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26202 Sprüche gefunden

Das Widrigste von allen Dingen, Womit der Mensch den Menschen plagt, Ist, das für Glück ihm aufzudringen, Was seiner Neigung nicht behagt. Natur bereitet allen Gästen Ein großes, wechselreiches Mahl, Das Gute tischt sie auf, zum Besten Wird Gutes erst durch freie Wahl.

Bürde, S. G., Gedichte. Aus: Der Zufriedene

Halte nur die Augen offen: einmal naht auch dir das Glück! Halt' es fest! Wenn es entflogen, kommt es nicht so leicht zurück. Mancher steht mit nassen Augen und mit leeren Händen da, der Phantomen nachgestürmet und sein goldnes Glück nicht sah.

Tonger (Hg.), Lebensfreude. Wollen u. Wirken. Unser Leben. Sprüche und Gedichte, gesammelt von P. J. Tonger (Ausgabe der ersten drei Einzelbändchen in einem Bande), Köln, um 1917. Lebensfreude

Wer das Unglück nicht kennt, lernt nicht das Glück ergreifen und festhalten.

Assing (Hg.), Briefwechsel zwischen Rahel und David Veit. Aus dem Nachlaß Varnhagen's von Ense, 2 Bde., 1861

Das Glück ist viel unparteiischer, als man glaubt.

Coutelle (Hg.), Pharus am Meere des Lebens. Anthologie für Geist und Herz, hg. von Carl Coutelle [I. Ausgabe], 4., sehr verbesserte und vermehrte Auflage 1858 (EA: 1833)

Glückliches Glück, daß du blind bist! Du würdest verzweifeln, wenn dir plötzlich die Augen über deine Günstlinge aufgingen!

Weisser, Sämtliche prosaische Werke. Zweyte wohlfeilere Ausgabe, Stuttgart 1822

Ewig! Aus tausend Knospen bricht die Kunde: Es ist nur Täuschung aller Tod! So klingt es schmetternd in der Runde, So spricht das gold'ne Morgenroth. Wir stehen unter Blütenbäumen – Mit Jubel denk' ich's, daß du mein, Und rufe laut in sel'gen Träumen: O dieses Glück muß ewig sein! Da fallen welke Blüten nieder, Es schauert leis der Lenz im Wind: Ja, ewig! sagst du lächelnd wieder Und blickst auf unser spielend Kind.

Bern (Hg.), Deutsche Lyrik seit Goethe's Tode, 1878. Originaltext

Das Goldkorn uns'res Lebens, Das wir das Glück stets nennen, – Wir suchen es vergebens, Weil Blendungen uns trennen; Doch Selbsterkenntniß, Menschenkunde, Die unsern Blick erhellen, Sie geben von dem Glück uns Kunde, Und zeigen uns die Stellen – Wo's tief im eig'nen Herzen wohnt, Und dauernd den Bescheid'nen lohnt.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Such' nicht in Gold und Perlenreih'n Das Glück, es will gesponnen sein.

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898

Es gibt weder Glück noch Unglück auf dieser Welt, es gibt nur eine Vergleichung eines Zustandes mit einem anderen, und mehr nicht.

Dumas, Der Graf von Monte Christo (Le Comte de Monte-Cristo), 1844-46

In der Schönheit Gebiet sind wir die freiesten Bürger, Doch da wir sonst nichts sind, sehet, so sind wir nicht viel. Alle die andern, sie haben zu tragen, zu tun, zu bedeuten, Wir, das glückliche Volk, brauchen sonst nicht als zu sein.

Goethe, J. W., Gedichte. In: Goethe, Gedenkausgabe der Werke, Briefe und Gespräche, Artemis Verlag, Zürich 1948-1954, II, 514

Fortuna lächelt so wenigen Menschenkindern; die meisten von ihnen lacht sie aus.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Und vor allem ist die Vorstellung vom Glück als einer positiven Empfindung schon falsch, während es nur Abwesenheit des Schmerzes ist, höchstens mit einem leisen Gefühl des Wachstums verbunden.

Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

Briefwechsel Im Garten, heute morgen, Als ich deinen Brief erbrach, Fand ich drin verborgen Ein Rosenblatt. Ein Rosenblatt, deinen Locken entsunken. Als ich es trunken Mit den Lippen berührte, Kam ein Windhauch und entführte Den holden Gast. Nun segelt es lustig zu dir zurück. Gleich einer Krone trägt es mein Glück Auf tiefrotem Samt – und erblaßt.

Liliencron, D., Gedichte. Ausgewählte Gedichte, 1922

So zärtlich wir auch Freunde und Verwandte lieben, das Glück der anderen reicht doch nicht aus, das unsere zu machen.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Aber eben, das ist das Unglück, daß die Leute durch das G’fell (glücklicher Zufall) glücklich werden wollen und nicht durch ein frommes Leben, bei dem der Segen Gottes ist. Da ist’s nun ganz recht, daß die, welche nur auf das G’fell warten, vom G’fell betrogen werden, bis sie wieder zur Erkenntnis kommen, daß am G’fell nichts, aber an Gottes Segen alles gelegen sei.

Gotthelf, Uli der Knecht (Originaltitel: Wie Uli der Knecht glücklich wird. Eine Gabe für Dienstboten und Meisterleute), 1841

Die meisten wären glücklich, wenn sie alles verkehrt gemacht hätten.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Mit Koffern, Schachteln, Reisesäcken Dein Glück zu suchen ziehst du aus? Freund, nimm den leichten Wanderstecken, Du bringst es wahrlich eh'r nach Haus.

Geibel, E., Gedichte. Gedichte und Gedenkblätter, Stuttgart 1865

Wie süß der Ton der Zither erklingt Am nebligen Morgen! Er weckt in mir ein Sehnen nach Glück Und lieblichen Sorgen. Des Lebens holde Freuden, sie stehn So licht vor dem Herzen! Da denk' ich der geschwundenen Zeit Mit Trauer und Schmerzen. So wenig Stellen auf weitem Gebiet, Die freundlich mir lachen! – Ich hätte können glücklicher sein – Und glücklicher machen.

Meyr, Vier Deutsche. Politischer Roman, 3 Bde., 1861

Jeder Mensch hateinenglücklichen Moment, bei Vielen ist es aber leider erst – derletzte!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1869

Glaub' an dein Glück: so erlangst du es.

Fleischer (Übers.), Ali's Hundert Sprüche, arabisch und persisch paraphrasiert von Reschideddin Watwat nebst einem doppelten Anhange arabischer Sprüche, hg. und übersetzt von M. Heinrich Leberecht Fleischer 1837. Anhang. Arabisches Sprichwort Nr. 27

Das Glück (An meine liebe Frau Therese) Das Glück, das immer vor mir schwand, Das ich verfolgte sonder Ruh', – Erreicht nun hab ich's ganz erkannt: Das Glück – bist du. –

Dahn, F., Gedichte