Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

1017 Sprüche in dieser Kategorie

Ohne gewisse Schwankungen macht der Besitz einer geliebten Frau nicht glücklich, ja er wird sogar unhaltbar.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

So ist der Begriff der Heiligkeit der Ehe eine solche Kulturerrungenschaft des Christentums und von unschätzbarem Werte, obgleich die Ehe eigentlich unnatürlich ist.

Goethe, J. W., Briefe. An Kanzler Friedrich von Müller, 7. April 1830

In Frankreich sind die Männer, die ihre Frau verloren haben, traurig, die Witwen dagegen froh und zufrieden. Die Frauen haben sogar ein Sprichwort für diesen glückseligen Zustand. Also bedeutet die Ehe nicht für jeden dasselbe.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Was Ehen trennt. Durch Frauenklatschsucht, Männerzorn- und -flüche Ging Eheglück schon oftmals in die Brüche.

Pesendorfer, Mein Spruchbüchlein, 1913

Gestatten Sie mir die indiskrete Frage: „Seit wann sind Sie verheiratet? Und seit wann möchten Sie wieder ledig sein?“

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Eheliches: Mancher Mann hat seinen Wunsch noch gar nicht ausgesprochen – und seine Frau ist schon dagegen.

Weiß, So seid Ihr! Erste Folge, 1906

Eine Frau hat nichts zu sagen, wenn man ihr alles verschwenderisch gegeben hat.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Die Wohnung

Glücklich der Mann, der seiner Frau alles sagen kann.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Im Allgemeinen verraten die verheirateten Leute die Kälte ihrer Gefühle mit derselben Naivität, womit sie ihre Liebe zur Schau trugen.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Im Augenblick, wo in deiner Ehe der Kampf zwischen der Tugend und der Inkonsequenz beginnt, läuft die ganze Frage darauf hinaus, dass deine Frau fortwährend unwillkürliche Vergleiche zwischen dir und einem Liebhaber anstellt.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Persönliche Mittel

In der Ehe geht der Augenblick, da zwei Herzen einander verstehen können, so schnell vorüber wie ein Blitz; und ist er einmal vorüber, so kehrt er niemals zurück.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829

Stets mit einem liebenswürdigen Gesicht die Wohnung betreten – das ist eines jener Ehegesetze, die keine Ausnahme dulden.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Die Kunst des Nachhausekommens

In dem Ehebett besitzest du einen treuen Dolmetscher, der mit tiefer Wahrheit die Gefühle einer Frau überträgt; du machst sie dadurch zur Spionin ihrer selbst; du befindest dich stets auf der Höhe ihrer Liebestemperatur; du verläßt sie niemals, du kannst ihren Schlummer hören, kannst alle jene Unvernünftigkeiten vermeiden, die so viele Ehen unglücklich machen – und dies sind die Gründe, aus denen ein Ehebett für beide Gatten den beiden andern Arten der Einrichtung des ehelichen Schlafgemachs vorgezogen werden muß.

Balzac, Physiologie der Ehe (Physiologie du mariage), 1829. Theorie des Bettes

Es ist mit der Religion wie mit der Ehe: die Ehe wird so vielen zum Verderben.

Diderot, Unterhaltung eines Philosophen mit der Marschallin von C. (Entretien d'un philosophe avec la maréchale de ***), 1776

Das sich unverstanden Fühlen und das die Welt nicht Verstehen begleitet nicht die erste Leidenschaft, sondern ist ihre einzige nicht zufällige Ursache. Und sie selbst ist eine Flucht, auf der das Zuzweiensein nur eine verdoppelte Einsamkeit bedeutet.

Musil, Die Verwirrung des Zöglings Törleß, 1906

Ja wo zehen Ehen gut, so seind darfür wohl hundert böß, voraus in großen Städten.

Pseudo-Abraham a Sancta Clara, Centi-Folium stultorum in Quarto, 1709. Eyffersüchtiger Narr

Ja, so geht es nun im Leben zu […] man macht sich große Theorien, man will geistig zusammenpassen und will sich auf Herz und Nieren prüfen, – und schließlich wählt man einander doch in der Gunst der Stunde, und ohne alle weitern Kennzeichen.

Andreas-Salomé, Fenitschka. Eine Ausschweifung, 1898

Die Ehe ist eine Art Treibhaus, sie bringt manch seltsam verbrecherischen Wunsch zur Reife, manch seltsame Entsagung.

Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, 1921 (EA: 1907)

Die Ehe ist die geistreichste Sache für die Dummen und die dümmste Sache für die geistreichen Menschen.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

Die Ehe ist die feinste Kunst auf Erden, die einer kaum in sieben Iahren lernen kann!

Fock, Sterne überm Meer. Tagebuchblätter und Gedichte, 1917 (posthum)

Die Ehe: man spricht sich aus, und immer wieder kommt der Milchmann.

Schaukal, Beiläufig, 1912