Alter Sprüche – kinder

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Je älter der Geck, je schlimmer.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Der Ältere soll teilen, der Jüngere soll kiesen (wählen).

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Wenn man älter wird, wird man närrischer und weiser.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

In der Jugend Tränen ohne Kummer; im Alter Kummer ohne Tränen.

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In alten Häusern viele Mäuse, In alten Pelzen viele Läuse.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Das Alter wägt, die Jugend wagt.

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In der Jugend ist jung sein leicht; Schwerer und schöner, Wenn's Haar sich bleicht.

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Das Alter will die Menschen vom Leben entwöhnen, wie die Amme das Kind von der Brust, durch allmähliges Entziehen.

Jacobs (Hg.), Aehrenlese aus dem Tagebuche des Pfarrers von Mainau, 2 Bde., 1823-25

Man muß keine Jugendfehler ins Alter hineinnehmen, denn das Alter führt seine eigenen Mängel mit sich.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, um den 16. August 1824

Das Alter, das man haben möchte, verdirbt das Alter, das man hat.

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Der mittlere Alterslebensabschnitt ist, wenn dich die Kinder eins nach dem andern verlassen, um nach einer Weile zu zweit zurückzukehren.

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Alter: Ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.

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Wer nicht den Geist seines Alters hat, hat seines Alters ganzes Ungemach.

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Alte Knaben haben genauso ihr Spielzeug wie die jungen, der Unterschied liegt lediglich im Preis.

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Je älter, desto mehr entschuldigt, desto weniger achtet man d(ie) Menschen.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Mai 1799

Harpagons Alter Wie alt ich bin, spricht Harpagon, gern gäb' ich Kunde. Mein Gold und Silber pfleg' ich nachzuzählen, Doch meine Jahre nicht, die kann mir niemand stehlen.

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Als David kam ins Alter, Da sang er fromme Psalter.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Die Jugend ist ein Rosenkranz, das Alter ist ein Dornenkranz.

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Der alte Kater und die junge Maus Ein junges Mäuschen, fast ein Kind noch, wollt' es wagen, 'nes alten Katers Herz zu rühren durch ihr Klagen und Flehn, und bat daher den alten Mäusegraus: "Laß mich am Leben! Ist 'ne Maus von meiner Größ' und meinem Magen denn eine Last für solch ein Haus? Meinst du vielleicht, ich hungre aus den Wirt samt Wirtin und Gesinde? Ein Körnchen Weizen ist mein Schmaus, fett macht mich eine Käserinde. Jetzt bin ich mager; drum wart nur noch ein'ge Zeit, deiner Nachkommenschaft steh' ich zum Mahl bereit." So sprach die Maus, als sie der Kater fing."Dich halt ich", sagt' jener, "und du irrst gewaltig! Wer bin ich, daß du so mit mir zu reden wagst? Das nützt dir ebenso, als ob du's einem Tauben sagst. Ein alter Kater und Begnad'gung? Welch Ansinnen! Nach unsrem Brauch - du kennst ihn doch? - stirbst du. Marsch! Gleich ins schwarze Loch! Klag's den drei Schwestern, die dort spinnen! Für meine Kinder gibt's genug zu fressen noch." Wort hielt er. Fragt ihr, was an kalter und trockener Moral die Fabel bringt zu Tag? Die Jugend schmeichelt sich, daß alles sie vermag; stets unbarmherzig ist das Alter.

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Wer in der Jugend sich durch Mühsal mußte schlagen, Den rührt's im Alter nicht, wenn sich die Jungen plagen.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

Die Jugend schafft, das Alter sammelt.

Unger, Mosaik. Bunte Betrachtungen und Bemerkungen, 3. Auflage 1911 (EA: 1906)