Charakter Sprüche – klassisch

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Auf Rechtschaffenheit versteht der Edle sich, auf Gewinn der niedrig Gesinnte.

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Herz und Verstand in vollendetster Harmonie nennt man Charakter.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ein edler Mensch bringt einfache Leute wegen ihrer Reden in Verlegenheit.

Anonym, Das Buch der Riten, Sitten und Gebräuche (Li Gi, bzw. Lǐjì), wird Konfuzius zugeschrieben, entstand aber erst nach dessen Tod, Teile der Schrift werden auf seine Schüler zurückgeführt, 2. Jhdt. v. Chr.

Einst sahest du ein Land von namenloser Schönheit. Hast du das vergessen? Einst kam dein Tun aus der Quelle der Unschuld. Hast du das vergessen? Einst war in deinem Fühlen die ganze Welt. Hast du sie weggeschmissen? Es ist alles noch in dir.

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Alle edlen Eigenschaften machen den Menschen einsam.

Kühnel (Hg.), Zitaten-Handbuch. Worte und Weisheit aus vier Jahrtausenden, hg. von Joseph Kühnel, 1937

Der Hund vergißt den einz'gen Bissen nicht, und wirfst du ihm auch hundert Steine nach. Im Menschen, den du jahrelang gepflegt, wird durch ein Nichts Verrat und Feindschaft wach.

Saadi, Rosengarten (Golestan, auch Gulistan), um 1259. Übersetzt von Karl Heinrich Graf, 1846

Mancher wird seiner Talente wegen gefürchtet, seiner Verdienste wegen gehaßt. Erst sein Charakter beruhigt die Menschen. Doch wie viel Zeit ist vergangen, bis ihm Gerechtigkeit widerfuhr.

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Der Freunde Eifer ists, der mich Zugrunde richtet, nicht der Haß der Feinde.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 3. Akt, 16. Auftritt, Wallenstein

Der edle Mensch handelt erst, bevor er spricht, und danach spricht er, wie er gehandelt.

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Niemand ist vom Charakter her so schlecht, als daß er als schlecht erscheinen wollte.

Quintilian, Anleitung zur Beredsamkeit (Institutio oratoria). 3, 8, 44

Ich kann die Bewegungen der Himmelskörper berechnen, aber nicht die Verrücktheit der Menschen.

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Recht hat jeder eigene Charakter, Der übereinstimmt mit sich selbst.

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 1. Akt, 7. Auftritt, Gräfin

Ein vortrefflicher Charakter wählt immer den Mittelweg.

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Ich bin immer derselbe.

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Es ist keine Kunst, eine Göttin zur Hexe, eine Jungfrau zur Hure zu machen; aber zur umgekehrten Operation, Würde zu geben dem Verschmähten, wünschenswert zu machen das Verworfene, dazu gehört entweder Kunst oder Charakter.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Denn nur vom Edeln kann das Edle stammen.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. Chor

Sei darauf bedacht, niemals über dich, für dich noch gegen dich zu sprechen; laß deinen Charakter für dich sprechen: Was immer der sagt, wird man glauben.

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Überwinde jede Mühsal durch deine Tugend!

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Der Edle handelt von sich aus. Er achtet die andern, obwohl er darum noch nicht notwendig von den andern geachtet wird. Er liebt die andern, obwohl er darum noch nicht notwendig von den andern geliebt wird. Andere zu achten und zu lieben steht bei uns selbst. Von andern geliebt und geachtet zu werden, steht bei den andern. Der Edle sorgt unter allen Umständen für das, was bei ihm steht, nicht für das, was bei andern steht. Wer auf sich selbst beruht, trifft immer das Rechte.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Zweiter Teil. Buch XIV - Hiau Hing Lan. 8. Kapitel: Beschränkung aufs Eigene selbst / Bi Gi

Angesichts eines großen Vorteils nicht von dem abweichen, was man für recht erkannt, ist unbestechlich.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Erster Teil. Buch XI - Dschung Dung Gi. 3. Kapitel

Der Edle strebt beim Essen nicht nach Sattsein und in der Wohnung nicht nach Prunk.

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