Ehe Sprüche

Sprüche über Ehe

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Für zwei Liebende, die nur ihrer Liebe leben und alles an Erdenlast daraus verbannen, kann jedes Zusammensein ein Feiertag sein, für zwei Eheleute gibt es aber mindestens sechs Wochentage.

Zapp, Junggesellinnen, 1921

Ehrfurcht und Geringschätzung des ehelichen Bundes entscheiden über die Sittlichkeit der Völker.

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Alles Glück der Ehe besteht im gegenseitigen Vertrauen und Entgegenkommen. Die törichte Liebe vergeht bald, aber man muß einander achten und dienen.

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Von allen Gütern ist das beste, ein edles Weib zu haben.

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Der Mann ist das Haupt, das Weib die Krone.

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Die glückliche Ehe Gedankt seis dir, Gott der Ehen! Was ich gewünscht, hab ich gesehen: Ein grenzenlos beglücktes Paar; Ein Paar, das ohne Gram und Reue, Bei gleicher Lieb und gleicher Treue Durch deine Bande selig war. Ein Wille lenkte hier zwei Seelen. Was sie gewählt, pflegt er zu wählen, Was er verwarf, verwarf auch sie. Ein Fall, wo andre sich betrübten, Stört ihre Ruhe nie. Sie liebten Und fühlten nicht des Lebens Müh. Da ihn kein Eigensinn verführte, Und sie kein eitler Stolz regierte: So herrschte weder sie noch er. Sie herrschten, aber bloß mit Bitten; Sie stritten; aber wenn sie stritten, Kam bloß ihr Streit aus Eintracht her. Der letzte Tag in ihrem Bunde, Der letzte Kuß von ihrem Munde Nahm wie der erste sie noch ein. Sie starben. Wann? Wie kannst du fragen? Acht Tage nach den Hochzeitstagen; Sonst würde dies ein Märchen sein.

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Der Ruhm des Mannes ist des Weibes höchster Reiz, Die Ehre seines Weibs des Mannes höchster Geiz.

Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839

In der Ehe bilden die Menschen sich ein, sich vollkommen gehen lassen zu dürfen, und denken nicht, daß, sobald sie sich gehen lassen, alle ihre Fehler riesengroß werden und ihre Eigenschaften unbedeutend klein.

Sylva, Geflüsterte Worte. Essays und Lyrik, 5 Bde., 1903-1912. Aus: Geduld

Des Weibes größtes Opfer ist es, einem Gatten für ein verfehltes Leben noch dankbar sein zu müssen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Sobald in der Ehe der Gedanke an Geduld auftaucht, ist sie eigentlich schon keine Ehe mehr, denn die Liebe ist fort, auf der dieses Verhältnis sich allein aufbauen und erhalten kann.

Sylva, Geflüsterte Worte. Essays und Lyrik, 5 Bde., 1903-1912. Aus: Geduld

Die Ehe kann niemals eine Republik sein. Nur Selbstherrschertum auf der einen oder auf der anderen Seite. Kraft auf seiten des Mannes oder auf seiten des Weibes.

Hille, Gestalten und Aphorismen, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 2, hg. von seinen Freunden 1904 (posthum)

Die moderne Ehe hat sonderbare Begleiterschungen. Ist vor der Heirat Liebe vorhanden, so stirbt sie sicher in der Langeweile des ehelichen Beieinanders.

Stendhal, Rot und Schwarz (Le Rouge et le Noir), 1830

Eine gewisse Zeit der Ausschweifung ist stets notwendig – entweder vor der Ehe oder in der Ehe. Wir haben in uns einen schlechten Gärungsstoff, der früher oder später doch zu wirken beginnt.

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Die ihrem Mann allein gewährt vergnügte Stunden, ich gehe noch herum, ich hab' sie nicht gefunden!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien. Axiom

Melissa, in allem tust du die Werke der blumenliebenden Biene; Frau, ich weiß es wohl, und denke in meinem Herzen: Honig läßt, wenn süß du mich küßt, von deinen Lippen du rinnen; aber forderst du Geld, trifft unverdient mich dein Stachel.

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Aber was braucht man, wenn man jung ist und sich liebhat?

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Eheleute sind spät geborene Zwillinge.

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In welchem Land der Erde sind die Ehen am glücklichsten? Unzweifelhaft im protestantischen Deutschland.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Bis jetzt hat kein Mathematiker die Längen- und Breitengrade auf dem Meere der Ehe zu bestimmen gewagt.

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Nächst den aus Liebe geschlossenen Ehen sind die am glücklichsten, die durch den Geltungstrieb zusammengehalten werden.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

… quetscht noch so viel an der Ehe herum – es wird nie etwas anderes herauskommen, als Vergnügen für die Junggesellen und Verdruß für die Ehemänner. Das ist die ewige Moral.

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