Charakter Sprüche
Sprüche über Charakter
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Der Fehler der Menschen ist, daß sie ihre eigenen Fehler liegen lassen und auf anderer Leute Fehler Unkraut jäten, daß sie Schweres von andern verlangen und sich selbst nur Geringes zumuten.
Streiten nicht und nicht verletzen, Stets die Ordenspflichten achten, stets der Mäßigkeit beflissen, einsam leben, tief betrachten, Ist zu allen Zeiten hehre, reine Lehre der Erwachten.
Man kann einen Menschen aus dem Sumpf ziehen, aber man kann den Sumpf nicht aus den Menschen ziehen.
Ob jemand sich bewährt, hängt nicht nur von seinem Tun, sondern auch von seinen Absichten ab.
Es kann einer sehr ernsthaft aussehen und sein Herz ist doch voll Arglist. Er schlägt die Augen nieder und stellt sich taub; und wenn du nicht auf ihn Acht gibst, so wird er dich übervorteilen. Und wenn er auch zu schwach ist, um dir zu schaden, so wird er's doch tun, wenn er seine Zeit gekommen sieht.
Um die unangenehmen Folgen der eigenen Torheit wirklich seiner Torheit und nicht seinem Charakter zur Last zu legen — dazu gehört mehr Charakter als die Meisten haben.
Es ist ebenso schwer, einen eitlen Menschen zu finden, der sein Glück groß genug glaubte, wie einen bescheidenen, der sein Mißgeschick für unerträglich hielte.
Mancher Charakter ist lange nicht zu verstehen, aber da braucht der Mensch nur einmal aus ganzem Herzen zu lachen, und sein Charakter liegt offen vor einem wie auf der Handfläche.
Der Meißel tut weh, der aus dem empfindsamen Block den Gott herausschlägt: Je weiter aber der Stahl in seiner Arbeit vorgeschritten ist, desto stiller hält der Marmor, der sich schon über die aus der Natur entstehende Geistesgestalt freut.
Ich schätze den Mann, der sich selber treu ist, sogar in seiner Bosheit.
Sich weiter entwickeln, heißt für die meisten, von sich selbst abfallen.
Perlen, die im Brausen des Sturms und unter dem Krachen des Donners entstehen, sind hohl und haben nur eine schöne Schale, aber keinen Kern.
Anlagen und Charaktereigenschaften können durch Erziehung und Beispiel der Umgebung gefördert oder gehemmt, ja bis zu einem gewissen Grade unterdrückt werden. Es hängt alsdann von den Verhältnissen im späteren Leben, öfter auch von der Energie der betreffenden Persönlichkeit ab, ob und wie fehlerhafte Erziehung oder unterdrückt gewesene Eigenschaften sich Geltung verschaffen.
Was ich Gutes haben mag, ist durch einige wenige vortreffliche Menschen in mich gepflanzt worden, ein günstiges Schicksal führte mir dieselben in den entscheidenden Perioden meines Lebens entgegen, meine Bekanntschaften sind auch die Geschichte meines Lebens.
Bote der Hoffnung Ich will ein Bote der Hoffnung sein, Licht bringen in meinen Augen, leidenschaftliche Unruhe in meinen schwachen Händen und die belebende Kraft Gottes in meinen Worten. Ich will einer sein, der Freiheit sät unter den Menschen, meinen Schwestern und Brüdern, das Reich zu bauen auf dieser Erde, dieser guten. Ich will den Frieden ansagen mit Füßen, die nicht entweiht sind vom Gold. Ich werde nicht gehen auf den Wegen der Ungerechtigkeit. Ich werde mich nicht abfinden mit der Unterdrückung der Ärmsten. Mein Schweigen wird das geheimnisvolle Schweigen sein, mit dem sich die Niedrigen dieser Erde ernähren. Ich werde mein Herz nicht verkaufen durch die Lüge, niemals werde ich die Wahrheit stumm machen. Glücklich der Mensch, der so ein Leben erbaut, denn er wird geschmäht und verfolgt werden von vielen. Aber er wird fest bleiben in seinem Herrn, denn der Herr, sein Gott, hat ihn gerufen von jeher.
Ich habe die Bemerkung gemacht, dass der Charakter fast jedes MenscheneinemLebensalter vorzugsweise angemessen zu sein scheint; sodass er in diesem sich vorteilhafter ausnimmt. Einige sind liebenswürdige Jünglinge, und dann ist's vorbei; andere kräftige, tätige Männer, denen das Alter allen Wert raubt; manche stellen sich am vorteilhaftesten im Alter dar, als wo sie milder, weil erfahrener und gelassener sind.
Ein königliches Paar sitzt seit Anbeginn auf dem Erdenthron und regiert den staatlichen Menschenbund. Egoismus heißt der Herrscher, die Herrscherin heißt Eitelkeit, und die nimmersatten Leidenschften bilden ihr unverantwortliches Ministerium.
Dem, der kennt der Menschen Leid und Not, Ist Sterben ja der Übel größtes nicht.