Gedanken Sprüche

Nachdenkliche Sprüche und Gedanken

493 Sprüche in dieser Kategorie

So viele Menschen gehen durchs Leben als geistige Krüppel, weil ihre Gedanken schwach, krank und verneinend sind.

Marden, Die Macht des Gedankens, übersetzt von Dr. Max Christlieb 1909

Die Menschen haben viel weniger Gewalt über dich, als sie es meinen, da sie über deine Gedanken keine Macht haben. Die sind dein und bleiben dein, was sie auch sagen und wie sehr sie auch schreien mögen.

Sylva, Geflüsterte Worte. Essays und Lyrik, 5 Bde., 1903-1912. Aus: Mut

Einige kommen auf einen Gedanken, andere stoßen darauf, andere fallen darauf, andere verfallen darauf (hier fehlt noch das zerfallen), auch gerät man darauf. Man sagt nicht, ich habe mich nach dem Gedanken hinbegeben. Das wäre via regia.

Lichtenberg, Sudelbuch J, 1789-1794. [J 756]

Es gibt wenige bedeutende, aber viele einander nahekommende Gedanken.

Vauvenargues, Unterdrückte Maximen, übersetzt von Fritz Schalk, in: Die französischen Moralisten, 1938

Wenn ich nicht schlafen kann, rufe ich meine Gedanken und sage: Kommt, unterhaltet mich, meine Gedanken!

Ebner-Eschenbach, Aus einem zeitlosen Tagebuch, 1916

Einsame Gedanken – Einsame Gedanken, sie tauchen zuweilen – Urplötzlich aus ihren Verstecken und eilen Auf luftigen Flügeln davon; indessen Hast du die flüchtigen wieder vergessen, Und legst wieder täglich im alten Gleise Ein Stück zurück deiner Lebensreise. Und dann urplötzlich nach Jahren – da schwanken Vor dir die einsamen, stummen Gedanken. Du weißt, schon einmal in früheren Tagen Hast du dich mit ihnen herumgeschlagen. Und seltsam beengend wird dir zu Sinnen: Du möchtest von Neuem wieder beginnen, Um auf ganz anderen, fremden Wegen Dein Leben zurück noch einmal zu legen. Es ist dir versagt. Da packt dich ein Bangen. Du weißt mit dir selbst Nichts anzufangen, Und währenddessen fühlst du die Gedanken Sich fester um deine Seele ranken. Und erst nach Tagen, die langsam gehen, Siehst du sie weichen, und spurlos zerwehen …

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Gute wie böse Gedanken haben ihre Abgründe.

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Auf einen, der einen neuen Gedanken hat, kommen hundert andere, die ihn breit treten.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Im Schlaf sind wir ebenso wenig Herr unserer Gedanken wie im wachen Zustand.

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Wir haben keine Macht über unseren Gedankenfluß, ebensowenig wie über den Kreislauf unseres Blutes.

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An jeden guten Gedanken, jede gute Empfindung einen Stein hängen, sie verankern. Damit zusammenhängend: Seßhaft werden, Tempobändigung, Tempobeherrschung.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1909

Mangel an Wechselgeld Sei, wills du unter Menschen gehn, Mit geist'gem Kleingeld vorgesehn. Gedanken tief und groß und stark Laß lieber ganz zu Haus: Auf einen Schein von tausend Mark Gibt niemand gern heraus.

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Man müsse, fügte er [Goethe] hinzu, stets auf einem großen Stück Papier beginnen, der kleine Raum beenge auch die Gedanken.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit de l'Aspées Schülerinnen, 14. Juni 1805

Gedanken schaden nicht dem Kopf, sondern dem Herzen.

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Gedanken sind zollfrei.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Gedanken sind die Proben zu Handlungen.

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Es schadet nicht, hinter die eigenen unleidlichen Gedanken einen Punkt zu setzen.

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Nicht jeder Gedanke findet ganz zu seinem rechten Wort hin und nur darum ist er nicht ganz wahr.

Ebner, Schriften, 2 Bde., Kösel, München 1963

Es führt dich meilenweit ... Es führt dich meilenweit von dannen Und bleibt doch stets an seinem Ort, Es hat nicht Flügel auszuspannen Und trägt dich durch die Lüfte fort. Es ist die allerschnellste Fähre, Die jemals einen Wandrer trug, Und durch das größte aller Meere Trägt es dich mit Gedankenflug, Ihm ist ein Augenblick genug! Dies leichte Schiff, das mit Gedankenschnelle Mich durch die Lüfte ruhig trägt, Sich selbst nicht von dem Ort bewegt, Das Sehrohr ists, das in die Ferne Den Blick beflügelt bis ins Land der Sterne.

Schiller, F., Gedichte. Rätsel aus »Turandot«, 1803

Jeder vernünftige Gedanke hat seinen verrückten Superlativ.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wir finden die schönsten Gedanken, wenn wir nach einem Wort suchen.

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