Erziehung Sprüche – kinder

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Wir sollten nie einem Kinde eine Liebhaberei vergällen: wir sehen nur die Liebhaberei, nicht aber das, was das Kind damit in Zusammenhang bringt.

Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 2. vermehrte Auflage 1885 (EA: 1879)

Das kindliche Gemüt ist das Buch, in welchem der Erzieher fortwährend zu lesen hat.

Denzel, Einleitung in die Erziehungs- und Unterrichtslehre für Volksschullehrer, 1817

Die Grundbedingung und die sicherste Garantie für das Gelingen aller Erziehung liegt in der Persönlichkeit des Erziehers.

Baur, Grundzüge der Erziehungslehre, 1849

Dein Mann ist, wie du ihn gewöhnst, dein Sohn, wie du ihn erziehst.

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Das allgemeinste Grundverhältnis der Erziehung ist: die gebildete Vernunft zieht die ungebildete zu sich herauf.

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Der Zweck der Erziehung ist, die Kinder dem Spiel des Zufalls zu entreißen.

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Darauf soll der Erzieher beständig hinarbeiten, daß das Kind in Hinsicht seiner Seele das Wahre kennen, das Gute lieben und tun, das Schöne schön finden und das Religiöse, das Göttliche erfassen lerne.

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Erziehung ist die absichtliche Heranbildung junger Menschen zu der unter den gegebenen Verhältnissen möglichsten menschlichen Vollkommenheit.

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Der Anfang der Erziehung fällt schon in jenen Augenblick, wo das Kind ans Licht und mit der umgebenden Welt in Berührung tritt und wo die Liebe pflegend und leitend auf dasselbe wirken kann.

Demeter, Hülfsbuch bei Schullehrern und Erziehern bei den Denkübungen der Jugend nach Zerrener, 1810

Die höhere und seelische Erziehung hat die Aufgabe, die Eingebungen der Natürlichkeit mit den Gesetzen des guten Tons so in Harmonie zu bringen, daß man gebildet wird und doch natürlich bleibt bei aller Bildung.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Es spiegeln in deiner Kinder Gebrechen Sich deine eig'nen Charakterschwächen; Laß dir's zur ernsten Mahnung dienen: Erzieh' dich noch einmal zugleich mit ihnen.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Nichts hat einen bessern Einfluss auf Kinder als Lob.

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898. Originaltext: Nothing has a better effect upon children than praise.

Wenn ich einen Sohn hätte, so würde ich mich bemühen, ihn mit den französischen und deutschen Autoren bekannt zu machen, lieber als mit den Klassikern. Griechisch und Latein ist eitel Luxus.

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Es ist gut, daß die ersten Blicke gleich auf anmutige Bilder fallen und der jungen Seele nur solche zuführen.

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Die Kunst der Erziehung ist nichts anderes als die Kenntnis der Mittel, die geeignet sind, kräftigere und widerstandsfähigere Körper, aufgeklärtere Geister und tugendhaftere Seelen hervorzubringen.

Helvetius, Vom Geist (De l'esprit), 1758, sein Hauptwerk, wurde als staats- und religionsgefährdend öffentlich verbrannt; neue Ausgabe 1843

Ein Kind nur mit äußerster Strenge behandeln heißt, seine Kraft lähmen und sein Leben ertöten.

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Das Handeln aus Furcht, sowie jedes Vollziehen des Befehls aus Beweggründen der Lust ist nur ein äußerliches Gehorchen, aber kein Gehorsam. Deshalb ist es ein sehr großer Fehler, wenn Väter und Lehrer ihre Gebote auf Gründe des Nutzens stützen.

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Auf was es bei der Erziehung ankommt, ist die Veredelung des Egoismus.

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Lehret eure Kinder unabhängig zu werden, statt ungeschickt durch Bedienung.

Burow (Hg.), Denk-Sprüche für das weibliche Leben. Gesammelte Perlen zur Veredlung für Geist, Gemüth und Herz, 1857

Zur Erziehung gehört, wie zum Ausbrüten der Küchlein, vor allem Stille und Wärme.

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Unweise wählte man die Belohnungen. Man reizte die Sinnlichkeit der Kinder, schmeichelte der Eitelkeit, weckt die Habsucht. Es war größtenteils nur ein Zufall, wenn Strafen und Belohnungen Besserung bewirkten.

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