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26202 Sprüche gefunden
O meiner Jugend Sonnenschein, Du Himmel reinsten Blau's! Jung – lebt' ich in den Tag hinein, Alt – aus dem Tag hinaus.
Der Gedanke, alt zu werden, ist umzusetzen in die Worte: "Da wurden ihre Augen aufgetan!"
Aus einem Altenheim kann man entweder ein Wartezimmer des Todes oder einen Ruheraum des Lebens machen, das hängt vom Bauherrn ab.
Später Dank und späte Freuden gleichen der Wintersonne: sie wärmen wenig und wecken müde Kräfte.
Das Alter ist eine Krankheit, daran man sterben muss.
Es steht bedenklich mit uns, wenn wir erst anfangen der Welt und dem Arzt interessant zu werden.
Es weinet die Jugend, es weinet das Alter; aber dort tauet der Morgen, hier nur der Abend!
Nicht die jungen Glieder sind's, In denen sich ein Witt'rungswechsel meldet, Die alten Knochen spüren ihn zuerst!
Das Alter ist ein grausames Urteil über alle oberflächlichen Weltanschauungen.
Wenn das Herz jung bleibt, ist es ein schweres Los, den Veränderungen durch das Alter unterworfen zu werden.
Wenn man merkt, dass man älter wird, fängt man schon an alt zu werden.
Das Wort: "Sie werden alt!" wird nur als Prophezeiung gern gehört.
Wenn ein gereifter Mann sich jugendlich benimmt, sagt man von ihm: Er ist noch ganz der Alte.
Die Greise gleichen darin den Kindern, daß sie sich von einem neuen Glücke schnell hinreißen lassen, allein wenn sie es verlieren, so vermögen sie sich nicht darüber zu trösten wie die Kinder, sondern werden wieder Greise und sterben.
In der Jugend ist man bei seinen Eltern, in späteren Jahren bei seinen Kindern, und im Alter allein.
Die alten Wohlbekannten alle weg; die damals Jungen, darunter ich, jetzt alt und auch rücksichtslos so genannt, wie's denn auch wahr ist. Dahinter der junge Nachschub, bereit, seine Vordermänner bei passender Gelegenheit in schwarze Kisten zu verpacken und in's Suterräng zu bringen. Es geht schnell, wenn man so umschaut. Man betrachtet mit Wehmuth das spielende Kindervolk, mit staunender Genugthuung sehr Alte, die es ausnahmsweise so lang ausgehalten, ohne schwach zu werden.
Mancher wird umso bissiger, je mehr ihm die Zähne ausgehen.
Vier Dinge, die das Leben verlängern Vier Dinge machen lang den Lebenspfad, Drum hör', o teure Seele, meinen Rat. Zuerst, das Ohr an holdem Klang ergetzen, Das Aug an mondgleich holder Schönheit letzen, Und drittens, Sicherheit für Gut und Leben; Das Alles wird dem Leben Dauer geben. Wem endlich, was er unternimmt, gelingt, Der sicher es zu hohem Alter bringt.