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26202 Sprüche gefunden
Der Mensch ist verehrungswürdig, der den Posten, wo er steht, ganz ausfüllt. Sei der Wirkungskreis noch so klein, er ist in seiner Art groß. Wie ungleich Gutes würde geschehen, und wieviel glücklicher würden die Menschen sein, wenn sie auf diesen Standpunkt gekommen wären!
Ich arbeite nach dem Prinzip, daß man niemals etwas selbst tun soll, was jemand anderer für einen erledigen kann.
Lasst uns arbeiten, ohne zu vernünfteln, [...] das ist das einzige Mittel, sich das Leben erträglich zu machen.
In der Arbeit ist das Wissen aller religiösen Grundbegriffe enthalten, die unsere Gesellschaft lebensfähig macht.
Heitere Gelassenheit, Gesundheit und Wohlstand begleiten den Wunsch, sich durch Arbeit zu erheben...
Die Arbeit ermüdet den Toren, der nicht einmal weiß, in die Stadt zu gehen.
Der goldene Tod. Kein Wind im Segel, die See liegt still - kein Fisch doch, der sich fangen will! So ziehen die Netze sie wieder herein und murren, schelten und fluchen drein. Da neben dem Kutter wird's heller und licht wie weißliches Haar, wie ein Greisengesicht, und ein triefendes Haupt taucht auf aus der Flut: »Ei, drollige Menschlein, ich mein's mit euch gut - Ich gönn' euch von meiner Herde ja viel, doch heut ist mein Jüngster als Fisch beim Spiel, den mußt' ich doch hüten, ich alter Neck, drum jagt ich sie all miteinander weg - doch schickt ihr den Jungen mir wieder nach Haus, so werft nur noch einmal das Fangzeug aus: Der schönste ist mein Söhnchen klein, das übrige mag euer eigen sein!« Hei, flogen die Netze jetzt wieder in See! Ho, kaum, daß ihr' Lasten sie brachten zur Höh'! Wie lebende Wellen, so fort und fort von köstlichen Fischen, so quoll's über Bord. Und patscht und schnappt und zappelt und springt - und bei den Fischern, da tollt's und singt. Nun plötzlich blitzt es - seht: es rollt ein Fisch über Bord von lauterem Gold! Eine jede Schuppe ein Geldesstück! Wie edelsteinen, so funkelt's im Blick! Die Kiemen sind aus rotem Rubin, Perlen die Flossen überziehn, mit eitel Demanten besetzt, so ruht auf seinem Häuptlein ein Krönchen gut, und fürnehm wispert's vom Schnäuzlein her: »Ich bin Prinz Neck, laßt mich ins Meer!« Den Fang ins Meer? Sie rühren ihn an, die Fischer, und tasten und stieren ihn an. »Laßt mich ins Meer!« Sie hören nicht drauf. »Laßt mich ins Meer!« Sie lachen nur auf. Sie wägen das goldene Prinzlein ab, sie schätzen's und klauben ihm Münzlein ab - Wie wiegt das voll, wie gleißt das hold! Sie denken nichts weiter, - sie denken nur Gold. Und seht: ein Goldschein überfliegt jetzt alles, was von Fisch da liegt, und wandelt's, daß es klirrt und rollt: Seht all die Fische werden Gold! Sinkt das Schiff von blitzender Last? »Schaufelt, was die Schaufel faßt!«... Wie lustiges Feuerwerk sprüht das umher - dann rauscht über alles zusammen das Meer.
In Deutschland arbeiten die Arbeiter, damit die Angestellten etwas zu schreiben haben.
Vernünftige Wesen, berufen an ein und derselben Arbeit gemeinsam zu wirken, erfüllen im gemeinsamen Weltleben die Bestimmung, welche die Glieder am menschlichen Körper erfüllen. Sie sind für ein vernünftiges Zusammenwirken geschaffen. Im Bewußtsein, daß man das Glied einer großen, geistigen Brüderschaft ist, liegt etwas Aufmunterndes und Tröstendes.
Winterwanderung (Aus den Liedern vom Maurergesellen) Nicht mir hab' ich gebaut; dies Dach wird eines andern. Wer's Glück hat, holt die Braut und kauft Brabant und Flandern. Ade, ade, du schmuckes Haus, ich greif' zum Stab und zieh' hinaus, muß weit und weiter wandern. Muß wandern kreuz und quer, durch Stadt und Dorf mich winden; mein Säckel wird so leer, und Wams und Stiefel schwinden. Ich hab' gebaut so manches Dach; das eigne Haupt zu bergen, mag ich nun kein Plätzchen finden. Kein Meister, der mich dingt, wo ich auch zugesprochen; der arge Winter bringt die langen Feierwochen. Die Welt wird still, die Arbeit ruht, ich armes heimatloses Blut muß rings vergeblich pochen. Schon streicht ein harter Frost auf dem bereiften Rasen, und scheltend kommt aus Ost ein Schneewind hergeblasen, die wilden Wanderschwäne schrei'n, ach Gott, wie bin ich gar allein, allein auf fremden Straßen! Doch Herz, dein Trost ist nah! Wenn jede Tür verschlossen, du zählst den Herrgott ja zu deinen Zunftgenossen. Der Meister, der die Kuppel baut, die sterndurchflammt dort oben blaut, der wird dich nicht verstoßen.
Bei der Arbeit magst du singen, Das verleiht der Arbeit Schwingen. Ein Anfang ist kein Meisterstück, Doch guter Anfang halbes Glück.
Nicht die Freude, nicht die Ruhe ist Lebenszweck, Arbeit ist es, oder es gibt überhaupt keinen Zweck.
Man muß arbeiten, wenn nicht aus Lust an der Arbeit, dann aus Verzweiflung, denn, wenn man es recht bedenkt, ist die Arbeit doch schließlich weniger langweilig als das Vergnügen.
Indem alle verpflichtet sind zu arbeiten, haben alle das gleiche Interesse, drei Bedingungen bei der Arbeit erfüllt zu sehen. Erstens, daß die Arbeit im Zeitmaß mäßig sei.... zweitens, daß sie möglichst angenehm ist und Abwechslung bietet; drittens, daß sie möglichst ergiebig ist, weil davon das Maß der Arbeitszeit und das Maß der Genüsse abhängt.