Charakter Sprüche – klassisch

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Wie oft möchte man nicht im Leben die Worte des Dichters: "Denn aus Gemeinem ist der Mensch gemacht – !" mit Hervorhebung des drittletzten Wortesderwiederholen!

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Ein guter Mensch wird, da er auf das Wohl anderer bedacht ist, sogar im Augenblick seines Untergangs nicht feindlich gestimmt: der Sandelbaum teilt seinen Wohlgeruch, selbst wenn er niedergehauen wird, der Schneide der Axt mit.

Böhtlingk (Hg.), Indische Sprüche. Sanskrit und Deutsch, 3 Bde., 1863-65

Den wird man fürerlauchterkennen, Der von dem Recht erleuchtet ist, Den wird man einenRitter, Der nie sein Ritterwort vergißt, DenGeistlichenwird man verehren, In dem sich regt der freie Geist, Der wird alsBürgersich bewähren, Der seine Burg zu schirmen weißt.

Uhland, L., Gedichte. Vaterländische Gedichte. Aus: Den Landständen zum Christophstag 1817

Zuweilen mein' ich, eine reine weibliche Natur könne mich retten.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1837

Ohne Rechtschaffenheit ist es nicht leicht, in äußerem Glück die Bescheidenheit zu bewahren.

Aristoteles, Nikomachische Ethik, 350 v. Chr

Die Bäume beugen sich, wenn Früchte wachsen; Die Wolken hangen, wenn sie frisches Wasser Enthalten, tief herab; die guten Menschen Beweisen auch im Glücke sich nicht stolz.

Kalidasa, Sakuntala. Drama in sieben Akten

Wenn sich unedle Naturen endlich entschließen müssen, ihre Verbindlichkeiten zu erfüllen, so pflegen sie gewöhnlich hinten nach noch ein Extrastückchen ihres Charakters, irgendetwas Gemeines, als unverlangtes Agio dreinzugeben.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Die Liebe wächst an der Schönheit und der Güte, die Freiheit vom eigenen Ich und von allem Kleinlichen an der Größe, die Demut an der Kraft: mit andern Worten, der Mensch, das heißt, der Charakter, gedeiht an der Freude über das Göttliche.

Lagarde, Deutsche Schriften, 1878-81 (5. Auflage 1920, versammelt fortlaufend alle politischen Schriften). Drei Vorreden

Ein edler Sinn liebt edlere Gestalten.

Schiller, F., Gedichte. Erstdruck 1801 unter dem Titel »Voltaires Pucelle und die Jungfrau von Orleans«

In jedes Menschen Charakter sitzt etwas, das sich nicht brechen läßt – das Knochengebäude des Charakters; und dieses ändern wollen heißt immer, ein Schaf das Apportieren lehren.

Lichtenberg, Sudelbuch G, 1779-1788. [G 60]

Also will es die Art edler Seelen: sie wollen nichts umsonst haben, am wenigsten das Leben. Wer vom Pöbel ist, der will umsonst leben.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Dritter Teil, 1884. Von alten und neuen Tafeln

Vergeblich Nicht wirst du erheben, was tief von Natur, Weil du's mit Ehren verbrämt; Schmeichle der niedern Kreatur Und gleich wird sie unverschämt.

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Kein Mensch erklärt die Rätsel der Natur, Kein Mensch setzt einen Schritt nur aus der Spur, Die seine Art ihm vorschrieb, und es bleibt Der größte Meister doch ein Lehrling nur.

Chayyam, Die Sinnsprüche Omars des Zeltmachers (Rubaijat-i-Omar-i-Khajjam), übersetzt von Friedrich Rosen 1909

Es ist doch sonderbar, wie auch der vortrefflichste Mensch schlechte Eigenschaften haben muß, gleich einem stolz segelnden Schiffe, welches Ballast braucht, um zu seiner guten Fahrt gehörig schwer zu sein.

Keller, Das Tagebuch und das Traumbuch, Basel 1942 (posthum). Tagebuch, 15. September 1847

Daß Edelmut, Seelenreinheit und Herzinnigkeit ›Schwächlichkeit‹ heißen sollten, das werden wir niemals begreifen und, soweit das in unsern Kräften liegt, auch niemals dulden.

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Erwerbe dir Vermögen aus Rechtschaffenheit.

Spiegel (Übers.), Avesta. Die heiligen Schriften der Parsen, übersetzt von Friedrich Spiegel, 3 Bde., 1852-63

Mit dem Werte des Menschen ist es wie mit den Diamanten, die bei einer gewissen Größe, Reinheit und Vollkommenheit ihren festen und bestimmten Preis haben, darüber hinaus aber unschätzbar sind und keine Käufer finden.

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Das ist des Mannes Ehre, Daß er fest im Wechsel bleibt, Und die Wog' im Lebensmeere Nicht von seiner Bahn ihn treibt.

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Willst du über den Charakter eines Einzelnen urteilen, so denke immer an die Gesamtheit.

Seneca, Vom Zorn oder Über den Zorn (De Ira). II, 31. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Große Eigenschaften entschuldigen kleine Eigenheiten.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944. 1899

Mensch und Partei Wuchs und Rasse spotten der Regel, Blut geht tiefer als Feldgeschrei: Edelleute und Herrgottsflegel Gibt es stets bei jeder Partei.

Henckell, Weltmusik. Neue Gedichte, 1918