Erziehung Sprüche – kinder

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Milde Strenge ist die Seele unserer christlichen Zucht. Man darf nicht eine Umkehr des richtigen Verhältnisses dulden und durch übergroße Güte das Kind zum Herrscher machen.

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Der Erzieher soll das Kind zwei Dinge lehren: den Frieden und die Arbeit. Und ein Ding verabscheuen lehren: den Krieg.

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Den Kindern möge Kindlichkeit und Weltvertrauen bewahrt bleiben, so lange als möglich; Kindlichkeit ist der fruchtbare Boden für das Schöne, Weltvertrauen ist der fruchtbare Boden für das Gute. Ich meine nicht, daß eine Generation von Idealisten erzogen werde, die nicht praktisch denken und arbeiten kann. Nur Weltvertrauen und Vertrauen auf sich selbst soll sein, denn das ist der fruchtbarste Grund rechten Denkens und praktischen Schaffens.

Rosegger, Die Schriften des Waldschulmeisters, 1875

Fünf Rezepte, die den Grund der ganzen Kindererziehung bilden: 1. Du musst es lernen, deine Kleinen in guter Laune zu erhalten; 2. sie an Ordnung zu gewöhnen; 3. unerlaubte Dinge ihnen ganz bestimmt abzuschlagen; 4. ihnen soviel als möglich zu gestatten und nicht am Verbieten dich zu erfreuen; 5. fortwährend sie zu beschäftigen.

Hoddick (Hg.), Aphorismenschatz der Weltliteratur. Weltliche Texte für Rede und Schrift, 1898

Auch die Kinder der Reichsten sollten als arm erzogen werden. Anders ausgedrückt: Kein Kind sollte wissen, wieviel und ob ihm die Eltern einmal etwas anderes hinterlassen, als was es erlernt hat.

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Erziehen ist angewöhnen.

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Einen Menschen zu erziehen, heißt, ihm zu sich selbst zu verhelfen. Wozu verhilft der gute Gärtner der Rose?!? Zum Rose-Werden!

Altenberg, Was der Tag mir zuträgt. Fünfundfünfzig neue Studien, 1901

Es gibt nur zwei Erziehungssätze: Ehrfurcht vor seinen Kindern haben und folgerichtig sein!

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Ist kein schändlicher Werk, als Kinder lassen nach ihrem Willen leben.

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Viele Kinder bekommen die Prügel, die ihre Eltern verdienen.

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Die erste Erziehung ist am wichtigsten, und diese erste Erziehung kommt unzweifelhaft den Frauen zu.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Ich bin gegen jede Gewaltanwendung bei der Erziehung einer jungen Seele, die an das Gefühl für Ehre und Freiheit gewöhnt werden soll.

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Dass gewisse Leute im Guten nicht so weit gehen, wie sie könnten, liegt an ihrer schlechten Erziehung.

La Bruyère, Die Charaktere oder Die Sitten im Zeitalter Ludwigs XIV. (Les Caractères de Théophraste, traduits du grec, avec les caractères ou les mœurs de ce siècle), 1688

Wie gelehrig ist ein Kind! So wie du es lehrest lesen In dem Buch, in dem wir sind, So wird einst sein ganzes Wesen. Wie gelehrig ist ein Kind! Willst du segnen, lehr' ein Kind! Aus dem Körnlein werden Ähren, Wie dein Körnlein war gesinnt, Wird das Brot die Welt einst nähren. Willst du segnen, lehr' ein Kind!

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Ich weiß nichts anderes, als daß jeder Mensch mehr Sorge tragen sollte, wie seine Kinder besser werden könnten als er selbst und seine Standesgenossen.

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Erziehung sollte zum ersten Teil aus dem gesprochenen Wort, zum andern aus der Verehrung des Göttlichen und zum dritten aus praktischer Arbeit bestehen.

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Nie müßig gehn; tun, was gut; das Böse fliehn: Das Kind für diese drei zu bilden heißt erziehn.

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Sachen, Sachen! Ich kann es nicht oft genug wiederholen, wir legen den Worten zuviel Gewicht bei: mit unserer geschwätzigen Erziehung erzeugen wir nur Schwätzer.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Die schlimmste Ungezogenheit ist die anerzogene.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Erziehen soll nicht ein Ziehen und Zerren sein, sondern ein Leiten an unsichtbarer Hand.

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Die pädagogische Strenge ist die Strenge der Konsequenz in der Behandlung der zu Erziehenden. Darum können nur charaktervolle, gelassene, stets ernstmilde Menschen gute Erzieher sein.

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