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26202 Sprüche gefunden
O wie lieb ist die Arbeit, wenn man dabei an was Liebes zu denken hat und sicher ist, am Sonntag mit ihm zusammen zu sein.
Man soll nur seine Arbeiten so gut und so mannigfaltig machen als man kann, damit sich jeder etwas auslese und auf seine Weise daran Theil nehme.
Ja, Bewegung ist eine Realität, … denn Bewegung ist nichts anderes als Leben. Realität und Leben sind eins, darum ist die Arbeit ein Hauptelement des Lebens und Tätigkeit das untrüglichste Kennzeichen der Realität.
Die Ruhe, die Tatenlosigkeit ist gut und reizend, aber das Schaffen, das Hervorbringen hat tausendfältiges Lächeln.
Wer freudig tut und sich des Getanen freut, ist glücklich.
Die Heinzelmännchen zu Köln Wie war zu Köln es doch vordem Mit Heinzelmännchen so bequem! Denn, war man faul,... man legte sich Hin auf die Bank und pflegte sich: Da kamen bei Nacht, Ehe man's gedacht, Die Männlein und schwärmten Und klappten und lärmten, Und rupften Und zupften, Und hüpften und trabten Und putzten und schabten... Und eh ein Faulpelz noch erwacht,... War all sein Tagewerk... bereits gemacht! Die Zimmerleute streckten sich Hin auf die Spän' und reckten sich. Indessen kam die Geisterschar Und sah was da zu zimmern war. Nahm Meißel und Beil Und die Säg' in Eil; Und sägten und stachen Und hieben und brachen, Berappten Und kappten, Visierten wie Falken Und setzten die Balken... Eh sich's der Zimmermann versah... Klapp, stand das ganze Haus... schon fertig da! Beim Bäckermeister war nicht Not, Die Heinzelmännchen backten Brot. Die faulen Burschen legten sich, Die Heinzelmännchen regten sich - Und ächzten daher Mit den Säcken schwer! Und kneteten tüchtig Und wogen es richtig, Und hoben Und schoben, Und fegten und backten Und klopften und hackten. Die Burschen schnarchten noch im Chor: Da rückte schon das Brot,... das neue, vor! Beim Fleischer ging es just so zu: Gesell und Bursche lag in Ruh. Indessen kamen die Männlein her Und hackten das Schwein die Kreuz und Quer. Das ging so geschwind Wie die Mühl' im Wind! Die klappten mit Beilen, Die schnitzten an Speilen, Die spülten, Die wühlten, Und mengten und mischten Und stopften und wischten. Tat der Gesell die Augen auf,... Wapp! hing die Wurst da schon im Ausverkauf! Beim Schenken war es so: es trank Der Küfer bis er niedersank, Am hohlen Fasse schlief er ein, Die Männlein sorgten um den Wein, Und schwefelten fein Alle Fässer ein, Und rollten und hoben Mit Winden und Kloben, Und schwenkten Und senkten, Und gossen und panschten Und mengten und manschten. Und eh der Küfer noch erwacht, War schon der Wein geschönt und fein gemacht! Einst hatt' ein Schneider große Pein: Der Staatsrock sollte fertig sein; Warf hin das Zeug und legte sich Hin auf das Ohr und pflegte sich. Das schlüpften sie frisch In den Schneidertisch; Da schnitten und rückten Und nähten und stickten, Und faßten Und paßten, Und strichen und guckten Und zupften und ruckten, Und eh mein Schneiderlein erwacht: War Bürgermeisters Rock... bereits gemacht! Neugierig war des Schneiders Weib, Und macht sich diesen Zeitvertreib: Streut Erbsen hin die andre Nacht, Die Heinzelmännchen kommen sacht: Eins fähret nun aus, Schlägt hin im Haus, Die gleiten von Stufen Und plumpen in Kufen, Die fallen Mit Schallen, Die lärmen und schreien Und vermaledeien! Sie springt hinunter auf den Schall Mit Licht: husch husch husch husch! - verschwinden all! O weh! nun sind sie alle fort und keines ist mehr hier am Ort! Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn, Man muß nun alles selber tun! Ein jeder muß fein Selbst fleißig sein, Und kratzen und schaben Und rennen und traben Und schniegeln Und biegeln, Und klopfen und hacken Und kochen und backen. Ach, daß es noch wie damals wär! Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!
Wahre Lebensart. Wer den Freund aufrichtig empfängt, Verwandte mit Achtung, Frauen mit Höflichkeit, Arme mit Gaben und Gunst, Stolze mit Demut, irrende Menschen mit sanfter Belehrung, Weise nach ihrem Gemüt, der ist der freundliche Mann.
Das Tier taugt zu allem, was es soll, vollkommen, der Mensch zu nichts recht, als was er lernt, liebt und übt.
Erwin: Auf dem Land und in der Stadt Hat man eitel Plagen! Muß ums Bißchen, was man hat, Sich mitm Nachbarn schlagen. Rings auf Gottes Erde weit Ist nur Hunger, Kummer, Neid, Dich hinauszutreiben. Bernardo: Erdennot ist keine Not, Als dem Feig' und Matten. Arbeit schafft dir täglich Brot, Dach und Fach und Schatten. Rings, wo Gottes Sonne scheint, Findst ein Mädchen, findst einen Freund, Laß uns immer bleiben!
Kannst du nicht Dombaumeister sein, Behaue als Steinmetz deinen Stein; Fehlt dir auch dazu Geschick und Verstand, Trage Mörtel herbei und Sand!
Ich freu' mich des Gedankens: Mir liegt nicht ob, den Weltenlauf zu lenken; Ich habe nur die Arbeit zu entdecken Und froh zu tun, die Gott für mich bestimmt hat.
Beschäftigung ist manchem lieb und wert, Gemächlich will er dies und das verrichten; Das Tasten und das Tappen frommt mitnichten, Nur saure Arbeits ist's, die ehrt und nährt.
Es sei dir allzeit rechter Ernst, Was du auch tust, treibst, sinnest, lernst! Die Halbheit taugt in keinem Stück, Sie tritt noch hinters Nichts zurück.
Ich habe selten Gott um das gebeten, was die Menschen »Glück« nennen. Ich bitte meist nur – meist: denn wir haben schwächere Stunden – meist nur um die Kraft und Freudigkeit, meine Bestimmung zu erfüllen. Darin wird sie mit der Zeit immer zäher; alle anderen Güter und Begehrlichkeiten verblassen daneben. Kommt dann jedoch von außen her dies und jenes Angenehme, so nimmt man das überrascht und dankbar an, als eine ungesuchte Gnade.
Willst Gutes du und Schönes schaffen, Das lebensvoll das Leben mehre, Mußt du dich ernst zusammenraffen Und darfst nicht scheu'n der Arbeit Schwere. Da hilft kein Schwärmen bloß und Hoffen, Kein Traum von künftiger Entfaltung; Nein, ringen mußt du mit den Stoffen, Und stark sie zwingen zur Gestaltung.
Du pflückst die Frucht aus deiner Ahnen Saaten; aus ihren Wünschen ward dein Heut'. Für ferne Enkel rührst du deinen Spaten; in deiner Brust wird ihr Geschick betreut.
Wenn das, was der Mensch besitzt, von großem Wert ist, so muß man demjenigen, was er tut und leistet, noch einen größern zuschreiben.