Arbeit Sprüche – leben

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Was man so manchem übelnimmt: daß er den Wert seiner Arbeit kennt.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Da der Mensch in diesem Leben nicht bestehen kann ohne Arbeit, diese vielmehr des Menschen Teil ist, darum so lerne der Mensch, seinen Gott zu haben mitten in den Dingen und ungehindert zu bleiben von Geschäft und Ort.

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Alles aber läßt sich in harter und beharrlicher Arbeit überwinden.

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Gott schuf das Meer, wir das Schiff Gott schuf den Wind, wir die Segel Gott schuf die Windstille, wir die Ruder.

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Das Schwerste immer zuerst.

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Was wertvoll ist, was kostbar, Erhaben, edel, groß, Fällt nicht wie reife Früchte, Von selbst uns in den Schoß. Es winkt dir aus der Ferne Manch herrlich Lorbeerreis, Erkämpf' es dir, erring' es: Die Arbeit ist der Preis.

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Wer es nicht glauben will, der gehe seinen Weg, auch der gelingt zuweilen; ich aber sage: von unten hinauf zu dienen, ist überall nötig. Sich auf ein Handwerk zu beschränken, ist das Beste.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 1. Buch, 4. Kap.

Ein Leben ohne Arbeit gilt nur, was ein Rahmen ohne Bild.

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Tu das Deine, Gott tut das Seine.

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Man nahm die Verhältnisse, in denen man [um 1860] lebte, als gottgegeben an und verwendete alle seine Kräfte, um in ihnen auszukommen. Damals wurden in unserm Volk die Charaktere entwickelt, durch deren Tätigkeit unser Volk die Achtung der Welt errang.

Ernst, Jugenderinnerungen, 1928

Unser Begreifen ist Schaffen; seien wir doch selig in diesem Bewußtsein.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1896

Tu erst deine Pflicht! – dann such Erholung und Ruhe. Tue das Schwerste zuerst, – dann wird dir das Leichte wie Nichts sein!

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825)

Man belästige nicht seine Bekannten mit kleinen, unwichtigen Aufträgen, z.B. etwas für uns einzukaufen u. dgl., wenn man auf andre Weise Rat schaffen kann. Auch suche man sich von ähnlichen Besorgungen loszumachen. Gewöhnlich büßt man Zeit und Geld dabei ein und erntet dennoch selten Dank und Zufriedenheit.

Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erweiterten Auflage von 1790. Erster Teil, 1. Kapitel, 57.

Dann nichts ist also schwer vnd scharff, Das nicht die arbeit vnderwarff.

Fischart, Das Glückhafft Schiff von Zürich, 1576/77. Originaltext

Lasst uns arbeiten, ohne zu vernünfteln, [...] das ist das einzige Mittel, sich das Leben erträglich zu machen.

Voltaire, Candide oder der Optimismus (Candide ou l'optimisme), dt. auch: 'Candide oder die beste aller Welten' oder 'Kandid oder die beste Welt', 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph)

Man soll die Lebensarbeit so lange fortsetzen, wie man kann.

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Nicht die Freude, nicht die Ruhe ist Lebenszweck, Arbeit ist es, oder es gibt überhaupt keinen Zweck.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Nur produktives Schaffen rettet vor dem modernen Elend. Es wird uns nötigen, über die Fragen, die nie alt werden, nachzudenken: über das Woher? Wie? Warum? Wohin? Es wird uns zwingen, uns mit dem Leben auseinanderzusetzen und nach seinem Sinn zu fragen. Das ist vergebene Liebesmüh, werden die Herren Gelehrten sagen, aber doch Liebesmüh! Euer Schaffen aber ist Insektenarbeit.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Es genügt zu erwähnen, daß die meisten Menschen auf Arbeit wie auf eine Gnade warten, um deutlich zu machen, wie entsetzlich unser Leben ist, wie unsittlich, wie töricht.

Tolstoi, Tagebücher. 1910

Wen der liebe Gott einmal bei der Arbeit erwischt hat, dem schickt er ständig neue Aufgaben.

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Man soll nur seine Arbeiten so gut und so mannigfaltig machen als man kann, damit sich jeder etwas auslese und auf seine Weise daran Theil nehme.

Goethe, J. W., Briefe. An Friedrich Schiller, 6. Januar 1798