Alter Sprüche
Sprüche über Alter
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Es ist besser, ein altes Kind als ein junger Greis zu sein.
Wer nicht ganz verwöhnt und hinlänglich jung ist, findet nicht leicht einen Ort, wo es ihm so wohl sein könnte als im Theater.
Das Jahr übt eine heiligende Kraft; was grau vor Alter ist, das ist dem Menschen göttlich.
Der aufsteigende Gedankenflug der Jugend verwandelt sich im Alter in ein ruhiges Kreisen in den gewonnenen Höhen.
Wäre das Alter so weise ohne die Torheit der Jugend?
Unter den Menschen soll man die alten wählen, unter den Werkzeugen die neuen.
Erst wenn man alt ist, verstünde man so recht, jung zu sein.
Alt werden heißt sehend werden.
Jugendthorheit ist auch einer von den vielen mißbrauchten und die eigene Schwäche beschönigenden Ausdrücken, denn wir nennen Thorheit gewöhnlich immer dasjenige, was uns nicht mehr reizt oder wozu wir nicht mehr befähigt sind; die Sehnsucht aber, noch gereizt zu werden oder dazu befähigt sein zu können, lebt dessenungeachtet wehmutsvoll in uns fort.
Und überhaupt, ich hab das Liebesgewerbe anheimgesagt; ich gehör nicht zu die Männer, die den Alten-Weiber-Sommer ihrer Gefühle für Jugendglut halten, die glauben, ihr Herz lebt noch, weil's manchmal Zuckungen macht wie ein galvanisierter Froschschenkel, und 's ist deßtwegen doch schon tot.
Es geht uns, wie ichs oft auf dem Felde gesehen habe, daß sie zusammenrücken und aneinanderstehen, wenn es regnet und wittert! Je älter und stiller man in der Welt wird, um so fester und froher hält man sich an erprüfte Gemüter.
Manche Runzel in altem Gesicht ist ein Strombett versiegter Tränen.
Wir werden alt, wenn die Erinnerung uns zu freuen beginnt, wir sind alt, wenn sie uns schmerzt.
Nichts ist ehrwürdiger als ein Greis, der die Prüfungen der Eitelkeit, der Wollust, des Hochmutes, der Rangsucht, des Geldgeizes rüstig überstanden, und seine Argo durch all diese Klippen ohne Leck geführt hat. Die Anzahl solcher Greise ist sehr gering. Die meisten Menschen, die nicht an ein Ruder angeschmiedet, sondern freie Herrn ihres Fahrzeuges sind, bleiben gleich beim Ausfahren an einem jener Riffe hängen.
Altern und Einsamkeit bringen zum Nachdenken und machen den Menschen milder.
Nicht derjenige ist der älteste, der von der Wiege am weitesten entfernt ist, sondern der, welcher dem Grabe am nächsten steht.
Die Alten (die Griechen und Römer), sind die einzigen Alten, die nie alt werden.
Wir werden nur klüger, nicht besser mit dem Alter, und unseres Herzens gefährlichste Feinde sind die Jahre.