Alter Sprüche – zeit
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Das Alter hat den Kalender am Leib.
Wir loben die Alten als fromme Leut, doch leben wir gern in unserer Zeit.
In alten Häusern viele Mäuse, In alten Pelzen viele Läuse.
Die Alten sind zäh, Geben tut ihnen weh.
So gern wir alle würden alt, wenn's erst kommt, ist's stets zu bald.
Füge dich der Zeit, erfülle deinen Platz, Und räum' ihn auch getrost, es fehlt nicht an Ersatz.
Alt macht nicht die Zahl der Jahre, alt machen nicht die grauen Haare, alt ist, wer den Mut verliert und sich für nichts mehr interessiert.
In der Jugend ist jung sein leicht; Schwerer und schöner, Wenn's Haar sich bleicht.
Es ist sichtbar ein Vorzug des Alters, den Dingen der Welt ihre materielle Schärfe und Schwere zu nehmen und sie mehr in das innere Licht der Gedanken zu stellen, wo man sie in größerer, immer beruhigender Allgemeinheit übersieht.
Herr Gott, du und ich, wir haben ein Geheimnis. Das Altwerden bringt einiges mit sich, was Spaß macht. Wir müssen uns nicht mehr von der Welt plagen lassen. Die Leute übersehen uns. Wir brauchen nicht mehr den Schein zu wahren, sondern können auf kindliche Freuden zurückgreifen: Zusehen, wie eine Spinne ein Netz webt. Vor einem Licht Schattenbilder an die Wand werfen. Statt einer Hauptmahlzeit Kompott mit Sahne essen. Die ganze Nacht wach bleiben. Sterne zählen. Trödeln. Zu Hause bleiben und mit alten Freunden Schach spielen. Einen verrückten Hut tragen. Warum hast du mir nicht verraten, daß das Altwerden neben allem, was ich daran hasse, auch manches Vergnügen mit sich bringt? Ach, ich weiß: Weil ich es nie geglaubt hätte.
Alter – es ist die Zeit, wo die Erinnerung an die Stelle der Hoffnung tritt.
Man darf nur alt werden, um milder zu sein; ich sehe keinen Fehler begehen, den ich nicht auch begangen hätte.
Das Alter will die Menschen vom Leben entwöhnen, wie die Amme das Kind von der Brust, durch allmähliges Entziehen.
Alter spült Fort Geistes Glut, wie's Kraft der Glieder bannt; Und Lebens Zauberbecher funkelt nur am Rand.
Jeden Tag werden wir grauer. Ich sehe aber nicht ein, warum das so sein muß.
Man muß keine Jugendfehler ins Alter hineinnehmen, denn das Alter führt seine eigenen Mängel mit sich.
Menschen altern wie Bäume: sie verholzen.
Das Alter, das man haben möchte, verdirbt das Alter, das man hat.
Nur Toren wollen aus Furcht vor dem Tode alt werden.
Die Schildkrökröte »Ich bin nun tausend Jahre alt und werde täglich älter; der Gotenkönig Theobald erzog mich im Behälter. Seitdem ist mancherlei geschehn, doch weiß ich nichts davon; zur Zeit, da läßt für Geld mich sehn ein Kaufmann zu Heilbronn. Ich kenne nicht des Todes Bild und nicht des Sterbens Nöte: Ich bin die Schild – ich bin die Schild – ich bin die Schild – krö – kröte.«
Alter: Ein Tyrann, der bei Lebensstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.