Alter Sprüche – zeit

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Das Alter bringt uns die Erkenntnisse aller früher versäumten Gelegenheiten.

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Wer sich beeilt, friert.

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Sobald wir alt werden, verkriecht sich die Schönheit nach innen.

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Was ist ein alter Mann anders als eine Stimme und ein Schatten?

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Die wenigsten verstehen die Kunst, alt zu sein.

Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Ein Greis sagte: Über das gegenwärtige Alter tröstet nur das zukünftige.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Wer nicht den Geist seines Alters hat, hat seines Alters ganzes Ungemach.

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Wir alle gehen ins Tal hinab, in welchem Alter wir auch stehen, denn die Zeit hält keinen Augenblick still.

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Ein alter Mann ist wie ein offenes Grab, draus kriecht der Hauch des Todes über dich.

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In einer Herbstnacht einsam sitzend Einsam sitzend, bekümmert ob der grauen Schläfen, Im leeren Zimmer ersehn ich die zweite Nachtwache. Wilde Beeren fallen im Rauschen des Regens, Unter der Lampe zirpt eine Heuschrecke. Des Schopfs Ergrauen ist schließlich unumkehrbar, Das Lebenselixier hat niemand je zustandegebracht, Wer wissen will, was Krankheit und Alter überwindet, Der muß sich allein dem Ungeborenen widmen.

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Harpagons Alter Wie alt ich bin, spricht Harpagon, gern gäb' ich Kunde. Mein Gold und Silber pfleg' ich nachzuzählen, Doch meine Jahre nicht, die kann mir niemand stehlen.

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Die Jugend ist ein Rosenkranz, das Alter ist ein Dornenkranz.

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Wird dein Alter gequält, so hoffe wieder, Erdensohn! Nichts ist kürzer als das Alter, denn du weißt ja kaum, wann es beginnt. Jeder Lebenszeit erinnerst du dich, und findest sie verschönert wieder, nur der Zeit des Alters nicht; aber wenn du droben hinter dem Tode dich des Alters erinnerst, so findest du auch deine letzten Tage verschönert wieder.

Jean Paul, Herbst-Blumine oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften, 3 Bde., 1810-20. Drittes Bändchen. III. Traumdichtungen in der ersten Nachmitternacht des neuen Jahrs, Dezember 1812

Spruch des Alters 1 Vergessen und Vergessenwerden! – Wer lange lebt auf Erden, Der hat wohl diese beiden Zu lernen und zu leiden.

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Spruch des Alters 2 Dein jung Genoß in Pflichten Nach dir den Schritt tät richten. Da kam ein andrer junger Schritt, Nahm deinen jung Genossen mit. Sie wandern nach dem Glücke, Sie schaun nicht mehr zurücke.

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Hat einer dreißig Jahr' vorüber So ist er schon so gut wie tot.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 2. Akt, Szene: Hochgewölbtes enges gotisches Zimmer, Baccalaureus zu Mephistopheles

Der Morgen des Alters bewirkt den Abbruch der Hoffnung dir: Des Leichentuchs Kette und Einschlag: das weiße Haar ist es hier.

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Mein Bart und meine Zähne sagen hier: Die Jugend schwand und kommt nicht mehr zu dir. Auf wen ich blicke und mit wem ich lache, Sagt "Onkel“ oder "Väterchen“ zu mir!

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Das Alter spricht ohnehin gern von sich.

Jean Paul, Die unsichtbare Loge, 2. verbesserte Auflage 1822 (EA: 1793). Erster Teil. Vorrede zur zweiten Auflage

Aber das ist ja das traurige Schicksal alternder Leute, daß sie so oft den Tod treuer Freunde zu beweinen haben.

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Alles nimmt uns das Alter, sogar den Verstand.

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