit Durch Ordnung und durch Tätigkeit.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Glück ist ein Entschluss.

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Danach Es wird nach einem happy end im Film jewöhnlich abjeblendt. Man sieht bloß noch in ihre Lippen den Helden seinen Schnurrbart stippen – da hat sie nu den Schentelmen. Na, un denn –? Denn jehn die beeden brav ins Bett. Na ja ... diß is ja auch janz nett. A manchmal möcht man doch jern wissn: Wat tun se, wenn se sich nich kissn? Die könn ja doch nich imma penn ... ! Na, un denn –? Denn säuselt im Kamin der Wind. Denn kricht det junge Paar 'n Kind. Denn kocht sie Milch. Die Milch looft üba. Denn macht er Krach. Denn weent sie drüba. Denn wolln sich beede jänzlich trenn ... Na, un denn –? Denn is det Kind nich uffn Damm. Denn bleihm die beeden doch zesamm. Denn quäln se sich noch manche Jahre. Er will noch wat mit blonde Haare: vorn doof und hinten minorenn ... Na, un denn –? Denn sind se alt. Der Sohn haut ab. Der Olle macht nu ooch bald schlapp. Vajessen Kuß und Schnurrbartzeit – Ach, Menschenskind, wie liecht det weit! Wie der noch scharf uff Muttern war, det is schon beinah nich mehr wahr! Der olle Mann denkt so zurück: wat hat er nu von seinen Jlück? Die Ehe war zum jrößten Teile vabrühte Milch un Langeweile. Und darum wird beim happy end im Film jewöhnlich abjeblendt.

Tucholsky, Werke 1907-1935. In: Die Weltbühne, 01.04.1930, Nr. 14 (Theobald Tiger), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Es gibt unter allem Erdenweh kaum Jammervolleres, als wenn ein vollempfundenes, reines Glück von derselben Hand zerstört wird, die es gereicht. Da ist ja alles hin, nicht die Zukunft nur, auch die Vergangenheit, jede Erinnerung gleichsam erwürgt, jede Gabe, die voll Wonne an’s Herz gedrückt worden, plötzlich verschwunden wie Hexengold.

Godin, Das Bild ohne Gnade, 1873