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26202 Sprüche gefunden

Die Jugend hasst das Alter, weil es sie zu hemmen droht; das Alter hasst die Jugend, weil sie den Besitz bedroht.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Wir werden alt, sobald wir aufhören zu lieben und zu vertrauen.

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Gut alt werden heißt: Ich habe gelernt zu verlieren.

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Auch wenn uns unsere Jugend Liebe und Blumen gab, das Alter läßt uns Freunde und Wein haben.

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Das Alter ist kein besonders interessantes Thema. Jeder kann ein Greis werden. Das, was du zu tun hast, ist einfach: viel leben.

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Was ist schlimmer als sterben? Sich überleben!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Auch wenn der Ast vertrocknet ist, die Wurzel ist immer grün.

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Es kleidet nicht jeden Menschen das Alter und nicht jede Landschaft der Schnee.

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Wenn der Geist frisch ist, ist es für den Körper eine Schmach, zu zerfallen.

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Mir bleibt genug! Es bleibt Idee und Liebe!

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814 - 1819. Buch der Betrachtungen

Die Greisin Weiße Freundinnen mitten im Heute lachen und horchen und planen für morgen; abseits erwägen gelassene Leute langsam ihre besonderen Sorgen, das Warum und das Wann und das Wie, und man hört sie sagen: Ich glaube –; aber in ihrer Spitzenhaube ist sie sicher, als wüßte sie, daß sie sich irren, diese und alle. Und das Kinn, im Niederfalle, lehnt sich an die weiße Koralle, die den Schal zur Stirne stimmt. Einmal aber, bei einem Gelache, holt sie aus springenden Lidern zwei wache Blicke und zeigt diese harte Sache, wie man aus einem geheimen Fache schöne ererbte Steine nimmt.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Neue Gedichte. Der neuen Gedichte anderer Teil, 1908

Der Naturkreis Alles, du Ruhige, schließt sich in deinem Reiche, so kehret Auch zum Kinde der Greis, kindisch und kindlich, zurück.

Schiller, F., Gedichte. Erstdruck 1797

Ein Balg Die alte Frau hat ein hartes Gesicht, Doch kluge, sanfte Augen, Die wenig mehr beim Pfenniglicht Und nicht zum Weinen taugen. Sie war ein Balg … Als Findelkind Verlass'ner als die Armen, Bat weder Herren noch Gesind Um Futter und Erbarmen. Sie griff fest zu und schaffte stramm Wie ehrbar ernste Leute, Daß nie sie Unverdientes nahm Erfreut das Weib noch heute. Sie zeigt auch jetzt mit Bauernstolz Erdarbte Talerscheine: "Die sind mein unverbranntes Holz, Meine ungetrunknen Weine… Die sind mein ungegessenes Brot, Auf jedem steht geschrieben: Ein Alter ohne Schand' und Not… Und was mir Gott schuldig geblieben."

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Fürwahr, wir sind alt geworden und finden größern Spaß und mehr Geschmack an langausgesponnenen, nichtigen Tändeleien als an den kurz abgefertigten Narrenstreichen unserer Jugend, zumal wir jetzt länger daran zu zehren haben.

Balzac, Tolldreiste Geschichten (Les contes drolatiques), 1832-37 (dt. 1908)

Das ist das Ärgste, im Alter leiden um einer Jugendtorheit willen.

Ebner-Eschenbach, Das Gemeindekind, 1887

Jugend ordnet unter Begriffe, das Alter unter Erlebnisse.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Das Alter ist ein heiklig' Haus Und fängt bald an zu wanken: Dem einen geh'n die Haare aus, Dem Andern die Gedanken.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das Alter ist unheilbar.

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Die Vierzig sind ein schreckliches Alter. Weil es das Alter ist, wo wir das werden, was wir sind.

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Das Alter muß docheinenVorzug haben, Daß wenn es auch dem Irrtum nicht entgeht, Es doch sich auf der Stelle fassen kann.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 4. Szene, Antonio zu Leonore

Jedem Alter sind gewisse Neigungen und leidenschaftliche Triebe eigen.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Zweiter Teil, 1. Kapitel, 1.