Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

1017 Sprüche in dieser Kategorie

Glückliche Ehen haben keine Geschichte.

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Ehe Sie haben sich nichts zu sagen, Sie sitzen still und stumm Und hören die Stunden schlagen, Die Langeweil' geht um. Die Liebe ist längst gegangen, Und auch das Glück ist hin, Und hin ist das Verlangen Mitsamt dem Jugendsinn. Mißmut sitzt ihm zur Seite, Die Sehnsucht sitzt bei ihr, Und traurig alle beide, Ach, bis zu Thränen schier. Keins bricht das tiefe Schweigen, Kein Laut dringt in den Raum, Nur schwere Seufzer steigen, Verstohlen, hörbar kaum. Und die Gewohnheit leise Schwingt ihren Zauberstab Und zwingt in ihre Kreise Die beiden still hinab.

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Stiller Wunsch vieler Männer: "Wollte meine Frau mich nur, wenigstens zeitweise, als Fremden behandeln!"

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Ich kenne eine Dame, die es ebenso übel aufnimmt, wenn man Nachteiliges von Frauen im allgemeinen, als wenn man Vorteilhaftes von Frauen im besonderen sagt.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Frage dich vor der Ehe: Sind du und deine Erwählte wert, in Kindern fortzuleben?

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Die Ehe z. B. ist sogar das gefährlichste Unternehmen.

Müller (Hg.), Blätter zur Pflege persönlichen Lebens (seit 1914 unter dem Titel: Grüne Blätter), 1897-1941. 1937

Am Himmelstor Mir träumt', ich komm ans Himmelstor Und finde dich, die Süße! Du saßest bei dem Quell davor Und wuschest dir die Füße. Du wuschest, wuschest ohne Rast Den blendend weißen Schimmer, Begannst mit wunderlicher Hast Dein Werk von neuem immer. Ich frug: – Was badest du dich hier Mit tränennassen Wangen? – Du sprachst: – Weil ich im Staub mit dir, So tief im Staub gegangen.

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Man zetert über manchen, der seine Haushälterin zur Frau macht; von denen, die ihre Frau zur Haushälterin machen, sagt man nichts.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Ehe geht vor: dem Scheuern. Ehe geht vor: der Zeitung. Ehe geht vor: dem Bügeln. Ehe geht vor: dem Beruf.

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Wie man an Blüten und Früchten den Baum erkennt, so wird der Geist der Ehe offenbart an den Kindern.

Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Die Frau, die gern das Haus verläßt, Trägt mit hinaus des Glückes Rest.

Leixner, Aus der Vogelschau, 1890

Jeder Mann, der sogleich im ersten Jahr seiner Ehe den Zauber seines Wertes, den er bei seiner Gattin haben sollte, verliert oder geschehen läßt, daß sie (wie in der Regel versucht wird) jenen Zauber mutwillig zerstört, wird ein unglückliches und verfehltes Leben führen.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

In keinem Duett wird so falsch gespielt wie in der Ehe.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Wenn einem Manne das Weib stirbt, so ist es, als ob der heilige Tempel zerstört worden wäre.

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Ach gar so selten glückt's bei Ehen, Daß zwei auch eins zu sein verstehen.

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In der Ehe bedeutet jeder Sieg, den der eine Teil über den anderen davonträgt, immer nur eine Niederlage des häuslichen Glücks.

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Auf ein kurzes »Ja!« folgt in der Ehe oft ein lebenslanges »Nein!«.

Franz-Voneisen (Hg.), Junggesellenbrevier. Gesammelte Aphorismen über Frauen, Liebe und Ehe, hg. von Franz-Voneisen [i. e. Zdenko Zelezny], Leipzig, um 1900

Die Ehe ist die Schule der Einsamkeit. Aber man lernt nicht genug in ihr.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

Dickkopf: Aber ich heirat' ja. Kasimir: Das ist der sicherste Weg, um für einen Narren gehalten zu werden.

Nestroy, Heimliches Geld, heimliche Liebe, 1853

Will er sauer, so will ich süß, Will er Mehl, so will ich Grieß, Schreit er Hu, so schrei ich Ha, Ist er dort, so bin ich da, Will er essen, so will ich fasten, Will er gehn, so will ich rasten, Will er recht, so will ich link, Sagt er Spatz, so sag ich Fink, Ißt er Suppen, so eß ich Brocken, Will er Strümpf, so will ich Socken, Sagt er ja, so sag ich nein, Sauft er Bier, so trink ich Wein, Will er dies, so will ich das, Singt er den Alt, so sing ich den Baß, Steht er auf, so sitz ich nieder, Schlägt er mich, so kratz ich wieder, Will er hü!, so will ich hott! Das ist ein Leben, erbarm es Gott!

Abraham a Sancta Clara, Reim dich oder ich lis’ dich, 1684. Merkt's Eheleut'!

Warum ein rechtes Eheglück So selten wird erschaut: Weil man sein Haus so selten auf Der Wahrheit Eckstein baut.

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