Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

1017 Sprüche in dieser Kategorie

Des Gottesfriedens Heimat ist das Haus.

Augusti, Die christlichen Alterthümer. Ein Lehrbuch für academische Vorlesungen, 1819

So gütig, großmüthig, So liebevoll zart, So huldig, geduldig, Voll Locken und Bart, So schmiegsam, so biegsam, So glühend voll Feuer, So glücklich, erquicklich, So war er als Freier! So dämlich, griesgrämlich, So launisch und hart, So zornig, so dornig, In Allem apart – So rücksichtslos kühl Und so kahl wie 'ne Ratte, So eklig, kaum erträglich, So ist er als Gatte! So gut und so wonnig, So lieblich und schön, So herrlich, so sonnig, So nett anzuseh'n! So liebend, so rosig, So schmelzend, so traut, So schwellend, so kosig, So war sie als Braut! So schnippisch, so schmollend, So frostig, so kalt, Die Augen so rollend, So bissig, so – alt! So schimpfend, nie heiter, So sauer, so lau, So grob und so weiter, So war sie als Frau!

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wenn man verheiratet ist, ist's aus und vorbei mit dem Eigenwillen.

Auerbach, Landolin von Reutershöfen. Roman, 1878

Zur Ehe gehört nicht bloß, daß man das Mädchen, sondern auch, daß man sich prüfe – ob nämlich zwei Vortreffliche dennoch sich einander nicht fügen.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. August 1811

Welcher Ehemann wird noch ruhig an der Seite seiner jungen hübschen Frau schlafen können, wenn er vernimmt, daß mindestens drei Junggesellen auf der Lauer liegen?

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Wenn trübe Tage kommen wollen, wenn Fehler an dem einen, an dem andern, an beiden ausbrechen, so denket nicht an Ungesell, daß ihr unglücklich seiet, sondern an den lieben Gott, der alle diese Fehler schon lange gekannt und euch eben deswegen zusammengebracht, damit eins das andere heile, ihm von seinen Fehlern helfe; das ist Zweck und Aufgabe eures Zusammenkommens.

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Eine Frau, die an ihrem Feuerherd viel an ihren Mann und an ihre Kinder sinnet, hat nicht leicht ein unheiliges und ungesegnetes Haus.

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Zwischen Eheleute drängt sich kein Dritter, am wenigsten ein Fremder.

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Auf Achtung hat sich schon manche glückliche Ehe aufgebaut. Die Liebe kommt oft nach und bleibt um so dauernder, weil sie eine so sichere Basis hat.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Knoten, die man gar zu fest zuziehen will, reißen. Dasselbe geschieht mit dem Eheband, wenn man es fester ziehen will, als es sein soll.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Des Weibes Liebe ist des Mannes Dämon, so wie des Mannes Leidenschaft des Weibes Schicksal ist.

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Die Ehe ist ein Bund, in welchem sich Mann und Weib verpflichten, sich zeitlebens ihr Leid zu klagen.

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Wo treu und fest sich Mann und Weib umarmen, Da ist ein Kreis, da ist der Kreis geschlossen, In dem die höchsten Menschenfreuden wohnen.

Hebbel, F., Gedichte. Aus: An Christine Enghaus, 1846

Das hab' ich mein Lebtag gehört: wenn sich einer als Bräutigam so benimmt, als wenn er nicht bis fünfe zählen könnt', das werden die Ärgsten, wenn s' einmal verheirat't sind.

Friedell (Hg.), Das ist klassisch! Nestroy-Worte, hg. von Egon Friedell 1922

Mann und Weib Sind Ein Leib.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wären nur die Herren Weiber besser, mit den Frau Ehemännern ginge es wohl noch hin.

Lichtenberg, Sudelbuch H, 1789-1793. [H 4]

Ein Ehemann darf sich in Gegenwart eines Dritten gegen seine Frau niemals ein feindseliges Wort erlauben.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Eine Frau, die eine Männererziehung erhalten hat, besitzt allerdings die glänzendsten Fähigkeiten, die wie keine anderen geeignet sind, ihr und ihrem Mann das Glück zu bringen; aber eine solche Frau ist selten wie das Glück selber [...].

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Es ist kein lieblicher, freundlicher und holdseliger Verwandtnis, Gemeinschaft und Gesellschaft denn eine gute Ehe, wenn Eheleute denn eine gute Ehe, wenn Eheleute in Frieden und Einigkeit leben. Wiederum ist auch nichts Bittereres, Schmerzlicheres, denn wenn das Band zerrissen, von einander getrennt und geschieden wird, nach welchem ist der Kinder Tod.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Die meisten Menschen haben bei ihrer Ehe nur die Fortpflanzung, den Besitz, das Kind im Auge. Aber weder die Fortpflanzung noch der Besitz noch das Kind stellen das Glück dar.

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Wenn der Mann für seine Frau nicht die erste Person ist, dann ist er die letzte.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944