Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

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Die Ehe ist des Menschen höchster irdischer Stand.

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Nur wer des Lebens Bedeutung und Ernst verkennt, das Leben hält für ein Schaukeln auf den Wellen der Lust ohne Ziel und Zweck, nur der verkennt der Ehe hohe Bedeutung, verhöhnt sie als veraltet, als eine morsche Schranke gegen wahre Kultur. Der ist dann aber auch kein Sohn der Ewigkeit, sondern ein Kind des Augenblicks; wie ein Irrlicht hüpft im Moor, so ist sein Wandel durchs Leben; wie ein Irrlicht versinkt im Moor, so sein Leben im Schlamme der Welt.

Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 1849

Die Ehe ist das Höchste in des Menschen Leben, sie fordert die größte innere Vollendung, sie gibt den edelsten Kräften Raum, sie stellt Göttergleiches dar.

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Und zur Vergrößerung meines Kummers muß meine Frau mein elendes Leben teilen, während sie meine Fehler nicht geteilt hat.

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Die einzige Art der Erforschung der weiblichen Physiologie ist die Ehe. Ein unverheirateter Mann wird nie imstande sein, die Seele der Frau zu erkennen.

Unamuno, Nebel (Niebla), 1914, deutsche Erstausgabe 1927

Nichts macht eine Frau so schnell alt, als wenn sie mit einem Durchschnittsmann verheiratet ist.

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Wenn ein jedes seine Fehler sieht und bekennt, jedes die Schuld auf seine Schultern nimmt, dann sind Eheglück und Ehefrieden gesichert.

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Es gibt gar keine wirksamere innere Mission als den Ehestand für zwei rechtschaffene Menschen.

Heyse, Kinder der Welt. Roman in sechs Büchern, 1873

Was Gatten innig aneinanderknüpft, es ist ein zartes Band, es heißt Vertrauen!

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Der Ehestand, wenn er kinderlos ist, ist um 50 Prozent kostspieliger als der ledige; kommt Familie, so steigt er auf 100 Prozent; Gall' und Verdruß kann man auch auf etliche Prozent anschlagen, ergo muß die Frau immer etwas mehr Vermögen haben als der Mann, sonst schaut für ihn ein kleines Defizit heraus.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Die sogenannten glücklichen Ehen sind in Wahrheit die unglücklichen. Denn wo es Wachstum gibt, dort muß auch Druck und Spannung sein.

Merian (Hg.), Trotzdem. 366 deutsche Gedanken und Gedichte, Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1926

Ein Hafen ist ein reizvoller Aufenthalt für eine im Lebenskampf erschöpfte Seele.

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Die Ehe ist ein richtiges Duell, wobei man keinen Augenblick unaufmerksam sein darf, wenn man über seinen Gegner triumphieren will; denn wenn du unglücklicherweise einen Augenblick den Kopf wegwendest, durchbohrt dich der Degen des Hagestolzen.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Die Verbündeten des Liebhabers

Glücklicher Bund, wo der Gatte das Haupt, die Gattin das Herz ist.

Haug, Sinngedichte, 1791

Denn das Band der Ehgenossen Ist ein zart-vertraulich Band.

Herder, Der Cid. Nach spanischen Romanzen, 1803/04 (posthum). 48.

Ich bin ein Kind, was zum Heiraten gezwungen wird, das wird Ihnen Geld kosten, Papa! Jeden Hausverdruß vergüten Sie mir kontraktlich mit fufzig Gulden; das kann sich tagtäglich wiederholen in einer unglücklichen Eh'! Begeht sie eine Falschheit an mir, so entschädigen Sie mich mit dreitausend Gulden, bei einer größeren Quantität Falschheit tritt ein billiger Nachlaß ein – aber hoch kommt Ihnen diese Eh auf alle Fäll.

Nestroy, Karikaturen-Charivari mit Heurathszweck, 1850

In der Ehe hatte sie eine Anwandlung vom Absterben des Wertgefühls.

Hofmannsthal, Andreas oder die Vereinigten, Fragment entstanden ab 1907, Erstdruck 1932 (posthum)

Im Ehestand ist mit dem Geiste nichts zu machen, und statt der Bücher braucht man da ganz andre Sachen.

Molière, Die gelehrten Frauen (Les Femmes savantes), Komödie, in Paris uraufgeführt 1672

Ein Standesbeamter: Es gibt mehr gute Partien als gute Ehen.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Was ist eine Eheversprechen? Ein Versprechen von dem sich a gescheites Mädl eh' nix verspricht. Heiraten muß man prima furia, es muß der Labetrunk sein, den man im ersten Durst auf den heißen Stein der Liebe schütt'. Wie's nicht auf ein Zug geht, so merkt man's, daß man in d'Hitz trinkt, und laßt sich Zeit', bis die ganze G'schicht abg'standen is.

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Ehemarterl Hier fiel ich, steh, Wandrer, und bet ein Gebet, In die Hände meiner Frau, der Anna Margreth; Es war am fünfundzwanzigsten Mai, Als ich ging an diesem *** Baume vorbei, Hinter dem sie ganz so ungefähr stand; ich sagte Guten Abend und gab ihr die Hand. Damals war ich ein Junggesell, Und deshalb verliebte ich mich sehr schnell; Sie behauptete von sich selber das Gleiche Und verlangte, daß ich die Hand ihr reiche Nächstens und schleunigst auch am Altar, Der zufällig hier in der Nähe war. Und deshalb, weil dieses wirklich geschehn, Sag ich: Oh Wandrer, bleibe hier stehn, Bedenke der Freiheit Vergänglichkeit, Bet ein Gebet und bleibe gescheidt. Bums Bärlaatsch, Bauer und Ehemann, Der ein Wort davon mitreden kann.

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