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26202 Sprüche gefunden
Juni Ich lebe nun mein Leben in Gedanken, Lebendiger als in der Tat es war, Gehoben seh ich Hemmungen und Schranken, Hinweggeräumt Verlockung und Gefahr: Daß doch so gut es ging, Gott muß ich's danken, Nicht besser konnt' es gehn, viel schlimmer gar.
Ich kann nicht mehr recht sehen, ich kann nicht mehr recht hören, ich kann nur noch lieben.
Ich bin der Alte, sogar im Alter.
Stumpf werde ich wohl nicht so leicht werden, aber matt und müde.
Erwirb dir in der Jugend ein Alter im Geist, und du wirst im Alter eine Jugend im Herzen tragen.
Wie die Jugend aus sich heraussingt, so singt das Alter in sich hinein.
Der Jugend gehört die Welt. Im mittleren Alter hat man nur noch Verpflichtungen. Im Alter landet man in der Abstellkammer des Lebens.
Indes des Lebens dünner Zwirn verschleißt, Der Erbe lauert und die Gicht uns beißt.
Bei Gott! dachte er, ich werde alt. Warum hier?
Neue Ideen, moderne Richtungen, finden bei alten Menschen keinen Beifall. Ihnen gefällt zu glauben, daß die Welt sich nicht verbessert, sondern verschlechtert hat, weil sie aufgehört haben, jung zu sein.
Selten ist derselbe Mensch glücklich und alt.
Alles altert und verjüngt sich wieder. Warum sind wir ausgenommen vom schönen Kreislauf der Natur? Oder gilt er auch für uns?
Gegen meine 60 Jahre hätte ich viel einzuwenden, wenn es ein anderes Mittel gäbe, leben zu bleiben, als das, alt zu werden.
Wir Alten stehen euch Jungen nach. Wenn der Vater euch nicht gleich zu Willen ist, so sagt ihr ihm ins Gesicht: "Bist du nicht auch einmal jung gewesen?" Der Vater aber kann zum unverständigen Sohn nicht sagen: "Du bist auch einmal alt gewesen!"
Unseliger! Besonnenheit gab selbst die Zeit dir nicht, nur Torheit kam zu Jahren!
Ich wollte das Alter gern der Jugend gleichsetzen, wenn es nur nicht die Enge der Bewegung, die Schwere der Erinnerung, die Bitternis der Erfahrung hätte.
Wir begreifen die Ruinen nicht eher, als bis wir selbst Ruinen sind.
Häßlich grinst das Alter und Verderben, der Jugend Lebensdurst und das Gesicht der Erben.