Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

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(An seine Schwester Nannerl) Du wirst im Eh'stand viel erfahren, Was dir ein halbes Rätsel war; Bald wirst du aus Erfahrung wissen, Wie Eva einst hat handeln müssen, Daß sie hernach den Kain gebar. Doch, Schwester, diese Eh'standspflichten Wirst du von Herzen gern verrichten, Denn glaube mir, sie sind nicht schwer. Doch jede Sache hat zwo Seiten: Der Eh'stand bringt zwar viele Freuden, Allein auch Kummer bringet er. Drum, wenn dein Mann dir finstre Mienen, Die du nicht glaubest zu verdienen, In seiner übeln Laune macht, So denke, das ist Männergrille, Und sag: Herr, es gescheh' dein Wille Bei Tag, und meiner in der Nacht.

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Für eine Frau bedeutet die Ehe mit einem schlechten Mann, lebendig begraben zu sein.

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Wilde Ehe! Sie leben in ›wilder Ehe‹, So sagt des Volkes Mund; Darob schreitet Ach und Wehe Der Pharisäer Bund! Ihr Herz ist rein und heilig, Wie man sie auch verdammt; Sie habens nur nicht eilig Mit ihrem Standesamt! Doch bei dem Paar da drüben, Das kirchlich einst getraut, Da schallt es oft von Hieben, Da tönt das Fluchen laut. Da zittern Weib und Kinder, Vom Ehgemahl bedroht: Sie fürchten von dem Sünder Fast täglich ihren Tod! Nun sagt mir, welche Ehe Von beiden wirklich ›wild‹? Die auf der sittlichen Höhe, Oder die, die staatlich gilt??

Bern/Zoozmann (Hg.), Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl aus vergangenen Jahrhunderten und aus unseren Tagen, Erstauflage hg. von Maximilian Bern, spätere Auflagen neu bearbeitet und hg. von Richard Zoozmann, 3 Bde., 1924-29 (EA: 1902)

Der Pessimist Warum ihr bloß den Ehstand lobt? Wo, Teufel, ist die Harmonie? Er, heißt es, "hat sich ausgetobt!", Und jetzt – tobt sie.

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Die Ehe ist für manch eine ein trauriges Erwachen. – Weil das Einschlafen so traurig ist.

Essigmann, Gott, Mensch und Menschheit. Aphorismen, 1916

Wer über seine Ehe schwatzt, hat sie auch schon gebrochen.

Merian (Hg.), Innen. 366 Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1931

… ich Glaub wohl dass Ihre Lieb zu mir mit dem Abseyn wächst. denn wo ich weg bin können Sie auch die Idee lieben die Sie von mir haben, wenn ich da bin wird Sie offt gestört, durch meine Thor und Tollheit.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 6. Dezember 1777. Originaltext

Wie griff die holde Clelia Aus blinder Liebe fehl! O, sie ist ganz Camelia und er ist ganz Kamel!

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In einer vornehmen Ehe soll man nicht alles sagen müssen, aber man soll sich alles sagen können.

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Eine Ehe sollte nur alsdann für unauflöslich gehalten werden, wenn entweder beide Teile oder wenigstens der eine Teil zum drittenmal verheiratet wäre.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. Erster Teil, zehntes Kapitel, Graf

Sie schwören, daß nur der Tod sie trennen wird. Doch meistens trennt sie das Leben.

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Manche Männer wären gerne verheiratet, nur nicht 24 Stunden täglich.

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Der Mann: Einziger Vertreter seines Geschlechts, der sein Weib schlägt.

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Das Wörtchen ›Ehe‹ hat nur drei Buchstaben, und doch hat mancher sein ganzes Leben dran zu buchstabieren.

Schlichting (Hg.), Weiser Humor – Lachende Philosophie. 1000 der besten boshaften Sinnsprüche, gesammelt von Wilhelm Schlichting, Verlag Wilhelm Schlichting, Stuttgart-Gablenberg 1931

Die Ehe, eine Institution, auf der heutzutage die Gesellschaft beruht, gibt uns allein ihre Last zu spüren: für den Mann die Freiheit, für die Frau die Pflichten.

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Es ist nur so der Lauf der Welt Mir ward als Kind im Mutterhaus, Zu aller Zeit, Tag ein, Tag aus, Die Ruthe wohl gegeben. Und als ich an zu wachsen fing Und endlich in die Schule ging, Erging es mir noch schlimmer. Das Lesen war ein Hauptverdruß, Ach! wer's nicht kann und dennoch muß, Der lebt ein hartes Leben. So ward ich unter Schmerzen groß Und hoffte nun ein bess'res Loos, Da ging es mir noch schlimmer. Wie hat die Sorge mich gepackt! Wie hab' ich mich um Geld geplackt! Was hat's für Noth gegeben! Und als zu Geld ich kommen war, Da führt' ein Weib mich zum Altar, Da ging es mir noch schlimmer. Ich hab's versucht, und hab's verflucht, Pantoffeldienst und Kinderzucht Und das Gekreisch der Holden. O meiner Kindheit stilles Glück, Wie wünsch' ich dich jetzt fromm zurück! Die Ruthe war ja golden!

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Dieweil mein schwächrer Geist, vom Irdischen durchtränkt, Sich auf das traute Glück des Ehestands beschränkt.

Molière, Die gelehrten Frauen (Les Femmes savantes), Komödie, in Paris uraufgeführt 1672

Die Ehe zwischen einem Manne und einem Weibe ist die edelste Gestalt der Liebe [...].

Fock, Sterne überm Meer. Tagebuchblätter und Gedichte, 1917 (posthum)

Ehe ist keine Erwerbsgemeinschaft. Ehe ist ein Daheimsein im Guten, Adeligen, Noblen, im Schönen, in der Erlösung von der Knechtschaft des Kleinlichen, der Selbstsucht und der Ungüte.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Das wahre Eheglück schlägt in der Regel erst dann aus, wenn die ersten Rosen verblüht sind.

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Die Ehe ist eine Blutsbrüderschaft und mehr, sie ist eine heilige Handlung. Sie ist so zart und so zerbrechlich, daß ein voreiliges Wort – ja, man nennt es Scherz – sie fürs ganze Leben töten kann.

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