Alter Sprüche

Sprüche über Alter

1145 Sprüche in dieser Kategorie

Falsche Reize sind eine Plombe für den Zahn der Zeit.

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Es ist besser, ein altes Kind als ein junger Greis zu sein.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wer nicht ganz verwöhnt und hinlänglich jung ist, findet nicht leicht einen Ort, wo es ihm so wohl sein könnte als im Theater.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 22. März 1825

Das Jahr übt eine heiligende Kraft; was grau vor Alter ist, das ist dem Menschen göttlich.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 1. Akt, 4. Auftritt, Wallenstein

Der aufsteigende Gedankenflug der Jugend verwandelt sich im Alter in ein ruhiges Kreisen in den gewonnenen Höhen.

Pauly, Aphorismen, 1905

Wäre das Alter so weise ohne die Torheit der Jugend?

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Unter den Menschen soll man die alten wählen, unter den Werkzeugen die neuen.

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Erst wenn man alt ist, verstünde man so recht, jung zu sein.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Alt werden heißt sehend werden.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Die Dioskuren, Band 5), 1876

Jugendthorheit ist auch einer von den vielen mißbrauchten und die eigene Schwäche beschönigenden Ausdrücken, denn wir nennen Thorheit gewöhnlich immer dasjenige, was uns nicht mehr reizt oder wozu wir nicht mehr befähigt sind; die Sehnsucht aber, noch gereizt zu werden oder dazu befähigt sein zu können, lebt dessenungeachtet wehmutsvoll in uns fort.

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Die Jugend ist vergessen Aus geteilten Interessen; Das Alter ist vergessen Aus Mangel an Interessen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 5

Und überhaupt, ich hab das Liebesgewerbe anheimgesagt; ich gehör nicht zu die Männer, die den Alten-Weiber-Sommer ihrer Gefühle für Jugendglut halten, die glauben, ihr Herz lebt noch, weil's manchmal Zuckungen macht wie ein galvanisierter Froschschenkel, und 's ist deßtwegen doch schon tot.

Nestroy, Die beiden Herren Söhne, 1845

Es geht uns, wie ichs oft auf dem Felde gesehen habe, daß sie zusammenrücken und aneinanderstehen, wenn es regnet und wittert! Je älter und stiller man in der Welt wird, um so fester und froher hält man sich an erprüfte Gemüter.

Hölderlin, F., Briefe. An seine Schwester, 4. Juli 1798

Manche Runzel in altem Gesicht ist ein Strombett versiegter Tränen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wir werden alt, wenn die Erinnerung uns zu freuen beginnt, wir sind alt, wenn sie uns schmerzt.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Im Alter lassen alle Sinne nach, ausgenommen der Starrsinn.

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Nichts ist ehrwürdiger als ein Greis, der die Prüfungen der Eitelkeit, der Wollust, des Hochmutes, der Rangsucht, des Geldgeizes rüstig überstanden, und seine Argo durch all diese Klippen ohne Leck geführt hat. Die Anzahl solcher Greise ist sehr gering. Die meisten Menschen, die nicht an ein Ruder angeschmiedet, sondern freie Herrn ihres Fahrzeuges sind, bleiben gleich beim Ausfahren an einem jener Riffe hängen.

Jacobs (Hg.), Auswahl aus den Papieren eines Unbekannten, 3 Bde., 1818-22

Altern und Einsamkeit bringen zum Nachdenken und machen den Menschen milder.

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Nicht derjenige ist der älteste, der von der Wiege am weitesten entfernt ist, sondern der, welcher dem Grabe am nächsten steht.

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Die Alten (die Griechen und Römer), sind die einzigen Alten, die nie alt werden.

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Wir werden nur klüger, nicht besser mit dem Alter, und unseres Herzens gefährlichste Feinde sind die Jahre.

Meyern, Dya-Na-Sore, oder die Wanderer. Eine Geschichte aus dem Sams-kritt übersetzt, 3 Bde., 1787-91