Alter Sprüche – zeit
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Ein selbstgeschaffenes Übel ist das Verschwinden des Mutes und der Kraft; ein leeres Vorurteil ist das Alter, die schnöde Frucht von dem trüben Wahn, dass der Geist abhänge vom Körper!
Weder das Alter noch die Jugend sind im mindesten ein Verdienst noch ein Vorzug, ja nicht einmal eine Eigenschaft, sondern einfach ein Zustand. Man ist jung oder alt, so wie man gesund oder krank ist.
Wenn man wirklich alt ist, dann wünscht man sich den Tod.
Mancher Mensch hat weniger Klugheit als ein Tier und denkt nicht ans Alter, bis es da ist.
Alter bringt in größter Zahl, wenn es ankommt, Leid und Qual.
Als unseres Lebens Mitte ich erklommen, befand ich mich in einem dunklen Wald, Da ich vom rechten Wege abgekommen. Wie schwer ist's, zu beschreiben die Gestalt Der dichten, wilden dornigen Waldeshallen Die, denk ich dran, erneurn der Furcht Gewalt!
Das Alter Gesetz ist nur eine Denkschrift; selbst die Gesichtsfarbe klärt sich.
Die beste Vorsorge für das Alter ist, daß man sich nichts entgehen läßt, was Freude macht. Dann wird man später die nötige Müdigkeit haben und kein Bedauern, daß die Zeit um ist.
Je älter man wird, desto mehr will man gewöhnlicher erscheinen, um nur nicht die Mühe zu haben, bemerkt zu werden.
Das Alter hat keinen Schmuck außer der Tugend.
Weder ist Ekel ein Zeichen von Gesundheit, noch Appetit eine Krankheit, ganz im Gegenteil! So denkt man über den Körper, aber die Seele beurteilt man nach anderen Regeln, man nimmt an, daß eine Seele stark ist, die frei ist von Leidenschaften, und da die Jugend feuriger und ungestümer ist als das hohe Alter, so sieht man sie wie eine Zeit des Fiebers an und verlegt die Kraft des Menschen in seine Hinfälligkeit.
Den seelischen Wert einer Frau erkennst du daran, wie sie zu altern versteht und wie sie sich im Alter darstellt.
Wir wünschen Alter alle Tage, Und kommt es, hört man nichts als Klage.
Nehmt ab mir dreißig Jahre, Dazu die grauen Haare Und meinen Hofratsbauch, So laß ich euch die Mittel So laß ich euch die Titel Und meinen Lorbeer auch.
Man hofft, alt zu werden, und fürchtet sich doch davor: Das heißt, man liebt das Leben und flieht den Tod.
Der Lauf der Jahre ist der wahre Fortbildungskurs und Gott der Direktor, der ihn leitet.
Alt und alt gesellt sich bald.
Man wird grämlich, wenn man alt wird, oder wenn Liebe oder auch oft wenn Freundschaft alt wird. Es können Dinge bei einem alt werden, obgleich man selbst jung bleibt.
Alter und Tod kommen schnell und ohne Aufenthalt.
Da [im Alter] sieht man fest zurück, der Täuschungen entledigt, ledig aller Hoffnungen auf den Regenbogen der Jugend. Die mühsame Kletterei auf den Montblanc dieses irdischen Daseins ist vollendet; der Wanderer ruht auf der kalt scheinenden Zinne in der Wärme des Nachgenusses, der Würdigung.
Im hohen Alter, wo uns die Jahre nach und nach wieder entziehen, was sie uns früher so freundlich und reinlich gebracht haben, halte ich für die erste Pflicht gegen uns selbst und gegen die Welt, genau zu bemerken und zu schätzen, was uns noch übrig bleibt.