Erziehung Sprüche – kinder
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Man soll die Kinder nicht nur zum Guten unterweisen, sondern auch zum Guten anführen, – nicht nur anführen, sondern auch angewöhnen.
Die meisten Eltern corrigiren in ihren Kindern ihre eigenen Fehler.
Wer erziehen will, muß selbst erzogen sein.
Wir wollen, daß der Staat denselben Wert auf die leibliche wie auf die geistige Erziehung lege.
Größte Sünde: Elenden Nachwuchs der Menschheit aufbürden.
Der Jugend sieht man manchmal gern ein Zuviel nach; aber das Beschneiden der Flügel macht Philister, man muß den unsicheren Flug zu lenken verstehen.
Kinder gleichen den Lotterielosen – viele bleiben ungezogen.
Höher als jeden Maler, als jeden Bildhauer und alle ähnlichen Künstler achte ich denjenigen, der jugendliche Herzen zu bilden versteht.
Ein Erzieher ist ein Geisterfürst, der segnend oder zerstörend von Geschlecht zu Geschlecht wirkt.
Der Erzieher verdient den Namen Vater mehr als der Erzeuger.
Die sittliche Erziehung ist um so wichtiger, weil der Mensch, je mehr er bloß intellektuell gebildet ist, ohne von Tugend etwas zu wissen, desto eher zum ungerechtesten und wildesten aller Wesen ausartet, eben weil ihm sein überlegener Verstand nun mehr Waffen in die Hand gibt, andern zu schaden.
Überlaßt mir die Erziehung und in einem Jahrhundert ist Europa umgestaltet.
Was für ein größeres und besseres Geschenk können wir dem Gemeinwesen darbringen, als wenn wir die Jugend lehren und unterrichten, zumal bei den gegenwärtigen Sitten und Zeiten, wo sie sich so verrannt hat, dass sie mit aller Macht gezügelt und in Schranken gehalten werden muss!
Neun Zehntel der Menschen werden durch die Erziehung, ein Zehntel durch andere Einflüsse gut oder böse.
Ich kann es nicht oft genug wiederholen: um Herr des Kindes zu sein, muß man Herr über sich selbst sein.
Wer nicht beten kann, der kann auch nicht erziehen.
Das Tätigsein ist die Lust; was fertig ist, wird bald zerstört. Machen es die Erwachsenen viel anders? Und da glauben die gescheiten Herrenleute noch immer, sie müßten ihren Kindern fertige Spielsachen kaufen! Das heißt die Kinder systematisch untüchtig machen, zur Trägheit erziehen und zur lahmen Beschaulichkeit, die für niemanden weniger paßt als für Kinder.
Mutter ein Unkraut, Vater ein Unkraut – erwartest du, dass die Tochter eine Safranwurzel wird?
Das Hauptaugenmerk des Erziehers muß sein, die Selbsttätigkeit zu entwickeln, durch welche der Mensch später der eigene Herr, der Fortbildner seines Lebens werden kann.
Ein Kind erziehen bedeutet, seine Seele in seinen Händen tragen.
Nichts, was den Charakter beeinflußt, ist eine Kleinigkeit. Die Pflicht mag klein sein, die Gewohnheit ist unendlich wichtig. Wer zur Nachlässigkeit im Kleinen erzieht, der gefährdet den Charakter im Fundament.