Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

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Es gibt gewiß bloß darum vieler glücklichen Ehen mehr, weil der Mann nicht mit zu erziehen suchte.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Die Frauen fühlen sich den Männern enger verbunden durch die Gunst, die sie ihnen gewähren, die Männer werden durch eben diese Gunstbeweise geheilt.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688. Von den Frauen

Eheglücksspruch Es steht kein Wort in unserm Ring; Rein ist der Reif um unser Leben. Für unser Glück, dies stille Ding, Wollt's keine Goldschmiedworte geben.

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Bei uns heiraten die Leute, ohne in der Ehe etwas anderes zu sehen als eine Paarung, und das Ende vom Liede ist Betrug oder Gewalttat. Der Betrug wird noch einigermaßen leicht ertragen. Mann und Frau lügen den Leuten vor, daß sie in der Einehe leben, in Wirklichkeit jedoch leben sie in Vielweiberei und Vielmännerei.

Tolstoi, Die Kreutzersonate (Крейцерова соната), 1890. II. Übersetzt von August Scholz

Liebe macht blind, aber die Ehe gibt das Gesicht wieder.

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Nichts schmeichelt einem Mann so sehr wie das Glück seiner Frau.

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Auf Erden kann es kein lieberes Anschauen geben, als neben einem rechten Mann ein rechtes Weib.

Anzengruber, Der Schandfleck, 1877

Die Liebe des Sohnes zu seiner Mutter beeinträchtigt nie die Liebe des Gatten zu seinem Weibe, und ein grober Charakterfehler muß bei einer oder beiden Frauen obwalten, wenn sie aufeinander eifersüchtig werden könnten.

Burow, Im Wellenrauschen, 2 Bde., 1869 (posthum)

Der Mann, den seine Freunde, seine Künste und Wissenschaften verlassen haben, findet noch ein Asyl in seiner Familie und eine Freundin in seiner Frau.

Goltz, Zur Charakteristik und Natur-Geschichte der Frauen, 1859

Wohin haben nicht schon in der Ehe Eitelkeit, Gefallsucht und Leichtsinn geführt! Ist hier nicht - wie überhaupt in der Liebe - auch ein kleiner Fehltritt schon tausendmal zur furchtbaren Lawine geworden?

Rau, Der Fluch unserer Zeit. Sitten-Roman in 2 Theilen, 1863

Du ziehst hinein, du ziehst hinaus, Ein flücht'ger Gast im eigenen Haus; Drum wirb dir Liebe zum Geleit: Sie legt ins Heut die Ewigkeit.

Heyse (Hg.), Neues Münchner Dichterbuch, 1882

Alles findet Ersatz, nur die Frau deiner Jugend nicht.

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Am Sarge eines ehelichen Glückes weinen zu müssen, dieser größte aller Schmerzen vermag sich nie zu lindern und nimmer wird er zu einem heiligen verklärt.

Redwitz, Hymen. Ein Roman, 1887

Menschen für sich geben nicht Menschen zu zweien. Ehe und Haus vertragen keine Originale.

Hamerling, Aspasia. Ein Künstler- und Liebesroman aus Alt-Hellas, 1875

Die gute Ehe strebt nach dem Bilde der Freundschaft.

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Die Ehe ist die einzige wirkliche Leibeigenschaft, die unser Gesetz kennt. Es gibt keine Sklaven mehr, außer den Herrinnen jedes Hauses.

Mill, Die Hörigkeit der Frau (Subjection of Women), 1869

Stürmisch wogte manche Liebe Wie die Brandung an dem Strand, Doch gemach dann in der Ehe Lief das Schifflein auf den Sand.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Die Ehe ist auf Erden Gottes Heiligtum, in welchem die Menschen sich weihen und reinigen sollen für den Himmel.

Gotthelf, Uli der Knecht (Originaltitel: Wie Uli der Knecht glücklich wird. Eine Gabe für Dienstboten und Meisterleute), 1841

Es gibt gute Ehen, aber es gibt keine genußreichen.

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London ist voll von Frauen, die an ihre Gatten vertrauend glauben. Man erkennt sie sogleich; sie sehen so unglücklich aus.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Der Zweck, Kinder zu erzeugen und zu erziehen, mag immer ein Zweck der Natur sein, zu welchem sie die Neigung der Geschlechter gegeneinander einpflanzte; aber dass der Mensch, der sich verehlicht, diesen Zweck sich vorsetzen müsse, wird zur Rechtmäßigkeit dieser seiner Verbindung nicht erfordert; denn sonst würde, wenn das Kinderzeugen aufhört, die Ehe sich zugleich von selbst auflösen.

Kant, Die Metaphysik der Sitten, 1797. Erster Teil. Metaphysische Anfangsgründe der Rechtslehre