Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

1017 Sprüche in dieser Kategorie

In der Ehe gibt's keine größern Fehler als die wiederkommenden.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Mai 1799

Möge es dir nicht beikommen, dein Weib zu mißhandeln, dessen Kraft geringer ist als die deine, sondern möge es in dir einen Beschützer finden.

Schulte (Hg.), Die Gedankenwelt des Orients: Lebensweisheit und Weltanschauung der Dichter und Denker des Nahen und Fernen Ostens, 1916. Palimpsest X.9, Nr. 2114 im Louvre aus der 6. Dynastie

Die Abgeschiedenheit von der Welt ist es nicht, was das Glück einer Ehe festigt, sondern der ehrliche Wille der Gatten, der Wille, die gegenseitigen Pflichten treu zu erfüllen und das Glück in ihrer Liebe festzuhalten.

Burow, Im Wellenrauschen, 2 Bde., 1869 (posthum)

Wo es dahin gekommen ist, wo Eheleute einmal empfunden haben, daß sie nicht eins sind in unauflöslicher Verbindung, wo sie sich als zwei gesonderte Parteien zu denken angefangen haben, da ist das Glück des Hauses unwiederbringlich zerstört. Nur Liebe vermag den menschlichen Egoismus zu besiegen, ohne sie bricht er hervor und fordert gebieterisch Selbsterhaltung und Glück.

Lewald, Eine Lebensfrage. Roman in zwei Bänden, 1845

Ehe und Erziehung sind ohne Unterordnung nicht denkbar, ohne Gehorsam des Schwächeren dem Stärkeren, des Unerprobten dem Lebenserfahrenen gegenüber.

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Kurzgefaßte Geschichte vieler Ehen: "Einige Jahre ging alles gut."

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Bitternisse und Süßigkeiten der Ehe werden von den Weisen geheim gehalten.

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Er [Kant] behauptete, das Wort conjugium beweise schon hinlänglich, dass beide Eheleute an einem Joch tragen; und in ein Joch gespannt sein, könne doch keine Glückseligkeit genannt werden.

Metzger, Äußerungen über Kant, seinen Charakter und seine Meinungen. Von einem billigen Verehrer seiner Verdienste (anonym veröffentlicht), 1804

Der Ehestand ist am schönsten von vorne, der Brautstand von hinten.

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Die Ehe zwischen zwei Menschen, die sich lieben, ist ein Himmel, wie soll der Himmel immer wolkenlos sein?

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Weh dem Manne, der ein Weib des Geldes wegen nimmt, der die reiche Alte der nackten Jungen vorzieht. Hat sie ihn in ihrer Machte, dann ist er ihr Sklave; die Hexe hält ihn bei dem Bart, und durch Teufelskunst verwandelt sie ihn in einen geduldigen Esel.

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Ein Bündnis ist fester, wenn die Verbündeten aneinander glauben als voneinander wissen: weshalb unter Verliebten das Bündnis fester vor der ehelichen Verbindung als nach derselben ist.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Oktober – Dezember 1876

Die Ehe wird sich erhalten, solang ihr die Mitgift treu bleibt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Eitelkeit, auch in geringem Maße unserm Tun zugesetzt, verdirbt alles.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Ein Ehmirakel sollt ihr sehn Im ewig-treuen Bund! Nur bleibe Liebchen jung und schön, Ich munter und gesund.

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Was sie im Himmel tun, das wissen wir nicht; was sie aber nicht tun, das wissen wir ganz genau, nämlich: sie freien nicht, noch lassen sie sich freien.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Die Ehe ist der positive Anknüpfungspunkt, die heilige Gelegenheits-Macherin für alle exakte Sittlichkeit und Treue. Sie bewahrt das Gold der Tugend und bringt zugleich ihre Scheidemünze in Verkehr. Sie ist die Pflanzschule aller werktüchtigen und aller idealen Menschenbildung, aller staats- und weltbürgerlichen Qualifikationen, der Herd, die Heimat aller Gesittung und Civilisation.

Goltz, Zur Charakteristik und Natur-Geschichte der Frauen, 1859

Auf gleicher Bildung beruht die Möglichkeit dauernder Zuneigung und geistigen Verständnisses, und daß die Heiraten aus Neigung nicht aufhören, ist viel notwendiger, als unser materialistisches Zeitalter zugestehen will. Je mehr aus der Ehe ein Geschäft gemacht wird, desto mehr wird die Familie untergraben, und mit ihr die bürgerliche Ordnung.

Stahl, Ein weiblicher Arzt, 1863

Ihr Eheleute seid den bunten Karten gleich. Wer kann das treue Bild verdammen? Den ganzen Tag bekriegt ihr euch, Und nachts liegt friedlich ihr beisammen.

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Die Fremden hören in der Ehe wohl den Sturm, aber nicht die Windstille oder den Zephyr.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. August 1811

Die meisten Frauen gehorchen dem Manne sehr gern; nur muß er verlangen, was sie selber wollen.

Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896