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26202 Sprüche gefunden

O meiner Jugend Sonnenschein, Du Himmel reinsten Blau's! Jung – lebt' ich in den Tag hinein, Alt – aus dem Tag hinaus.

Heyse, Spruchbüchlein, 1885

Älter ward ich, doch klüger nicht, Reicher allein an Jahren.

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Der Gedanke, alt zu werden, ist umzusetzen in die Worte: "Da wurden ihre Augen aufgetan!"

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Aus einem Altenheim kann man entweder ein Wartezimmer des Todes oder einen Ruheraum des Lebens machen, das hängt vom Bauherrn ab.

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Später Dank und späte Freuden gleichen der Wintersonne: sie wärmen wenig und wecken müde Kräfte.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Das Alter ist eine Krankheit, daran man sterben muss.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Es steht bedenklich mit uns, wenn wir erst anfangen der Welt und dem Arzt interessant zu werden.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Es weinet die Jugend, es weinet das Alter; aber dort tauet der Morgen, hier nur der Abend!

Jean Paul, Herbst-Blumine oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften, 3 Bde., 1810-20. Erstes Bändchen. II. Meine Miszellen. 3. Polymeter. Aus: Die doppelten Thränen

Nicht die jungen Glieder sind's, In denen sich ein Witt'rungswechsel meldet, Die alten Knochen spüren ihn zuerst!

Hebbel, Gyges und sein Ring. Eine Tragödie in fünf Akten, Erstdruck 1856, uraufgeführt 1889. 1. Akt, Thoas

Das Alter ist ein grausames Urteil über alle oberflächlichen Weltanschauungen.

Hilty, Für schlaflose Nächte, 1901

Wenn das Herz jung bleibt, ist es ein schweres Los, den Veränderungen durch das Alter unterworfen zu werden.

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Wenn man merkt, dass man älter wird, fängt man schon an alt zu werden.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Das Wort: "Sie werden alt!" wird nur als Prophezeiung gern gehört.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wenn ein gereifter Mann sich jugendlich benimmt, sagt man von ihm: Er ist noch ganz der Alte.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Greise gleichen darin den Kindern, daß sie sich von einem neuen Glücke schnell hinreißen lassen, allein wenn sie es verlieren, so vermögen sie sich nicht darüber zu trösten wie die Kinder, sondern werden wieder Greise und sterben.

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Das Alter, sagen sie, beschleiche sie schneller, als sie es gedacht hätten.

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In der Jugend ist man bei seinen Eltern, in späteren Jahren bei seinen Kindern, und im Alter allein.

Stifter, Witiko, 3 Bde., 1865-67

Auch im Herzen beginnt es einmal zu herbsten.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Die alten Wohlbekannten alle weg; die damals Jungen, darunter ich, jetzt alt und auch rücksichtslos so genannt, wie's denn auch wahr ist. Dahinter der junge Nachschub, bereit, seine Vordermänner bei passender Gelegenheit in schwarze Kisten zu verpacken und in's Suterräng zu bringen. Es geht schnell, wenn man so umschaut. Man betrachtet mit Wehmuth das spielende Kindervolk, mit staunender Genugthuung sehr Alte, die es ausnahmsweise so lang ausgehalten, ohne schwach zu werden.

Busch, W., Briefe. An Friedrich August von Kaulbach

Mancher wird umso bissiger, je mehr ihm die Zähne ausgehen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Vier Dinge, die das Leben verlängern Vier Dinge machen lang den Lebenspfad, Drum hör', o teure Seele, meinen Rat. Zuerst, das Ohr an holdem Klang ergetzen, Das Aug an mondgleich holder Schönheit letzen, Und drittens, Sicherheit für Gut und Leben; Das Alles wird dem Leben Dauer geben. Wem endlich, was er unternimmt, gelingt, Der sicher es zu hohem Alter bringt.

Attar, Pendnameh (Das Buch des guten Rates). Übersetzt von Ferdinand Nesselmann, 1871