Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

1017 Sprüche in dieser Kategorie

Eheleute müssen eine Art von Mischung der Selbständigkeit und Unselbständigkeit haben. Sie müssen festen Charakter, als Sachen, haben, um ein Besitztum sein zu können, und doch geschmeidig, elastisch und durchaus bestimmt sein, ohne eigensinnig und ängstlich zu sein.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Fragmente über den Menschen

Wer's aber mit sich selbst gut meint, der nehme Ja eine Gattin, die gefällig ist Und sanften Herzens – oder lieber keine!

Euripides, Iphigenie in Aulis, nach 406 v. Chr. Akt III, Szene IV, Agamemnon

Es gibt keine Ehe, in die der Teufel sich nicht einmischt.

Internet

Der Ehestand hat viele Kinder: Reue, Zwietracht, Armut, Eifersucht, Krankheit, Trübsal, Ekel usw.

Swift, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Alexander Pope verfasst

Die Kette der Ehe ist so schwer zu tragen, daß zwei Personen dazu gehören, manchmal sogar drei.

Internet

Das Glück vieler Ehen beruht darauf, daß sich die Gatten nicht näher kennen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Frauenliebe O glücklich, wer ein Weib gefunden, Das Treue hält in bittern Stunden. Es kann nicht Gold und Edelstein Gleich ihrer Liebe köstlich sein. Mit milder Hand und gutem Wort Scheucht sie von dir den Kummer fort. Und aus dem lieben Angesicht, Da strahlt ein tröstend Sonnenlicht. Im Winterschnee das Tannengrün, In dunklen Nächten Sternenglühn. Ein frischer Quell in Wüstenein, Er könnte nicht so tröstlich sein. Hat auch das Glück gewendet sich, Sie schlingt den treuen Arm um dich. Wenn nichts in Treue zu dir hält Mein Lieben nie zusammenfällt. Ich trage gern mit dir die Not, Und hab' genug an trock'nem Brot, Ich misse nicht des Lebens Lust, Wenn du mich hegst an deiner Brust! O glücklich, wer ein Weib gefunden, Das Treue hält in bittern Stunden!

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

In einem Gespräch über die Ehe meinte jemand: "Das Übel liegt nicht so sehr darin, daß man verheiratet ist – als darin, wie man es täglich ist."

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Das Weib, sobald es ein Kind hat, liebt den Mann nur noch so, wie er selbst das Kind liebt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Getrennte Schlafzimmer sind der erste Schritt zu einer Kultur der Ehe. Es gibt sogar schon Architekten, die die Räume der Frau und des Herrn in verschiedenen Stockwerken des gemeinsamen Hauses anordnen. Aber erst wenn man den Gatten erlaubt, überhaupt nicht mehr zusammen zu wohnen, werden geschmackvolle und feinfühlige Menschen den Versuch machen dürfen, eine Ehe einzugehen.

Hagemann, Aphorismen zur Liebesweisheit, 1921

Der Mann lyrisch, die Frau episch, die Ehe dramatisch.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Kunstfragmente

Eine Frau sollte einen prosaischen Gatten haben und sich einen romantischen Liebhaber nehmen.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Nie sprech ich es aus, daß der Ehstand uns mehr Freudengenuß als Trübsal bringt.

Euripides, Alkestis, 438 v. Chr

Einen Freund über seinen Liebeskummer zu trösten Wir müssen immer wieder uns begegnen und immer wieder durch einander leiden, bis eines Tages wir das alles segnen. An diesem Tage wird das Leiden weichen, das Leiden wenigstens, das Blindheit zeugte, das uns wie blinden Wald im Sturme beugte. Dann werden wir in neues Ziel und Leben wie Flüsse in ein Meer zusammenfließen, und kein Getrenntsein wird uns mehr verdrießen. Dann endlich wird das » ... suchet nicht das Ihre« Wahrheit geworden sein in unsern Seelen. Und wie an Kraft wird's uns an Glück nicht fehlen.

Morgenstern, C., Gedichte. Wir fanden einen Pfad

Darum ist der ein heiliger Mann, der eine gute Ehe hat, wiewohl es eine seltsame Gabe ist.

Luther, Tischreden oder Colloquia, 1566

Ehen werden im Himmel geschlossen, deshalb fällt man auch so tief.

Internet

Bräute lispeln, Weiber kreischen, wie verändert ist die Stimme; Bräutigam streichelt, Ehemann geißelt, wie verwandelt sind die Hände.

Internet

Schon bald nach Antritt der ehelichen Reise wird dir zwangsläufig bewußt, daß du dich gar nicht fortbewegst und daß der Ozean noch nicht einmal in Sicht ist – in Wirklichkeit hast du dich aufgemacht, eine Waschschüssel zu erkunden.

Internet

Auch Ehe soll Freundschaft sein: und wehe, wo sie's nicht ist, wo sie nur Liebe und Appetit sein wollte!

Herder, Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, 1781

Wußten sie nicht so gut, als jeder Gemeine, daß in der vornehmen Ehe die Gatten als zwei Fetttropfen im Wasser schwimmen, ohne in einander zu fließen [...]?

Jean Paul, Herbst-Blumine oder gesammelte Werkchen aus Zeitschriften, 3 Bde., 1810-20. Drittes Bändchen. IV. Wahlkapitulation zwischen Vulkan und Venus, am Abende, bevor diese die Regierung der Erde auf 1815 antrat

In jeder Ehe kommt einmal die Zeit, in der man andere Männer um ihre Schwerhörigkeit beneidet.

Internet