Arbeit Sprüche

Sprüche über Arbeit und Beruf

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Entschiedene, eingreifende Aktivität ist dem Manne von Natur zugewiesen; passives Weben und Leben dem Weibe. Beide Gesetze dürfen nicht ungestraft überschritten werden.

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838)

Geistiges Schaffen isoliert, nie ist ein großer Denker populär geworden.

Eucken, Die Lebensanschauungen der großen Denker, 2., umgearbeitete Auflage 1896 (EA: 1890). Einleitung

Durchaus Unerlebtes ist auch unschaffbar.

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Für sein erstes Werk ist der Schaffende selten ehrgeizig, erst für sein zweites.

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Man kann sehr beschäftigt sein, ohne das geringste zu tun.

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Man kann jede Arbeit wie ein Beamter erledigen, aber man kann auch jede Arbeit mit schöpferischem Geist erfüllen. Es gibt tatsächlich keine Arbeit, die man nicht vom schöpferischen Standpunkt aus ansehen kann.

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Unablässige Tätigkeit ist zugleich das große Heilmittel für seelisches Leiden und die Grundlage des menschlichen Glücks. Sie ist der Spiegel, in dem wir uns und unseren Wert erkennen können. Durch Betrachten geschieht dies niemals, wohl aber durch Handeln.

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Es gibt kein Stillmittel gegen die Anforderungen des Herzens als Tätigkeit.

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Das Leben hat einen kurzen Lenz und die Kunst ist unendlich.

Schiller, F., Briefe. An Karl Gotthard Groß, 2. April 1805

Die recht getane Arbeit ist also das große Erziehungsmittel der Menschheit – durch Arbeit zur Tugend.

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Zwei Geschlechter des Menschen. Das eine fragt, immer und überall: "Nix zu handeln? Nix zu handeln?" Das andere späht, immer und überall: "Nichts zu bauen? Nichts zu bauen?"

Gött, Gedichte, Sprüche, Aphorismen (in: Gesammelte Werke, 1. Band), hg. von Roman Woerner 1910

Die Menschen haben die Liebe zur Arbeit, zum Beruf verloren, das macht zum großen Teil unser heutiges Elend aus. Wer arbeitet jetzt noch mit wahrer Liebe? Einige Dichter, einige Künstler, einige Erzieher, einige Bauern.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Was nicht von selbst geht, geht immer schief.

Müller, Die Bergpredigt verdeutscht und vergegenwärtigt, 1906

Jede Arbeit, die wirklich »am Platze« und dadurch notwendig ist, das heißt auf einem Bedürfnis richtig sitzt, braucht keinen Vergleich zu scheuen, ist über den Vergleich hinaus.

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Die kräftigste Gegenwirkung gegen die Entwickelung der Begehrlichkeit und Genußsucht ist die Gewöhnung an tüchtige Tätigkeit.

Paulsen, System der Ethik. Mit einem Umriß der Staats- und Gesellschaftslehre, 2 Bde., 1889. III. Buch. Tugend- und Pflichtenlehre. 2. Kapitel: Die Selbstbeherrschung

Der Mensch hat zwei Arbeiten, eine innere und eine äußere.

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Wo es Hände braucht, sind Worte völlig unnütz.

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Bald tu’, was du sollst! Verschub macht Schurken und Toren.

Lavater, Taschenbüchlein für Weise, 1789. [5]

Freund, du hast recht, wenn du glaubst, daß ich viel arbeite. Ich tue es, um zu leben; denn nichts hat mehr Ähnlichkeit mit dem Tode als Müßiggang.

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Unser Leben ist der Mord durch Arbeit; wir hängen fünfzig Jahre lang am Strick und zappeln; aber wir werden uns losschneiden.

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Wichtig [...] ist [...], daß unsere Arbeiter es durch ihre Politik [...] erreicht haben, daß sie die Sklaven der übrigen Welt sind.

Wachler (Hg.), Der Denker Paul Ernst. Ein Weltbild in Sprüchen aus seinen Werken, gesammelt von Max Wachler, München 1931