Alter Sprüche
Sprüche über Alter
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Es ist des Alters schöne Weise, die noch übrigen Tage des Lebens in schön geordneter Folge, einen heller, klarer, ungetrübter als den andern, zu erwarten, in gleichem Maße wie das Inwendige geordneter wird, die Leidenschaften gezähmt, das Tun Frucht eines vernünftigen, freien Willens geworden, das Gemüt sich mit Gott und den Menschen versöhnt hat und nun in stiller, schöner Ruhe die Erfüllung der Verheißungen Gottes erwartet, den schönen Gottesfrieden, der über allen Verstand geht.
Ich lernte diesen Spruch am Rheine: Verständnis stellt sich langsam ein; Für letzte Weisheit uhd edelste Weine Muß man bei guten Jahren sein!
Das Alter treibt mit den Haaren sein Spiel, wie der Herbst mit den Blättern.
Die Abenddämmerung ist Morgenrot für die andere Erdenhälfte. Mensch, der du dem Ende entgegenwandelst, gedenke dessen immerdar!
Unwandelbar O fürchte nicht, wenn dir das Alter Vom Haupte Blüt' um Blüte bricht, Daß dann ein Blick, ein trüber, kalter, Fall' auf dein bleiches Angesicht. Wohl blässer wird der äuß're Schimmer, Doch heller wird der inn're Schein; Drum lieber nur und tiefer immer Schau' ich ins Auge dir hinein. Da seh' ich all' die Liebesfülle, Die reicher ward von Jahr zu Jahr; Es dringet durch des Alters Hülle Der Seele Schönheit hell und klar. Da seh' ich nicht die müden Wangen, Der Jahre Furchen seh' ich nicht – Es ist mir strahlend aufgegangen Dein inn'res Engelsangesicht.
Wenn dem früheren Alter Tun und Wirken gebührt, so ziemt dem späteren Betrachtung und Mitteilung.
Es dringet durch des Alters Hülle Der Seele Schönheit hell und klar.
Ehret den Greis, der in Folge seines Alters sein Wissen vergessen hat.
Werde jung alt, so bleibst du lang alt.
Man altert nur von 25 bis 30, was sich bis dahin erhält, wird sich wohl auf immer erhalten.
Frühling im Alter Singen die Vöglein im grünen Wald, Klingen die Bächlein bergunter, Lockt es den Alten mit Lustgewalt, Klopfet das Herz ihm so munter: Denket der Wonnen verschiedener Lenze, Denket der Kränze und denket der Tänze, Fallen auch Tränen herunter. Singet und klinget! Das Heute ist mein. Heut' will ich singen und klingen Lustig mit spielenden Kindern feldein, Fröhlich mit fröhlichen Dingen, Will mir bekränzen die Locken, die greisen: Bald muß ich hinnen und wandern und reisen, Wo mir die Vögel nicht singen.
Erst dann ist man alt, wenn man zu bequem wird, zu genießen.
Jedes Alter kann einen guten Gebrauch vom Leben machen, aber man kennt die Möglichkeiten nur, wenn man dieses Alter durchlebt hat.
Der morsche Stamm des Alters ergrünt noch einmal umrankt von dem Efeu der Erinnerung.
Mit den Jahren begnügt man sich mit immer anspruchsloserem Trost.