Alter Sprüche – zeit

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Es liegt an der Untugend menschlicher Mißgunst, daß dem Alten stets Anerkennung zuteil wird, das gegenwärtige aber als verdrießlich empfunden wird.

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"Das Alter geht vor", sagte der Teufel und warf seine Großmutter die Treppe hinunter.

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Bevor das Alte untergeht, Sieht man das Neue marschbereit.

Ady, Gedichte. Aus: Wir rennen in die Revolution, 1912

Was alt ist und gut, soll bleiben. Was alt ist und gleichgültig, mag bleiben. Was alt ist und schlecht, will ich stürzen, und wenn es tausend Jahre bestünde.

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Drohend und fürchterlich ist das herannahende Alter, und da ist nichts, was es euch zurück und wieder hergibt! Selbst das Grab ist barmherziger.

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Und wirft der Arsch auch Falten, wir bleiben doch die Alten.

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Zwei Dinge können im Alter Talent und Lebensgenuß zur Not ersetzen: Ruf oder Reichtum.

Vauvenargues, Reflexionen und Maximen (Introduction à la Connaissance de l’Esprit Humain, suivie de Réflexions et maximes), 1746, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Mit dem Alter beginnen die Schwächen des Lebens; umso mehr muss die Seele ihnen standzuhalten bereit sein.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Komm du nun, sanfter Schlummer! zu viel begehrt Das Herz; doch endlich, Jugend! verglühst du ja, Du ruhelose, träumerische! Friedlich und heiter ist dann das Alter.

Hölderlin, F., Gedichte. Aus: Abendphantasie, 1800

Was ist eigentlich alt? was jung? Jung, wo die Zukunft vorwaltet; alt, wo die Vergangenheit die Übermacht hat.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Geschichtslehre

Die Körperkraft kann nicht zunehmen über eine gewisse Mittagshöhe des Lebens hinaus. Die geistige Kraft aber kann es unbeschränkt. Das ist der wahre Trost des Alternden.

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Alt werden will jeder, älter werden niemand.

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Armut und Alter, das sind zwei schwere Bürden, es wär an einer genug.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Alter wünscht jedermann und so es kommt, hasst man's.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Das Alter ist ein Spital, das alle Krankheiten aufnimmt.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Das Alter wird von allen verlangt; und wenn es da ist, verachtet.

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Im Alter Kommt der Psalter.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846. Bedeutung: Im Alter werden die Menschen fromm.

Im Alter wachst nix wie d'Nägel und dr Geiz.

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Je älter der Geck, je schlimmer.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Das Alte klappert, das Neue klingt.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Ich will täglich die Zahl meiner Jahre vor Augen haben und mich fürchten, einen Augenblick zu verlieren, darin ich von dem Angefangenen, vom dem Halbgemachten noch etwas vollenden könnte.

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