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26202 Sprüche gefunden

Wie traurig ist das Weinen des Greises! – Nächtlicher Regen, der nicht auf Sonne und klaren Himmel hofft.

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Ein Lied Mir schien, man altert nicht so bald, Man hält sich recht in Schwung Mit Hanteln und Florett, So bleibt der Körper jung. Doch daß das Herz auch alt wird, ach, Wer hätte das gedacht? An Wörtern fehlt's mir nicht, jedoch, Welch Weib ist schon beglückt, Wenn ich nicht mehr in Ohnmacht fall, Sobald ich sie erblickt? Doch daß das Herz auch alt wird, ach, Wer hätte das gedacht? Oh, das Begehren ist noch da, Nur nicht das Herz. Ich hätte Gemeint, daß es den Leib verzehrt Noch auf dem Totenbette, Denn daß das Herz auch alt wird, ach, Wer hätte das gedacht?

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In der Regel fängt man mit fünfzig an, der Welt satt zu werden, mit sechzig ist's die Welt müde mit uns, und im siebenzigsten heißt's Adieu Partie!

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Das Alter

Es gibt eine Art körperlicher Bewegungen, deren unbeholfenes Tempo und mit Gewalt erzwungenes Federn ein gewisses Alter unbarmherzig enthüllen.

Balzac, Tante Lisbeth (La Cousine Bette), 1846

Zu spät Was soll dem Hoffnungslosen Der Zauber im Gemüt? Ach! meines Lebens Rosen Sind alle schon verblüht. Mir wend' nicht zu dein bleiches, Dein holdes Angesicht, Das Glück ist ein zu reiches, Von dem dein Anblick spricht. Mir war's als süße Treue Dein feuchtes Aug' verhieß, Ich säh' des Gottes Reue, Der mich ins Elend stieß.

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Aber ein Jubilar, was hat denn der heute Jubelnswertes erreicht? Das siebenzigste Altersjahr. Ein verwünschter Gewinn! Das heißt einen Erlaubnisschein auf Magenkrebs oder Gehirnerweichung.

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Rückblick Und so sind sie hingeschwunden, Jahre, voll von Leid und Glück, Tief im Innersten empfunden – Lächelnd schau ich jetzt zurück. Jugendgärung ist vorüber, Fühle Ruhe, fühle Kraft; Doch die Unruh' war mir lieber, Die nur einzig zeugt und schafft!

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Ich bin zu alt, um etwas zu tadeln, Doch immer jung genug, etwas zu tun.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 4

Dein Alter setze im Kampfe der Meinungen stets als Dein schwächstes Vorrecht an. Zwar ist es von Gott Dir gewährt, gilt aber als solches vor allem Dir selbst.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Endlos ist ziellos; ungemessene Schätze vergeudet man; erst, indem das Leben an den Tod rückt, empfängt es Gestalt und Schwerkraft.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Laßt zahme Xenien immer walten, Der Dichter nimmer gebückt ist. Ihr ließt verrückten Werther schalten, So lernt nun, wie das Alter verrückt ist.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 4

In der Silbe ›alt‹ strömt der ganze mythologische Fluß Lethe, aus dem die junge Frau Vergessenheit des Gatten schlürft.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Unsre Lebensalter sind die Lebensalter der Pflanze: wir gehen auf, wachsen, blühen, blühen ab und sterben.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Erster Teil. Zweites Buch. II. Das Pflanzenreich unserer Erde in Beziehung auf die Menschengeschichte

Bei meinen Spaziergängen als wankender Greis fällt mir immer der 90jährige Kassier Lechner ein, der, wann man ihn frägt: ob er sich denn so allein zu gehen getraue, immer antwortete: "Ja, wissen's, in jeder meiner Taschen steckt eine Visitenkarte von mir, damit's die Leut gleich wissen, wer ich gewesen bin."

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Es ist schlimm, wenn man merkt, daß man alt wird, aber es ist schlimmer, wenn man es nicht merkt.

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… und nichts ist am Greise so lächerlich wie die Liebe, obwohl sie es außer anderen Wunderdingen oft zuwege bringt, ohne Rücksicht auf die Jahre ein erfrorenes Herz von neuem auflodern zu lassen.

Castiglione, Der Hofmann (Il Libro del Cortegiano), 1528

Mit dem Alter kommt Schlaflosigkeit – ein Wink, daß die Alten wachen sollen über und für die Jüngeren, die schlafen, und nachdenken über und für das Wohl der Unmündigen.

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Höher als die Kunst, mit Anstand alt zu werden, ist die Kunst, mit Anstand alt zu sein.

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Als ich jung war, fürchteten die Kranken mich, jetzt, da ich grau geworden bin, fürchte ich die Kranken.

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Nicht veraltet ist der Alte! Manche Narbe, manche Falte Schrieb die Zeit in ihren Grillen, Wider des Bewohners Willen, Oft mit schwerer Hand An die äußre Wand. In dem Innern stört den Alten Nicht der Polygraphin Walten! Keine Reue soll ihm wehren, Froh den letzten Kelch zu leeren, Den die Liebe kränzt, Hoffnung ihm kredenzt!

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Die spätesten Jahre des Lebens haben eine andere, gewiß oft eine höhere Bedeutung als die früheren, die drücken dem ganzen Leben das Siegel auf.

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