Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

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Es war ein großer Mann des Altertums, der das Weib ein Ungeheuer der Natur nannte und doch – heiratete.

Hippel, Über die Ehe, 1774 (mehrfach erweiterte und veränderte Auflagen bis 1793)

Oft gehört nichts dazu, den Ehemann zu stillen, der 100 Fehler vorwirft, als sie alle rein-denkend zuzugestehen.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Die Frau ist es, die den Mann an ihrer Hand emporführt und er folgt im Vertrauen auf ihre Güte und Reinheit, ahnend, daß in ihrem Wesen das Göttliche näher ist. Die Frau hinwieder geleitet ihn im Glauben an die Kraft seines Geistes und Macht seines Willens. – So gibt die Frau zurück, was der Mann ihr gab und er gibt, was er aus ihr geschöpft. Aus diesem gegenseitigen Geben und Nehmen, aus diesem Glauben und Vertrauen ist allezeit das Höchste und Schönste hervorgeblüht, was wir Menschen unser eigen nennen.

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Die Frau will herrschen, der Mann beherrscht sein.

Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1798. Zweiter Teil. Anthropologische Charakteristik

Ohne Ehe hängt unsere Sittlichkeit in der Luft, im Familienleben allein gewinnt sie den festen Grund und Boden, den echt menschlichen Charakter, ein Gemüt, das sich in Liebe und Treue dem Himmel entgegenbildet.

Goltz, Zur Charakteristik und Natur-Geschichte der Frauen, 1859

Glück und Häuslichkeit! dir gleicht keines. Du bist der Zauber, den die gütige Gottheit um den niederen Thron dieser zerbrechlichen Maschine legte, um den edlern Geist über seine Einkerkerung zu trösten.

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Zu einer glücklichen Ehe gehört zweierlei: Von beiden Seiten wirkliche Liebe und auf beiden Seiten ein wahrhaft vornehmer Charakter. Auf dieser Basis lassen sich alle Meinungsverschiedenheiten überwinden.

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Du sollst keine Ehe schließen, die gebrochen werden muß.

Schleiermacher, Idee zu einem Katechismus der Vernunft für edle Frauen, 1798 (anonym), in: Athenaeum. Eine Zeitschrift von August Wilhelm Schlegel und Friedrich Schlegel, 1798-1800

Ehen werden im Namen des Himmels geschlossen und der Teufel freut sich nicht selten darüber.

Ernsthausen, Gedankenstriche, 1843

Es soll bloß keiner sagen, Ehen würden im Himmel geschlossen. Die Götter würden so eine große Ungerechtigkeit nicht begehen.

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Ich halte die Ehe für den schönsten und sichersten Zustand, den es auf der Welt gibt.

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Wenn aber der Staat gar die mißglückten Eheversuche mit Gewalt zusammenhalten will, so hindert er dadurch die Möglichkeit der Ehe selbst, die durch neue, vielleicht glücklichere Versuche befördert werden könnte.

Schlegel, F., Fragmentensammlungen (Kritische Fragmente, Blüthenstaub, Athenäums-Fragmente, Ideen), 1797-98. Athenäums-Fragmente [34]

Hat versalzen dir die Suppe Deine Frau, bezähm die Wut, Sag ihr lächelnd: »Süße Puppe, Alles, was du kochst, ist gut.«

Heine, H., Gedichte. 1853 und 1854. Aus: Guter Rat

Ehebrief Nun zeigt ein Brief, daß ich zu lange Nicht sonderlich zu dir gewesen bin. Ich nahm das Gute als Gewohntes hin. Und ich vergaß, was ich verlange. Verzeihe mir. – Ich weiß, daß fromme Gedanken rauh gebettet werden müssen. Ich danke jetzt. – Wenn ich nach Hause komme, Will ich dich so wie vor zehn Jahren küssen.

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932

Was? Sieben Sakramente zählen Die Herren Theologen? Ei! Für Leute, welche niemals fehlen, Heißt das doch gröblich sich verzählen! Sind Buß' und Eh' nicht einerlei?

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Die Ehe ist ein Vertrag; nur der erste Anfang ist frei, der Fortbestand wird durch Zwang und Gewalt durchgesetzt.

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Mein Weib, begreifst du der Ehe Sinn? Wir sind einander verschrieben, Um uns zu üben - worin? Im Lieben! Mein Weib, und wer es gut bestand, Was darf er pflücken? Liebend darf er das ganze Land Beglücken.

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Bei dem ehrbaren Geschäft der Ehe ist der Geschlechtstrieb in der Regel nicht so munter; da ist er trüber und stumpfer.

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Die Hälfte Zu seinem Weibe sagt Opim: "Komm, schönste Hälfte du!" Sehr recht! Denn halb gehört sie ihm, Halb seinem Nachbar zu.

Haug/Weisser (Hg.), Epigrammatische Anthologie, 10 Bde., 1807-1810

Oberherrschaft Ein Hausherr fiel betrunken in die Flamme. Die Magd rief Hilfe. - Daß dich Gott verdamme, Sprach die erboste Frau. Sei plötzlich still! Mein Mann, als Herr, kann liegen, wo er will.

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Der Mann gibt dem Hause und der Familie Namen und äußere Gestaltung; er vertritt das Haus nach außen. Durch die Frau aber werden die Sitten des Hauses erst lebendig; so haucht sie in der Tat dem Hause den Odem des Lebens ein.

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