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26202 Sprüche gefunden

Der Winter will eine Decke haben, das Alter aber unangefochten sein.

Stobaios, Eclogae und Florilegium (antike Sammlung von Exzerpten und Lehrmeinungen)

Ist das Alter entfernt, wer wünscht es nicht? Kommt es denn endlich, Tadelt es jeder; als Schuld dünkt es uns schöner zu sein.

Haug/Weisser (Hg.), Epigrammatische Anthologie, 10 Bde., 1807-1810

Alte Bäume behämmert der Specht am meisten.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Bevor ich ein alter Mann wurde, war ich darauf bedacht, würdig zu leben, jetzt im Alter richtet sich mein Streben darauf, würdig zu sterben.

Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Moralische Briefe an Lucilius

Es ist eine traurige Stärke des Alters, dass es auf alles verzichten kann.

Pauly, Aphorismen, 1905

Nichts macht so alt als der Eifer, jung zu scheinen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

"Die Zeit heilt alle Wunden", ist Dein Wahn? O Freund, fang' doch zu überlegen an, Und Du gelangst zu ganz and'rer Kunde. Hat – neben Vielem, was dem Menschen droht – Hat je die Zeit geheilt des Alters Noth, Und ist das Alter nicht die schlimmste Wunde?

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wenn man alt ist, denkt man über die weltlichen Dinge anders, als da man jung war.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 6. Dezember 1829

Ich hatte mir das Alter immer reizend und viel reizender als die früheren Lebensepochen gedacht, und nun, da ich dahin gelangt bin, finde ich meine Erwartungen fast übertroffen.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 9. Juli 1824

Man gewinnt keine Freunde mehr im Alter; dann ist jeder Verlust unersetzlich.

Vauvenargues, Nachgelassene Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Die Lebenstage der Menschen gleichen den sybellinischen Büchern: Je weniger davon übrig sind, desto kostbarer werden sie.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Vor Zeiten zu Jerusalem Da lebt' ein weiser König, Blieb schuldig keine Antwort wem, Er liebt' und trank nicht wenig; Doch als er alt geworden war, Gebeugt der stolze Scheitel, Die Waden dünn, schneeweiß das Haar, Papier statt Gold im Beutel – Da schrie er in Jerusalem: 's ist Alles, Alles eitel!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Greise, die besonnen und weder grämlich noch unfreundlich sind, haben ein erträgliches Alter, Schroffheit aber und Unfreundlichkeit machen jedes Alter lästig.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Originaltext: Moderati enim et nec difficiles nec inhumani senestolerabilem senectutem agunt, importunitas autem et inhumanitas omni aetati molesta est

Willst du im Alter glücklich sein, mußt du vergessen, was du in der Jugend versäumt hast!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Es ist ein Jammer, daß die Zeit so kurz ist zwischen der Spanne, wo man zu jung, und jener, wo man zu alt ist.

Montesquieu, Meine Gedanken (Mes pensées), 1899-1901 (posthum), übersetzt von Fritz Schalk. Über das Glück

Die besten Jahre kommen, wenn die guten fort sind.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das entzückende Gefühl des richtigen Alters: "Wenn ich den Krempel um mich her ansehe und mir sagen darf, das brauchst du ja nicht mehr!"

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Der Genuß der Ruhe und heitern Betrachtungen ersetzt dem Greise besserer Art alles Feuer seiner Jugend, und je stürmischer seine Leidenschaften waren, desto höher schätzt er die Unabhängigkeit von der Welt [...].

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Das Alter (Schluss)

Nichts gewinnt so sehr durch das Alter wie Brennholz, Wein, Freundschaften und Bücher.

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Fromm in der Jugend, ein Teufel im Alter.

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Ab Fünfzig macht die Arbeit weniger Spaß, aber der Spaß immer mehr Arbeit.

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