Alter Sprüche – zeit

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Alt wirst du – wer wirds nicht? - doch wer nimmt, wie du, mit Jahren an Wert und Tugenden zu?

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Verzweifelt, entblättert, zertreten sogar, Von rohen Schicksalsfüßen – Mein Freund, das ist auf Erden das Los Von allem Schönen und Süßen.

Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen, 1844

Dreien allein, den Musen, dem Eros und Dionysos, hattest du, fröhlicher Greis, all dein Leben geweiht.

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Wir sagen ›das Leben nehmen‹, während nur Jahre genommen werden.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Was einen, wenn man jung ist, als eine Mücke umschwirrte, das wird im Alter zu einer Hornisse.

Raabe, W., Tagebücher und Notizen. 1895-1903

Nur die andern merken, wenn wir altern. – Wir meinen immer die gleichen zu sein.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Bewahre dein Alter vor jedem Schandflecken; denn das Weiße nimmt am leichtesten den Schmutz an!

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Der alten Hunde Bellen ist nicht aus Acht zu stellen.

Abschatz, Poetische Übersetzungen und Gedichte, 1704

Das Alter trennt uns nach und nach von empfänglichen Menschen, selten kehrt ein Klang und Ton, den man aussendet, lebhaft und ergötzlich zurück.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Anton von Conta, 11. September 1820

Laßt (ihr Götter) mich nicht ein alter Polterer werden, der aus Neid die jüngeren Geister ankläfft, oder ein matter Jammermensch, der über die gute alte Zeit beständig flennt.

Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827

Das Alter setzt uns allen Demütigungen aus, wenn wir ihm nicht Eigenschaften verleihen, die der Jugend versagt sind.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Wenn man alt wird, da hält man sich an das Gegebene und respektiert die Tatsachen.

Anzengruber, Der Schandfleck, 1877

Fluch dem Alter! Es bringt nur Leid, Schmerz und Tod!

Euripides, Der rasende Herakles (auch: Der Wahnsinn des Herakles), zwischen 422 und 414 v. Chr.

Nichts gibt Frauen eine königlichere Haltung, als das Bewußtsein, daß sie ihr Alter besiegt haben (den Kampf aufgegeben haben).

Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 1967

Mit Schmerzen durfst du auf die Welt; Du weißt nichts mehr davon – Mit Schmerzen mußt du aus der Welt: Du merkst es leider schon!

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"Deine Zöglinge möchten dich fragen: Lange lebten wir gern auf Erden, Was willst du uns für Lehre sagen?" Keine Kunst ist's, alt zu werden, Es ist Kunst, es zu ertragen.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Zahme Xenien, Kap. 1

Der Mensch ist nie in die alten Tage, ich war in die alten Tag', wie ich zwanzig Jahr' alt war, denn diese Tage sind jetzt schon so alt, daß ich seitdem eine Unzahl neuer gebraucht hab' zum Verleben. Die jetzigen sind meine jungen Tag', der heutige ist mein jüngster, und die noch nachkommen werden, sind gar jung, weil sie zu den noch ungebornen gehören.

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Die Zeit, in der man nicht mit dem Körper, sondern dem Geist erkennt, daß mit dem Wasser der Schlaf das Beste in der Welt ist.

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Das Alter treibt mit den Haaren sein Spiel, wie der Herbst mit den Blättern.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Die Abenddämmerung ist Morgenrot für die andere Erdenhälfte. Mensch, der du dem Ende entgegenwandelst, gedenke dessen immerdar!

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Unwandelbar O fürchte nicht, wenn dir das Alter Vom Haupte Blüt' um Blüte bricht, Daß dann ein Blick, ein trüber, kalter, Fall' auf dein bleiches Angesicht. Wohl blässer wird der äuß're Schimmer, Doch heller wird der inn're Schein; Drum lieber nur und tiefer immer Schau' ich ins Auge dir hinein. Da seh' ich all' die Liebesfülle, Die reicher ward von Jahr zu Jahr; Es dringet durch des Alters Hülle Der Seele Schönheit hell und klar. Da seh' ich nicht die müden Wangen, Der Jahre Furchen seh' ich nicht – Es ist mir strahlend aufgegangen Dein inn'res Engelsangesicht.

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