Erziehung Sprüche – kinder
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Sind die Belohnungen auch eine angenehme Medizin, so sind sie doch eine Medizin und also schädlich, wenn das Kind gesund ist; sie stören dann immer den natürlichen Entwicklungsgang.
Die harmonische Entwicklung, die gleichmäßige und stufenweise Ausbildung aller menschlichen Anlagen ist die Hauptaufgabe aller Erziehung.
Eine gute Erziehung ist die beste Ökonomie, und Unwissenheit die teuerste Sache im Lande.
Was das Kind auf der Gasse spricht, hat des Erziehers Angesicht.
Es wird in Hinsicht des sittlichen Charakters nirgends besser erzogen, als wo man es nicht bemerkt, daß erzogen wird.
Je einfacher und kunstloser die Erziehung, desto besser. Daher so manche treffliche, besonders in Hinsicht der Moralität treffliche Menschen, die von der Mitte einer edlen, schlichten Familie mehr durch Beispiel als durch Lehre gebildet werden.
Was sollen die schönsten Mahnungen, wenn sie über die Köpfe hinweggehen, weil die Kinder sie nicht verstehen oder nicht anwenden können? Man begnüge sich also nicht mit der stets wiederkehrenden Mahnung, brav, fromm zu sein.
Nur ein wahrhaft religiöser Mensch kann erziehen: nur er kann unter den Augen und nach dem Plane des obersten Baumeisters am großen Bau der Menschheit arbeiten. Nur die Liebe weckt Liebe; nur heiliger Ernst ermuntert zu heiligem Ernst; nur der gottähnliche Mensch vermag nach dem Urbilde, welches er in sich trägt, den gottähnlichen Menschen auszubilden, d.h. die Aufgabe der Erziehung zu lösen. Wem also die religiöse Weihe fehlt, – sei er übrigens, wer er sei – der verschaffe sich dieselbe oder er wage sich nicht ans heilige Geschäft der Erziehung.
Nur Liebe kann mit Erfolg strafen, und diese wird auch mit ihren Strafen haushälterisch umgehen, wo ein Blick ausreicht, kein Wort gebrauchen, wo ein Wort genügt, nicht zwei sagen. Und je mehr die Schüler die Augensprache des Lehrers verstehen, desto weniger bedarf es der Worte zu ihrer Erziehung.
Erziehung ist Offenbarung, die dem einzelnen Menschen geschieht: und Offenbarung ist Erziehung, die dem Menschengeschlechte geschehen ist, und noch geschieht.
Ich glaube, sehr viele Menschen vergessen über ihrer Erziehung für den Himmel die für die Erde.
Reicher, großer, weiser Leute Kinder geraten selten wohl.
Da aber der ganze Staat nur einen Zweck hat, so muß zweifellos auch die Erziehung eine und dieselbe für alle und die Sorge für sie eine gemeinsame sein, keine private, wie es gegenwärtig gehalten wird.
Eine Erziehung, die sich mit vollem Bewußtsein auch der Pflege der ethischen Tugend unterziehen will, muß ihre Wirksamkeit auf den Spielplatz ausdehnen.
Seid selber, was ihr aus andern bilden wollt; das ist die ganze Erziehungsweisheit.
Durch Gewöhnung wird nach und nach der Erzieherwille zum eigenen Willen des Erzogenen.
Ein Kind verwöhnen heißt: es sich zur Last zu erziehen.
Kinder sollen nicht dem gegenwärtigen, sondern dem zukünftig möglich bessern Zustande des menschlichen Geschlechts, das ist: der Idee der Menschheit und deren ganzer Bestimmung angemessen erzogen werden.
Das Wichtigste ist, Lust und Liebe zur Sache zu wecken, sonst erzieht man nur gelehrte Esel.
Es ist die Pflicht und das Vorrecht der Eltern, das Kind sozusagen in den Besitz seiner eigenen Seele zu versetzen.
Können wir nicht die Menschen in ihrer eigenen Art gedeihen und ihres Lebens sich freuen lassen? Du bemühst dich, aus diesem Jungen eine Wiederholung deines Selbst herauszuzwängen; einer von der Sorte ist doch genug.