Ehe Sprüche
Sprüche über Ehe
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Ehe: So heiße ich den Willen zu zweien, das Eine zu schaffen, das mehr ist, als die es schufen.
Gesehn, gehofft, gefunden Gesehn, gehofft, gefunden, gestanden und geliebt – drauf eine Zahl von Stunden durch keinen Schmerz getrübt. Gequält, getrennt, geschieden durch feindliches Bemühn – dahin der Seele Frieden, die süße Ruh dahin… Sich liebend treu geblieben, geklagt, gesehnt, geweint und dann, im bessern Drüben auf ewig doch vereint.
Wem die Ehe ein Handel ist, der braucht für die Händel in der Ehe nicht zu sorgen.
Glücklicherweise hat die Vorsehung es so eingerichtet, daß die Männer selten die geistige Superiorität ihrer Frauen, wenn solche vorhanden ist, gewahr werden, sonst würde es noch mehr unglückliche Ehen geben, als es ohnedies schon gibt.
Immer mehr greift die Auffassung Platz, daß die Ehe ein Geschäft sei, aus dem jeder der beiden Theile Nutzen zu ziehen sucht. Hat man sich in dieser Berechnung getäuscht, nun, so trennt man sich einfach wieder oder sucht, wenn man den Eklat fürchtet, sich auf weniger legitime Weise darüber zu trösten.
Die Harmonie zwischen den Ehegatten erfordert, dass sich in den Ansichten über Welt und Leben, falls sie nicht übereinstimmen, derjenige, der weniger darüber nachgedacht hat, dem unterordnet, der mehr darüber nachgedacht hat.
Konvenienz-Ehen gibt's, die fallen so schlecht aus – als wären's Liebes-Heiraten.
Familiengemälde Großvater und Großmutter, Die saßen im Gartenhag, Es lächelte still ihr Antlitz Wie sonn'ger Wintertag. Die Arme verschlungen, ruhten Ich und die Geliebte dabei, Und blühten und klangen die Herzen Wie Blumenhaine im Mai. Ein Bächlein rauschte vorüber Mit plätscherndem Wanderlied, Stumm zog das Gewölk am Himmel, Bis unseren Blicken es schied. Es raschelte von den Bäumen Das Laub, verwelkt und zerstreut, Und schweigen an uns vorüber Zog leichten Schrittes die Zeit. Stumm blickte aufs junge Pärchen Das alte stille Paar; Des Lebens Doppelspiegel Stand vor uns licht und wahr: Sie sah'n uns an und dachten Der schönen Vergangenheit; Wir sah'n sie an und träumten Von ferner künft'ger Zeit.
Mit seiner Braut möchte man bis ans Ende der Welt gehen. Hat man sie geheiratet, bedauert man, daß die Welt kein Ende hat.
Die Ehe bindet Mann und Weib mit Götterband Und gilt, bewacht vom Rechte, mehr als Eidesschwur.
Dass seine Frau ihn liebt – das weiß mancher Mann viel genauer als seine Frau.
Die Ehe ist nur zu oft die Scheidung zweier Herzen.
Der erste Kuss, Der erste Verdruss Wie brennen die zwei! Und – 's bleibt nicht dabei!
Ein Ehevermittler sagte: „Sobald die Mitgiftfrage erledigt ist, werden die Ehen im Himmel geschlossen.“
Dass das eheliche Leben viele angenehme Seiten hat – wer wird es leugnen? – Höchstens ein Verheirateter!
Oh, die ergebenen Frauen zu sehen, wie sie müde mit ihren Gatten gehen – und zu denken, daß sie vor kurzen Jahren starke, hochfordernde Mädchen waren, die nun alles vergaßen und alles verrieten und nicht mehr wünschen und kaum noch bieten – Und zu denken, daß du in nächster Frist auch eine von den Gelebten bist – – Und warst wie ein blühender Sang der Liebe – Oh, daß doch eine das Flammenlied bliebe!