Ehe Sprüche – hochzeit
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In der Ehe bilden die Menschen sich ein, sich vollkommen gehen lassen zu dürfen, und denken nicht, daß, sobald sie sich gehen lassen, alle ihre Fehler riesengroß werden und ihre Eigenschaften unbedeutend klein.
Des Weibes größtes Opfer ist es, einem Gatten für ein verfehltes Leben noch dankbar sein zu müssen.
Sobald in der Ehe der Gedanke an Geduld auftaucht, ist sie eigentlich schon keine Ehe mehr, denn die Liebe ist fort, auf der dieses Verhältnis sich allein aufbauen und erhalten kann.
Die Ehe kann niemals eine Republik sein. Nur Selbstherrschertum auf der einen oder auf der anderen Seite. Kraft auf seiten des Mannes oder auf seiten des Weibes.
Die moderne Ehe hat sonderbare Begleiterschungen. Ist vor der Heirat Liebe vorhanden, so stirbt sie sicher in der Langeweile des ehelichen Beieinanders.
Eine gewisse Zeit der Ausschweifung ist stets notwendig – entweder vor der Ehe oder in der Ehe. Wir haben in uns einen schlechten Gärungsstoff, der früher oder später doch zu wirken beginnt.
Die ihrem Mann allein gewährt vergnügte Stunden, ich gehe noch herum, ich hab' sie nicht gefunden!
Aber was braucht man, wenn man jung ist und sich liebhat?
Eheleute sind spät geborene Zwillinge.
In welchem Land der Erde sind die Ehen am glücklichsten? Unzweifelhaft im protestantischen Deutschland.
Bis jetzt hat kein Mathematiker die Längen- und Breitengrade auf dem Meere der Ehe zu bestimmen gewagt.
Nächst den aus Liebe geschlossenen Ehen sind die am glücklichsten, die durch den Geltungstrieb zusammengehalten werden.
… quetscht noch so viel an der Ehe herum – es wird nie etwas anderes herauskommen, als Vergnügen für die Junggesellen und Verdruß für die Ehemänner. Das ist die ewige Moral.
Ehe: So heiße ich den Willen zu zweien, das Eine zu schaffen, das mehr ist, als die es schufen.
Gesehn, gehofft, gefunden Gesehn, gehofft, gefunden, gestanden und geliebt – drauf eine Zahl von Stunden durch keinen Schmerz getrübt. Gequält, getrennt, geschieden durch feindliches Bemühn – dahin der Seele Frieden, die süße Ruh dahin… Sich liebend treu geblieben, geklagt, gesehnt, geweint und dann, im bessern Drüben auf ewig doch vereint.
Ehe schützt vor Minne nicht.
Wem die Ehe ein Handel ist, der braucht für die Händel in der Ehe nicht zu sorgen.
Glücklicherweise hat die Vorsehung es so eingerichtet, daß die Männer selten die geistige Superiorität ihrer Frauen, wenn solche vorhanden ist, gewahr werden, sonst würde es noch mehr unglückliche Ehen geben, als es ohnedies schon gibt.
Immer mehr greift die Auffassung Platz, daß die Ehe ein Geschäft sei, aus dem jeder der beiden Theile Nutzen zu ziehen sucht. Hat man sich in dieser Berechnung getäuscht, nun, so trennt man sich einfach wieder oder sucht, wenn man den Eklat fürchtet, sich auf weniger legitime Weise darüber zu trösten.
Die Harmonie zwischen den Ehegatten erfordert, dass sich in den Ansichten über Welt und Leben, falls sie nicht übereinstimmen, derjenige, der weniger darüber nachgedacht hat, dem unterordnet, der mehr darüber nachgedacht hat.
Konvenienz-Ehen gibt's, die fallen so schlecht aus – als wären's Liebes-Heiraten.